Ingenieurwissenschaften Bauwesen – Geotechnik
Karteikarten zum Thema „Ingenieurwissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Nach welcher Norm werden Böden im Bauwesen klassifiziert? · Was beschrei…
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15 KartenNach welcher Norm werden Böden im Bauwesen klassifiziert?
Rückseite
DIN 18196 (bzw. DIN EN ISO 14688) teilt Böden in Hauptgruppen (G, S, F, T, O) und Untergruppen nach Korngröße und Bindigkeit ein.
Was beschreibt die Plastizitätszahl PI eines bindigen Bodens?
Rückseite
PI = wL - wP (Flüssigkeitsgrenze minus Plastizitätsgrenze). Sie misst den Wassergehaltsbereich, in dem der Boden plastisch verformbar ist.
Welche Parameter bestimmen die Scherfestigkeit nach Mohr-Coulomb?
Rückseite
Kohäsion c (Bindung) und Reibungswinkel φ (innere Reibung). Scherspannung τ = c + σ' · tan φ bei gegebener Normalspannung σ'.
Wie verläuft die vertikale Spannungszunahme unter einer Punktlast nach Boussinesq?
Rückseite
σz = (3·Q)/(2π·z²) · (1/(1+(r/z)²)^(5/2)). Spannung nimmt mit Quadrat der Tiefe ab, Lastverteilungswinkel ca. 30°.
Worin unterscheiden sich Primär- und Sekundärsetzung?
Rückseite
Primärsetzung: Porenwasserpressung baut ab (Konsolidation, Zeitfaktor Tv). Sekundärsetzung: Kriechen des Bodenskeletts nach Porenwasserdruckausgleich (konstanter effektiver Spannungszustand).
Wann wählt man eine Tiefgründung statt Flachgründung?
Rückseite
Bei gering tragfähigem Untergrund in geringen Tiefen, hohen Lasten, Setzungsbegrenzung, aufstauendem Grundwasser oder wenn wirtschaftliche Gründungssohle erst in größerer Tiefe liegt.
Nach welchem Verfahren berechnet man die Tragfähigkeit eines Streifenfundaments nach Terzaghi?
Rückseite
Rd = b · (c'·Nc + q'·Nq + 0,5·γ'·b·Nγ) mit Tragfähigkeitsbeiwerten Nc, Nq, Nγ abhängig von φ'. Formfaktor, Tiefe und Neigung werden über Zusatzbeiwerte berücksichtigt.
Welche Verbauarten für Baugruben gibt es und worin unterscheiden sie sich?
Rückseite
Rammwand (Stahl, temporär), Schlitzwand (Beton, wasserundurchlässig), Bohrpfahlwand (geringe Erschütterung), Berliner Verbau (Bohlen + Stützen, offene Baugrube). Wahl nach Grundwasser, Tiefe, Nachbargebäuden.
Was besagt das Darcy-Gesetz für die Grundwasserströmung?
Rückseite
q = k · i · A. Volumenstrom q proportional zum hydraulischen Gradienten i und Durchlässigkeitsbeiwert k. Gilt für laminare Strömung (Re < 1) in gesättigten Böden.
Was misst der Proctor-Versuch und welchen Wert liefert er?
Rückseite
Optimale Wassergehalt wopt und maximale Trockenrohdichte ρd,max bei gegebener Verdichtungsenergie (Normal- oder Modifizierter Proctor). Referenz für Baustellenverdichtung (Dpr ≥ 95–100 %).
Wie erfolgt die Lastübertragung bei einem Pfahl?
Rückseite
Mantelreibung (Hautreibung qs entlang des Pfahlschafts) und Basentragfähigkeit qb an der Pfahlspitze. Lastverteilung hängt von Pfahlart (Verdrängungs-/Bohrpfahl) und Bodenschichtung ab.
Was ist der Unterschied zwischen aktivem und passivem Erddruck nach Rankine?
Rückseite
Aktiv (Ka): Wand bewegt sich vom Boden weg, σa = Ka·γ·h - 2c·√Ka. Passiv (Kp): Wand drückt in Boden, σp = Kp·γ·h + 2c·√Kp. Ka = tan²(45-φ/2), Kp = tan²(45+φ/2).
Welcher Sicherheitsnachweis führt man für Böschungen nach DIN 4084?
Rückseite
Nachweis der Standsicherheit (Gleichgewichtsverfahren: Bishop, Janbu, Spencer). Sicherheitsfaktor η ≥ 1,3–1,5 gegen Gleitbruch entlang Kreis- oder Polygonzugflächen. Wasserhaushalt und Erdbebenlasten einbeziehen.
Was gibt der dynamische Plattendruckversuch (Evd) an?
Rückseite
Evd = σ / s (Plattenvoltage / Setzung). Beurteilt Tragfähigkeit und Verformbarkeit von Erdbau- und Tragschichten. Evd2/Evd1 < 2,2 zeigt gute Verdichtung an. Korrelation zu Ev2 über Plattengröße.
Wie ermittelt man den Durchlässigkeitsbeiwert kf im Labor?
Rückseite
Konstantdruck- oder Fallversuch im Permeameter. kf = Q·L / (A·t·Δh) bei laminarer Strömung. Für bindige Böden Fallversuch, für unbindige Konstantdruckversuch. Temperaturkorrektur auf 10 °C.