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Ingenieurwissenschaften Werkstoffkunde – Wärmebehandlung

15 KartenIngenieurwissenschaftenatrio23.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Ingenieurwissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Wärmebehandlung in der Werkstoffkunde? · Welches …

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man unter Wärmebehandlung in der Werkstoffkunde?

Rückseite

Gezielte Änderung der Werkstoffeigenschaften durch thermische Behandlung in festem Zustand ohne chemische Zusammensetzungsänderung.

STANDARD

Welches ist der Hauptzweck des Weichglühens?

Rückseite

Herstellung einer weichen, gut zerspanbaren Perlit-Struktur durch Umwandlung in Granitperlit bei Temperaturen knapp unter A1.

STANDARD

Worin unterscheidet sich Normalglühen vom Weichglühen?

Rückseite

Normalglühen erfolgt über Ac3/Acm mit Luftabkühlung für feinkörnigen Perlit; Weichglühen unter A1 für maximale Weichheit.

STANDARD

Welche Spannungen baut das Spannungsarmglühen ab?

Rückseite

Eigenspannungen aus ungleichmäßiger Abkühlung, Kaltumformung oder Bearbeitung bei 550–650 °C ohne Gefügeumwandlung.

STANDARD

Was passiert beim Härten während der Austenitisierung?

Rückseite

Umwandlung des ferritisch-perlitischen Gefüges in austenitisches Gefüge durch Erhitzen über Ac3 (hypoeutektoid) bzw. Acm (hypereutektoid).

STANDARD

Welche Abschreckmedien werden nach Härtegrad und Werkstoff gewählt?

Rückseite

Wasser für Kohlenstoffstähle, Öl für legierte Stähle, Luft oder Schutzgas für hochlegierte Stähle – abnehmende Abschreckschärfe.

STANDARD

Welchen Zweck erfüllt das Anlassen nach dem Härten?

Rückseite

Abbau von Gitterspannungen, Erhöhung der Zähigkeit, Einstellung der gewünschten Härte durch Tempern bei 150–650 °C.

STANDARD

Nenne die drei Anlasstemperaturbereiche und ihre typischen Anwendungen.

Rückseite

Niedrig (150–200 °C): Schneidwerkzeuge; Mittel (350–500 °C): Federn; Hoch (500–650 °C): Vergütungsstähle für hohe Zähigkeit.

STANDARD

Was charakterisiert das Vergüten als kombiniertes Verfahren?

Rückseite

Härten mit anschließender Hochtemperatur-Anlassen (500–650 °C) für optimale Festigkeits-Zähigkeits-Kombination bei Vergütungsstählen.

STANDARD

Was zeigt ein CCT-Schaubild im Gegensatz zum TTT-Schaubild?

Rückseite

Umwandlungsverhalten bei kontinuierlicher Abkühlung (praxisnah) statt isothermer Temperaturführung (theoretisch).

STANDARD

Wie bildet sich Martensit beim Abschrecken?

Rückseite

Diffusionslose, schubartige Gitterumwandlung von Austenit in tetragonales Martensitgitter bei Unterschreitung der Ms-Temperatur – Volumenausdehnung erzeugt Härte.

STANDARD

Was misst der Jominy-Endabschreckversuch?

Rückseite

Härtbarkeit eines Stahls: Härteverlauf entlang eines normierten Stabs nach einseitiger Wasserabschreckung – Ausbreitung der Martensitzone.

STANDARD

Welches Prinzip liegt dem Induktionshärten zugrunde?

Rückseite

Wirbelstromerwärmung der Randzone durch hochfrequentes Magnetfeld, anschließendes sofortiges Abschrecken – Kern bleibt zäh, Rand wird hart.

STANDARD

Worin liegt der Unterschied zwischen Aufkohlen und Nitrieren?

Rückseite

Aufkohlen: Kohlenstoffdiffusion bei 880–980 °C, danach Härten; Nitrieren: Stickstoffdiffusion bei 500–550 °C ohne weitere Wärmebehandlung.

STANDARD

Was bewirkt das Lösungsglühen bei austenitischen Edelstählen?

Rückseite

Lösung von Ausscheidungen (Carbide) bei 1000–1100 °C mit schnellem Abschrecken – Wiederherstellung der Korrosionsbeständigkeit.

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