Geisteswissenschaften Sozialforschung – Empirische Methoden
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15 KartenWas unterscheidet qualitative von quantitativer Sozialforschung?
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Qualitative Forschung erforscht subjektive Sinnzusammenhänge mit offenen Verfahren, quantitative testet Hypothesen mit standardisierten Messinstrumenten und statistischer Auswertung.
Nenne die drei klassischen Gütekriterien quantitativer Forschung.
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Objektivität (Unabhängigkeit vom Forscher), Reliabilität (Messgenauigkeit), Validität (Richtigkeit der Messung des intendierten Konstrukts).
Was versteht man unter intersubjektiver Nachvollziehbarkeit in der qualitativen Forschung?
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Forschungsprozess und Ergebnisse müssen von Dritten nachvollziehbar dokumentiert sein, damit diese zu denselben Schlussfolgerungen gelangen können.
Welche Erhebungsverfahren gehören zur standardisierten Befragung?
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Schriftliche Fragebögen, telefonische und Online-Interviews mit identischem Fragenkatalog für alle Befragten – geschlossene Antwortformate dominieren.
Was ist ein Leitfadeninterview und wann wird es eingesetzt?
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Halbstrukturiertes Interview mit Themenleitfaden; flexibel bei der Reihenfolge und Tiefe – ideal für explorative Forschung und Expertenwissen.
Unterscheide teilnehmende von nicht-teilnehmender Beobachtung.
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Teilnehmend: Forscher agiert im Feld (ethnografisch); nicht-teilnehmend: Forscher bleibt externer Beobachter (z. B. Videostudien im Klassenzimmer).
Was kennzeichnet ein echtes Experiment in der Sozialforschung?
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Zufällige Zuteilung zu Experimental- und Kontrollgruppe, Variation der unabhängigen Variable, Messung der abhängigen Variable – hohe interne Validität.
Was ist ein Quasi-Experiment und worin liegt seine Schwäche?
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Keine Randomisierung (z. B. existierende Gruppen); Störvariablen können nicht kontrolliert werden – interne Validität ist eingeschränkt.
Erkläre den Begriff Triangulation in der Methodenlehre.
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Kombination mehrerer Methoden, Datenquellen, Theoretiker oder Forscher zur Erhöhung der Validität und Reduktion einseitiger Verzerrungen.
Was misst der Cronbachsche Alpha und wann ist er akzeptabel?
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Interne Konsistenz eines Testverfahrens (Skalenhomogenität); Werte ≥ 0,7 gelten als akzeptabel, ≥ 0,8 als gut.
Was versteht man unter Konstruktvalidität?
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Das Ausmaß, in dem ein Messinstrument das theoretische Konstrukt tatsächlich erfasst – nicht nur scheinbar verwandte Merkmale.
Nenne die vier Skalenniveaus nach Stevens.
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Nominal (Kategorien), Ordinal (Ränge), Intervall (gleiche Abstände), Ratio (absoluter Nullpunkt) – bestimmen zulässige Statistiken.
Was ist der Unterschied zwischen deskriptiver und inferenzstatistischer Analyse?
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Deskriptiv: Zusammenfassung der Stichprobendaten (Mittelwert, Streuung); Inferenz: Verallgemeinerung auf Grundgesamtheit mit Fehlerschätzung (Signifikanztests).
Wann liegt ein Typ-I-Fehler (Alpha-Fehler) vor?
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Die Nullhypothese wird fälschlich abgelehnt, obwohl sie wahr ist – Wahrscheinlichkeit wird durch Signifikanzniveau α (meist 0,05) begrenzt.
Was beschreibt der Effektstärke-Indikator Cohen's d?
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Standardisierter Mittelwertunterschied zweier Gruppen in Einheiten der gepoolten Standardabweichung – unabhängig von Stichprobengröße interpretierbar.