Geisteswissenschaften Philosophie – Bioethik
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14 KartenWas sind die vier Prinzipien der Bioethik nach Beauchamp & Childress?
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Autonomie, Nichtschädigung (Nonmalefizienz), Wohltätigkeit (Benefizienz) und Gerechtigkeit bilden den prinzipienbasierten Rahmen bioethischer Urteilsbildung.
Was versteht man unter Autonomie in der Bioethik?
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Autonomie ist das Recht selbstbestimmter Entscheidungen über den eigenen Körper und das eigene Leben, vorausgesetzt Informiertheit, Verständnis und Freiwilligkeit.
Was besagt das Prinzip der Nichtschädigung (Nonmalefizienz)?
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Nonmalefizienz verbietet vorsätzliche Schädigung anderer; in der Medizin: Primum non nocere – Schaden vermeiden wiegt schwerer als Nutzen stiften.
Was fordert das Prinzip der Wohltätigkeit (Benefizienz)?
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Benefizienz verpflichtet zu Handlungen, die dem Wohl des Patienten dienen – Nutzen maximieren, Risiken minimieren, positive Pflicht zur Hilfeleistung.
Was bedeutet Gerechtigkeit im bioethischen Kontext?
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Gerechtigkeit fordert faire Verteilung knapper Ressourcen, gleiche Behandlung gleicher Fälle und Berücksichtigung von Bedürftigkeit, Leistung oder Beitrag als Verteilungsmaßstäbe.
Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe?
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Aktive Sterbehilfe: gezielte Tötung auf Wunsch (z. B. Letalinjektion). Passive Sterbehilfe: Unterlassen/Abschalten lebenserhaltender Maßnahmen bei aussichtsloser Lage.
Was versteht man unter assistiertem Suizid?
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Ein Arzt stellt dem sterbewilligen Patienten das tödliche Mittel bereit, der Patient führt die Einnahme selbst durch – Tathandlung bleibt beim Patienten.
Welches Argument führen Autonomie-Befürworter für Sterbehilfe an?
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Das Selbstbestimmungsrecht umfasst die Entscheidung über Zeit und Art des eigenen Todes – Zwang zum Weiterleben verletzt die Menschenwürde.
Welches Argument führen Schutzpflicht-Befürworter gegen Sterbehilfe an?
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Staatliche Schutzpflicht für das Leben wiegt schwerer als Autonomie; legalisierte Tötung gefährdet vulnerable Gruppen und untergräbt Vertrauen in Ärzteschaft.
Was ist der Unterschied zwischen somatischer und keimbahnspezifischer Gentechnik?
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Somatische Gentechnik verändert nur Körperzellen des Individuums (nicht vererbbar). Keimbahneingriffe verändern Erbgut in Keimzellen/Embryonen – vererbbar, international geächtet.
Was besagt das Identitätsargument in der Embryonendebatte?
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Der Embryo ist ab Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein identitätsgleiches, sich selbst entwickelndes menschliches Individuum – deshalb voller Lebensschutz ab Nidation.
Was versteht man unter therapeutischem vs. reproduktivem Klonen?
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Therapeutisches Klonen: Embryonen für Stammzellgewinnung (Ziel: Gewebezüchtung). Reproduktives Klonen: Erzeugung genetisch identischer Lebewesen – international verboten.
Was regelt der Nürnberger Kodex für Forschung am Menschen?
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Freiwillige, informierte Einwilligung ist absolut; Nutzen muss Risiko überwiegen; Versuchsperson kann jederzeit abbrechen; Forscher trägt volle Verantwortung.
Was fordert die Deklaration von Helsinki für placebokontrollierte Studien?
Rückseite
Placebos nur zulässig, wenn keine bewährte Therapie existiert oder methodisch zwingend nötig – Patienten dürfen nicht schlechter behandelt werden als Standardversorgung.