Geisteswissenschaften Philosophie – Kant und Pflichtethik
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht Kant unter dem guten Willen? · Worin unterscheidet sich Hande…
Karten
15 KartenWas versteht Kant unter dem guten Willen?
Rückseite
Der gute Wille ist das Einzige, das ohne Einschränkung gut ist; er handelt aus Pflicht, nicht aus Neigung oder Erwartung glücklicher Folgen.
Worin unterscheidet sich Handeln aus Pflicht von Handeln pflichtgemäß?
Rückseite
Handeln aus Pflicht erfolgt aus Achtung vor dem moralischen Gesetz; handeln pflichtgemäß entspricht äußerlich der Pflicht, entspringt aber Neigung oder Eigennutz.
Wie lautet die Formel des allgemeinen Gesetzes (Universalizität)?
Rückseite
Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
Was prüft der Widerspruch im Begriff bei der Maximenprüfung?
Rückseite
Ob die Maxime als allgemeines Gesetz logisch unmöglich wird (z. B. Falschversprechen macht Versprechen als Institution unmöglich).
Was prüft der Widerspruch im Willen bei der Maximenprüfung?
Rückseite
Ob man als vernünftiges Wesen wollen kann, dass die Maxime Allgemeingesetz wird, ohne sich selbst zu widersprechen (z. B. Nicht-Hilfeleistung).
Wie lautet die Menschheitsformel des kategorischen Imperativs?
Rückseite
Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.
Was bedeutet Autonomie des Willens bei Kant?
Rückseite
Der Wille gibt sich das moralische Gesetz selbst durch die Vernunft; er ist nicht heteronom durch äußere Zwecke oder Neigungen bestimmt.
Was ist eine Maxime im Sinne Kants?
Rückseite
Subjektives Handlungsprinzip, das die Regel enthält, nach der jemand handelt (z. B. 'Ich lüge, wenn es mir nützt').
Worin liegt der Unterschied zwischen hypothetischem und kategorischem Imperativ?
Rückseite
Hypothetische Imperative gelten bedingt für einen Zweck ('Wenn du X willst, tue Y'); der kategorische Imperativ gilt unbedingt, zweckunabhängig.
Was sind vollkommene Pflichten nach Kant?
Rückseite
Pflichten, die keine Ausnahme zulassen und strikte Verbote enthalten (z. B. nicht lügen, nicht töten, Versprechen halten).
Was sind unvollkommene Pflichten nach Kant?
Rückseite
Pflichten, die Spielraum bei Zeit, Art und Maß lassen (z. B. eigene Talente entwickeln, anderen helfen).
Was versteht Kant unter dem Reich der Zwecke?
Rückseite
Eine systematische Verbindung vernünftiger Wesen durch gemeinsame objektive Gesetze, in der jedes Wesen als Zweck an sich geachtet wird.
Warum kann der kategorische Imperativ nicht aus Erfahrung abgeleitet werden?
Rückseite
Er ist a priori synthetisch: Seine Notwendigkeit und Allgemeinheit lassen sich nicht aus empirischen Handlungen oder Folgen ableiten.
Welche Rolle spielt die Vernunft in Kants Ethik?
Rückseite
Die praktische Vernunft ist Quelle des moralischen Gesetzes; sie bestimmt den Willen unabhängig von empirischen Trieben und sichert Universalität.
Wie begründet Kant die Würde des Menschen?
Rückseite
Der Mensch hat als vernünftiges Wesen Würde (unbedingten Wert), weil er autonom Gesetze setzt und Zweck an sich ist – nicht nur relativer Preis.