Ingenieurwissenschaften Werkstoffkunde – Wärmebehandlung
Karteikarten zum Thema „Ingenieurwissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Wärmebehandlung in der Werkstoffkunde? · Welches …
Karten
15 KartenWas versteht man unter Wärmebehandlung in der Werkstoffkunde?
Rückseite
Gezielte Änderung der Werkstoffeigenschaften durch thermische Behandlung in festem Zustand ohne chemische Zusammensetzungsänderung.
Welches ist der Hauptzweck des Weichglühens?
Rückseite
Herstellung einer weichen, gut zerspanbaren Perlit-Struktur durch Umwandlung in Granitperlit bei Temperaturen knapp unter A1.
Worin unterscheidet sich Normalglühen vom Weichglühen?
Rückseite
Normalglühen erfolgt über Ac3/Acm mit Luftabkühlung für feinkörnigen Perlit; Weichglühen unter A1 für maximale Weichheit.
Welche Spannungen baut das Spannungsarmglühen ab?
Rückseite
Eigenspannungen aus ungleichmäßiger Abkühlung, Kaltumformung oder Bearbeitung bei 550–650 °C ohne Gefügeumwandlung.
Was passiert beim Härten während der Austenitisierung?
Rückseite
Umwandlung des ferritisch-perlitischen Gefüges in austenitisches Gefüge durch Erhitzen über Ac3 (hypoeutektoid) bzw. Acm (hypereutektoid).
Welche Abschreckmedien werden nach Härtegrad und Werkstoff gewählt?
Rückseite
Wasser für Kohlenstoffstähle, Öl für legierte Stähle, Luft oder Schutzgas für hochlegierte Stähle – abnehmende Abschreckschärfe.
Welchen Zweck erfüllt das Anlassen nach dem Härten?
Rückseite
Abbau von Gitterspannungen, Erhöhung der Zähigkeit, Einstellung der gewünschten Härte durch Tempern bei 150–650 °C.
Nenne die drei Anlasstemperaturbereiche und ihre typischen Anwendungen.
Rückseite
Niedrig (150–200 °C): Schneidwerkzeuge; Mittel (350–500 °C): Federn; Hoch (500–650 °C): Vergütungsstähle für hohe Zähigkeit.
Was charakterisiert das Vergüten als kombiniertes Verfahren?
Rückseite
Härten mit anschließender Hochtemperatur-Anlassen (500–650 °C) für optimale Festigkeits-Zähigkeits-Kombination bei Vergütungsstählen.
Was zeigt ein CCT-Schaubild im Gegensatz zum TTT-Schaubild?
Rückseite
Umwandlungsverhalten bei kontinuierlicher Abkühlung (praxisnah) statt isothermer Temperaturführung (theoretisch).
Wie bildet sich Martensit beim Abschrecken?
Rückseite
Diffusionslose, schubartige Gitterumwandlung von Austenit in tetragonales Martensitgitter bei Unterschreitung der Ms-Temperatur – Volumenausdehnung erzeugt Härte.
Was misst der Jominy-Endabschreckversuch?
Rückseite
Härtbarkeit eines Stahls: Härteverlauf entlang eines normierten Stabs nach einseitiger Wasserabschreckung – Ausbreitung der Martensitzone.
Welches Prinzip liegt dem Induktionshärten zugrunde?
Rückseite
Wirbelstromerwärmung der Randzone durch hochfrequentes Magnetfeld, anschließendes sofortiges Abschrecken – Kern bleibt zäh, Rand wird hart.
Worin liegt der Unterschied zwischen Aufkohlen und Nitrieren?
Rückseite
Aufkohlen: Kohlenstoffdiffusion bei 880–980 °C, danach Härten; Nitrieren: Stickstoffdiffusion bei 500–550 °C ohne weitere Wärmebehandlung.
Was bewirkt das Lösungsglühen bei austenitischen Edelstählen?
Rückseite
Lösung von Ausscheidungen (Carbide) bei 1000–1100 °C mit schnellem Abschrecken – Wiederherstellung der Korrosionsbeständigkeit.