Geisteswissenschaften Philosophie – Einführung und Grundfragen
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was ist der Gegenstand der Erkenntnistheorie? · Wie definiert Platon Wisse…
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15 KartenWas ist der Gegenstand der Erkenntnistheorie?
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Die Erkenntnistheorie untersucht Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Wissens sowie das Verhältnis von Subjekt und Objekt.
Wie definiert Platon Wissen im Gegensatz zu bloßer Meinung (Doxa)?
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Wissen (Episteme) ist für Platon gerechtfertigte wahre Überzeugung, die sich auf die unveränderlichen Ideen gründet, nicht auf sinnliche Erscheinungen.
Was besagt das Gettier-Problem für die klassische Wissensdefinition?
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Gettier zeigte, dass gerechtfertigte wahre Überzeugung nicht hinreichend für Wissen ist – glückliche Zufälle können alle drei Bedingungen erfüllen ohne echtes Wissen.
Unterscheide Rationalismus und Empirismus hinsichtlich der Wissensherkunft.
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Rationalismus (Descartes, Leibniz) sieht Vernunft als Hauptquelle, Empirismus (Locke, Hume) leitet alles Wissen von Erfahrung ab.
Was versteht Kant unter 'synthetischen Urteilen a priori'?
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Urteile, die unseren Erkenntnisinhalt erweitern (synthetisch), aber unabhängig von Erfahrung gelten (a priori) – z. B. mathematische Sätze und Kausalitätsprinzip.
Was ist das Leib-Seele-Problem in der Philosophie des Geistes?
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Die Frage, wie mentale Zustände (Bewusstsein, Schmerz) zu körperlichen Prozessen (Gehirnzustände) in Beziehung stehen – Identität, Emergenz oder Dualismus?
Erkläre den Unterschied zwischen Substanzdualismus und Eigenschaftsdualismus.
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Substanzdualismus (Descartes) setzt zwei verschiedene Substanzen an (res cogitans, res extensa), Eigenschaftsdualismus nur eine Substanz mit je zwei Eigenschaftsarten (mental, physisch).
Was ist der kategorische Imperativ nach Kant?
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Handle nur nach der Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie allgemeines Gesetz werde – moralisches Gesetz aus reiner Vernunft, nicht aus Neigung.
Unterscheide Utilitarismus und Deontologie am Beispiel einer Lüge.
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Utilitarismus prüft Folgen: Lüge erlaubt, wenn sie Glück maximiert. Deontologie (Kant) verbietet Lüge prinzipiell, da sie die Autonomie verletzt und nicht universalisierbar ist.
Was besagt das Naturgesetz bei Thomas von Aquin?
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Die Vernunft leitet aus der von Gott geschaffenen Naturordnung sittliche Gebote ab – gut ist, was der Erhaltung des Lebens, der Erkenntnis und der Gemeinschaft dient.
Was meint Aristoteles mit Eudaimonie und wie wird sie erreicht?
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Eudaimonie (gelingendes Leben) ist höchste Ziel, erreicht durch tugendhaftes Handeln (arete) gemäß Vernunft über ein ganzes Leben hinweg.
Was ist der ontologische Unterschied zwischen Sein und Seiendem bei Heidegger?
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Seiendes ist alles, was existiert; Sein ist der Sinnhorizont, der Seiendes erst als das verständlich macht, was es ist – der 'ontologische Unterschied'.
Wie definiert Sartre Existenz vor Essenz im Existentialismus?
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Der Mensch existiert zuerst ohne festgelegte Natur, definiert sich erst durch freie Entscheidungen – 'Verurteilt zur Freiheit', Verantwortung für das eigene Wesen.
Was versteht Popper unter Falsifikationismus als Abgrenzungskriterium zur Wissenschaft?
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Eine Theorie ist wissenschaftlich, wenn sie prinzipiell durch Beobachtungen widerlegbar (falsifizierbar) ist – Verifikation ist unmöglich, nur vorläufige Bestätigung.
Erkläre Kuhns Paradigmenbegriff und den Wissenschaftsbegriff vom 'normalen' vs. 'revolutionären' Wandel.
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Normale Wissenschaft löst Puzzles innerhalb eines Paradigmas; Anomalien häufen sich → Krise → Paradigmenwechsel (wissenschaftliche Revolution) mit inkommensurablen Begriffen.