Geisteswissenschaften Politikwissenschaft – Politische Systeme
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was definiert ein politisches System nach David Easton? · Worin unterschei…
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15 KartenWas definiert ein politisches System nach David Easton?
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Ein politisches System ist die autoritative Wertallokation für eine Gesellschaft durch Entscheidungen, die verbindlich durchgesetzt werden.
Worin unterscheidet sich eine Demokratie von einer Autokratie?
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Demokratien ermöglichen wettbewerbsfreie Wahlen, Machtkontrolle und Grundrechte; Autokratien konzentrieren Macht ohne rechenschaftspflichtige Verfahren.
Kennzeichnend für präsidentielle Systeme wie die USA?
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Direkte Wahl des Präsidenten, strikte Gewaltenteilung, keine parlamentarische Abhängigkeit der Exekutive, feste Amtszeiten.
Was kennzeichnet parlamentarische Systeme wie Deutschland oder UK?
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Exekutive (Regierung) geht aus Parlament hervor, benötigt dessen Vertrauen, kann durch Misstrauensvotum gestürzt werden.
Wie funktioniert das semipräsidentielle System (Beispiel Frankreich)?
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Kombination: direkt gewählter Präsident mit starken Befugnissen und Premierminister, der parlamentarisches Vertrauen braucht – Dualismus der Exekutive.
Was ist der Unterschied zwischen Mehrheits- und Verhältniswahlrecht?
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Mehrheitswahl begünstigt große Parteien (Winner-takes-all), Verhältniswahl bildet Stimmverhältnisse proportional ab – Einfluss auf Parteienlandschaft.
Welche Funktion erfüllen Parteien in politischen Systemen?
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Interessenaggregation, Personalrekrutierung, politische Willensbildung, Regierungsbildung, Opposition – Bindeglied zwischen Gesellschaft und Staat.
Was versteht man unter Gewaltenteilung (horizontal)?
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Aufteilung staatlicher Gewalt auf Legislative, Exekutive, Judikative mit wechselseitiger Kontrolle (Checks and Balances) gegen Machtmissbrauch.
Unterscheide Föderalismus und Unitarismus.
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Föderalismus: Gewaltverteilung auf Ebenen (Bund/Länder) mit eigener Gesetzgebung; Unitarismus: zentrale Staatsgewalt, nachgeordnete Verwaltungseinheiten.
Welche Rolle spielt das Verfassungsgericht in Demokratien?
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Hüter der Verfassung: Normenkontrolle, Organstreit, Verfassungsbeschwerde – sichert Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte gegen Mehrheitsentscheidungen.
Was meint politische Kultur nach Almond/Verba?
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Verbreitete Orientierungen (kognitiv, affektiv, evaluativ) gegenüber dem politischen System – prägt Stabilität und Legitimität.
Wie entsteht demokratische Legitimität?
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Durch freie Wahlen (input-Legitimität), rechtsstaatliches Handeln (throughput) und problemlösende Politik (output-Legitimität) – dreidimensional.
Was beschreibt der Policy-Cycle?
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Idealtypischer Politikprozess: Agenda-Setting, Formulierung, Entscheidung, Implementation, Evaluation – Feedback-Schleifen möglich.
Wozu dient der systematische Vergleich politischer Systeme?
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Identifikation von Mustern, Kausalzusammenhängen und Generalisierungen – Methode der vergleichenden Politikwissenschaft (Lijphart, Sartori).
Was sind Veto-Spieler nach Tsebelis?
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Akteure, deren Zustimmung für Policy-Änderungen nötig ist – mehr Veto-Spieler bedeuten größere Policy-Stabilität, geringere Veränderbarkeit.