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Geisteswissenschaften Philosophie – Bioethik

14 KartenGeisteswissenschaftenatrio23.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was sind die vier Prinzipien der Bioethik nach Beauchamp & Childress? · Wa…

Karten

14 Karten
STANDARD

Was sind die vier Prinzipien der Bioethik nach Beauchamp & Childress?

Rückseite

Autonomie, Nichtschädigung (Nonmalefizienz), Wohltätigkeit (Benefizienz) und Gerechtigkeit bilden den prinzipienbasierten Rahmen bioethischer Urteilsbildung.

STANDARD

Was versteht man unter Autonomie in der Bioethik?

Rückseite

Autonomie ist das Recht selbstbestimmter Entscheidungen über den eigenen Körper und das eigene Leben, vorausgesetzt Informiertheit, Verständnis und Freiwilligkeit.

STANDARD

Was besagt das Prinzip der Nichtschädigung (Nonmalefizienz)?

Rückseite

Nonmalefizienz verbietet vorsätzliche Schädigung anderer; in der Medizin: Primum non nocere – Schaden vermeiden wiegt schwerer als Nutzen stiften.

STANDARD

Was fordert das Prinzip der Wohltätigkeit (Benefizienz)?

Rückseite

Benefizienz verpflichtet zu Handlungen, die dem Wohl des Patienten dienen – Nutzen maximieren, Risiken minimieren, positive Pflicht zur Hilfeleistung.

STANDARD

Was bedeutet Gerechtigkeit im bioethischen Kontext?

Rückseite

Gerechtigkeit fordert faire Verteilung knapper Ressourcen, gleiche Behandlung gleicher Fälle und Berücksichtigung von Bedürftigkeit, Leistung oder Beitrag als Verteilungsmaßstäbe.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe?

Rückseite

Aktive Sterbehilfe: gezielte Tötung auf Wunsch (z. B. Letalinjektion). Passive Sterbehilfe: Unterlassen/Abschalten lebenserhaltender Maßnahmen bei aussichtsloser Lage.

STANDARD

Was versteht man unter assistiertem Suizid?

Rückseite

Ein Arzt stellt dem sterbewilligen Patienten das tödliche Mittel bereit, der Patient führt die Einnahme selbst durch – Tathandlung bleibt beim Patienten.

STANDARD

Welches Argument führen Autonomie-Befürworter für Sterbehilfe an?

Rückseite

Das Selbstbestimmungsrecht umfasst die Entscheidung über Zeit und Art des eigenen Todes – Zwang zum Weiterleben verletzt die Menschenwürde.

STANDARD

Welches Argument führen Schutzpflicht-Befürworter gegen Sterbehilfe an?

Rückseite

Staatliche Schutzpflicht für das Leben wiegt schwerer als Autonomie; legalisierte Tötung gefährdet vulnerable Gruppen und untergräbt Vertrauen in Ärzteschaft.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen somatischer und keimbahnspezifischer Gentechnik?

Rückseite

Somatische Gentechnik verändert nur Körperzellen des Individuums (nicht vererbbar). Keimbahneingriffe verändern Erbgut in Keimzellen/Embryonen – vererbbar, international geächtet.

STANDARD

Was besagt das Identitätsargument in der Embryonendebatte?

Rückseite

Der Embryo ist ab Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein identitätsgleiches, sich selbst entwickelndes menschliches Individuum – deshalb voller Lebensschutz ab Nidation.

STANDARD

Was versteht man unter therapeutischem vs. reproduktivem Klonen?

Rückseite

Therapeutisches Klonen: Embryonen für Stammzellgewinnung (Ziel: Gewebezüchtung). Reproduktives Klonen: Erzeugung genetisch identischer Lebewesen – international verboten.

STANDARD

Was regelt der Nürnberger Kodex für Forschung am Menschen?

Rückseite

Freiwillige, informierte Einwilligung ist absolut; Nutzen muss Risiko überwiegen; Versuchsperson kann jederzeit abbrechen; Forscher trägt volle Verantwortung.

STANDARD

Was fordert die Deklaration von Helsinki für placebokontrollierte Studien?

Rückseite

Placebos nur zulässig, wenn keine bewährte Therapie existiert oder methodisch zwingend nötig – Patienten dürfen nicht schlechter behandelt werden als Standardversorgung.

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