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Geisteswissenschaften Politikwissenschaft – Internationale Beziehungen

15 KartenGeisteswissenschaftenatrio23.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Internationalen Beziehungen als Fachgebiet? · Was i…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man unter Internationalen Beziehungen als Fachgebiet?

Rückseite

Die Internationale Beziehungen (IB) untersucht Interaktionen zwischen Staaten, IGOs, NGOs und MNCs im anarchischen Weltsystem – Schwerpunkt auf Krieg, Frieden, Kooperation und globaler Governance.

STANDARD

Was ist das Kernargument des realistischen Paradigmas?

Rückseite

Realismus sieht Staaten als rationale Einheitsakteure in anarchischem System; Überleben und Machtmaximierung sind höchste Ziele, Moral tritt hinter nationale Interessen zurück.

STANDARD

Wie unterscheidet sich Liberalismus vom Realismus in den IB?

Rückseite

Liberalismus betont Kooperationsmöglichkeiten durch Institutionen, wirtschaftliche Interdependenz und Demokratie – Staaten können absolute Gewinne erzielen, nicht nur relative Machtzuwächse.

STANDARD

Was besagt der Konstruktivismus in den Internationalen Beziehungen?

Rückseite

Konstruktivismus argumentiert, dass staatliche Identitäten und Interessen sozial konstruiert sind; Normen, Ideen und Diskurse formen Verhalten – Anarchie ist, was Staaten daraus machen (Wendt).

STANDARD

Was ist das Sicherheitsdilemma nach Herz und Jervis?

Rückseite

Sicherheitsdilemma: Verteidigungsmaßnahmen eines Staates werden von anderen als Bedrohung wahrgenommen, führen zu Aufrüstungsspiralen und vermindern die Sicherheit aller Beteiligten.

STANDARD

Was bedeutet Hegemonie in der Theorie der Internationalen Beziehungen?

Rückseite

Hegemonie bezeichnet die Vorherrschaft eines Staates, der Regeln setzt, öffentliche Güter bereitstellt (z. B. Währung, Sicherheit) und durch Konsens und Zwang führt (Gramsci, Kindleberger).

STANDARD

Erkläre die Balance-of-Power-Theorie.

Rückseite

Balance of Power: Staaten verbünden sich gegen den stärksten Akteur, um Dominanz zu verhindern; multipolare Systeme sind stabiler als bipolare, da flexible Bündnisse Machtverschiebungen ausgleichen.

STANDARD

Welche Rolle spielen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in den IB?

Rückseite

NGOs agieren als transnationale Akteure: Normsetzung (Menschenrechte), Monitoring, humanitäre Hilfe, Agenda-Setting und Druck auf Regierungen – Beispiel: Amnesty International, ICBL.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen IGOs und NGOs?

Rückseite

IGOs (z. B. UN, NATO) werden von Staaten gegründet, haben Mitgliedstaaten und völkerrechtliche Persönlichkeit; NGOs sind privat, nicht-staatlich, oft transnational organisiert.

STANDARD

Welche Hauptorgane hat die Vereinten Nationen?

Rückseite

Sechs Hauptorgane: Generalversammlung, Sicherheitsrat, ECOSOC, Sekretariat, Internationaler Gerichtshof, Vertrauensrat (inaktiv); dazu Spezialorganisationen wie WHO, ILO, UNESCO.

STANDARD

Was versteht man unter kollektiver Sicherheit?

Rückseite

Kollektive Sicherheit: Alle Staaten verpflichten sich, Aggression gegen einen als Angriff gegen alle zu werten und gemeinsam zu sanktionieren – Kernprinzip der UN-Charta (Art. 1, 39–51).

STANDARD

Erkläre den Unterschied zwischen harter und weicher Macht (Nye).

Rückseite

Harte Macht: Zwang durch Militär und Wirtschaftssanktionen; weiche Macht: Attraktion durch Kultur, Werte, Politik – andere wollen freiwillig folgen, ohne Drohung oder Zahlung.

STANDARD

Was besagt die Demokratische Friedenstheorie?

Rückseite

Demokratien führen keine Kriege gegeneinander (dyadische These); gemeinsame Normen, Institutionen und Rechenschaftspflicht verhindern Gewalt – aber Kriege gegen Nicht-Demokratien sind häufig.

STANDARD

Welches Ereignis gilt als Geburtsstunde des modernen Staatensystems?

Rückseite

Der Westfälische Frieden 1648 etablierte territoriale Souveränität, Nichteinmischung und Gleichheit der Staaten als Grundprinzipien der europäischen – später globalen – Staatenordnung.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen Souveränität und humanitärer Intervention?

Rückseite

Souveränität schützt Staaten vor äußerer Einmischung; humanitäre Intervention (R2P) legitimiert Eingreifen bei Völkermord, Kriegsverbrechen, ethnischer Säuberung – Spannung zwischen Art. 2(7) und Schutzverantwortung.

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