Geisteswissenschaften Pädagogik – Erwachsenenbildung
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14 KartenWas versteht man unter Andragogik im Unterschied zur Pädagogik?
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Andragogik ist die Wissenschaft vom Lehren und Lernen Erwachsener, während Pädagogik ursprünglich die Kindererziehung meint; Erwachsene bringen Erfahrung, Selbststeuerung und spezifische Lernmotive mit.
Nenne die vier Prinzipien der Andragogik nach Malcolm Knowles.
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Selbstkonzept (Selbststeuerung), Erfahrung als Ressource, Lernbereitschaft durch soziale Rollen, Problemzentrierung statt Fachzentrierung – Erwachsene wollen sofort anwendbares Wissen.
Was charakterisiert selbstgesteuertes Lernen in der Erwachsenenbildung?
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Lernende übernehmen Verantwortung für Zielsetzung, Methodenwahl, Zeitmanagement und Evaluation; Lehrende agieren als Begleiter und Ressourcenbereitsteller.
Unterscheide formelles, non-formelles und informelles Lernen.
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Formell: institutionalisiert, zertifiziert (Schule, Hochschule). Non-formell: strukturiert, aber nicht zertifiziert (VHS-Kurse). Informell: unbewusst, alltagsintegriert, ohne Lehrplan.
Was versteht man unter lebenslangem Lernen (Lifelong Learning)?
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Ein ganzheitliches Konzept, das Lernen über die gesamte Lebensspanne und in allen Lebensbereichen (Beruf, Privat, Ehrenamt) umfasst – gefordert durch gesellschaftlichen Wandel und technologische Entwicklung.
Welche Schritte umfasst die didaktische Bedarfsermittlung?
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Analyse der Zielgruppe (Vorkenntnisse, Motive), Ermittlung fachlicher/beruflicher Anforderungen, Abgleich mit bestehendem Kompetenzprofil, Ableitung konkreter Lernziele und Inhalte.
Was bedeutet Kompetenzorientierung in der Erwachsenenbildung?
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Fokus auf handlungsbezogene Fähigkeiten (Wissen, Können, Haltungen), die in realen Situationen angewendet werden können – statt reiner Wissensvermittlung; Bewertung über Leistungsnachweise/Portfolios.
Nenne drei Merkmale heterogener Lerngruppen in der Erwachsenenbildung.
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Unterschiedliche Vorbildung, berufliche Erfahrung, Lernbiografien, Motive, Zeitbudgets, kulturelle Hintergründe und Lerngeschwindigkeiten erfordern Binnendifferenzierung und flexible Angebote.
Was ist das Ziel der motivationalen Beratung in der Erwachsenenbildung?
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Klärung von Lernmotiven, Abbau von Barrieren (Angst, Zeitmangel), Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartung und Unterstützung bei der realistischen Zielformulierung.
Welche Qualitätsmodelle sind in der deutschen Erwachsenenbildung verbreitet?
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LQW (Learner-Oriented Quality Development), EFQM, ISO 29990, AZAV-Zulassung – alle verfolgen Plan-Do-Check-Act-Zyklen, Teilnehmerbefragungen und kontinuierliche Verbesserung.
Was versteht man unter Transfer in der Erwachsenenbildung?
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Die Anwendung erworbenen Wissens und Könnens in der beruflichen oder privaten Praxis; gelingt durch handlungsnahe Methoden, Reflexionsphasen und Unterstützung im Arbeitsumfeld.
Wie wirkt sich Digitalisierung auf Lehr-Lern-Arrangements aus?
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Blended Learning, MOOCs, Lernplattformen und virtuelle Klassenzimmer ermöglichen zeitlich/räumlich flexibles Lernen, erfordern aber Medienkompetenz und didaktische Neugestaltung (z. B. Online-Moderation).
Was besagt das Konzept der 'Bildungsketten' im lebenslangen Lernen?
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Verzahnung von schulischer, beruflicher und allgemeiner Weiterbildung über Übergänge hinweg – Ziel: nahtlose Bildungsbiografien ohne Brüche durch Beratung, Anrechnung und durchlässige Systeme.
Welche Rolle spielt Reflexion im Erfahrungslernen nach Kolb?
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Reflexion (Reflective Observation) transformiert konkrete Erfahrung in abstraktes Konzept; ohne Reflexion bleibt Erfahrung ungenutzt – Zyklus: Erfahrung → Reflexion → Theoriebildung → Erprobung.