Ingenieurwissenschaften Arbeitssicherheit – Grundlagen
Karteikarten zum Thema „Ingenieurwissenschaften“ · 16 Karten · von atrio. Beispiele: Welches Gesetz regelt die grundlegenden Pflichten des Arbeitgebers zum A…
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16 KartenWelches Gesetz regelt die grundlegenden Pflichten des Arbeitgebers zum Arbeitsschutz in Deutschland?
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Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) legt die allgemeinen Pflichten des Arbeitgebers fest, Gefährdungen zu beurteilen und Schutzmaßnahmen nach dem STOP-Prinzip zu treffen.
Was besagt das STOP-Prinzip bei der Auswahl von Schutzmaßnahmen?
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Schutzmaßnahmen müssen in dieser Rangfolge geprüft werden: Substitution (Gefahrquelle beseitigen), Technische Maßnahmen, Organisatorische Maßnahmen, Persönliche Schutzausrüstung (PSA).
Welche Schritte umfasst die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG?
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1. Tätigkeiten und Gefährdungen ermitteln, 2. Risiken bewerten, 3. Schutzmaßnahmen festlegen, 4. Durchführung dokumentieren, 5. Wirksamkeit prüfen, 6. Bei Änderungen aktualisieren.
Wer ist laut ArbSchG für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung verantwortlich?
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Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung, kann die Durchführung aber auf geeignete Personen (z. B. Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit) delegieren.
Was ist der Unterschied zwischen Gefahr und Risiko in der Arbeitssicherheit?
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Gefahr ist die potenzielle Schädigungsquelle (z. B. giftiger Stoff), Risiko ist die Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des möglichen Schadens.
Wann muss eine schriftliche Betriebsanweisung erstellt werden?
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Bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, biologischen Arbeitsstoffen oder besonderen Gefährdungen (z. B. Lasern, Gentechnik) schreibt die GefStoffV/BioStoffV Betriebsanweisungen vor.
Welche Inhalte muss eine Betriebsanweisung mindestens enthalten?
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Gefahren für Mensch und Umwelt, Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln, Verhalten bei Störungen/Unfällen, Erste-Hilfe-Maßnahmen, sachgerechte Entsorgung und Instandhaltung.
Wie oft muss die Unterweisung der Beschäftigten gemäß § 12 ArbSchG erfolgen?
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Vor Aufnahme der Tätigkeit, bei Änderung des Aufgabenbereichs, bei neuen Arbeitsmitteln/Technologien und regelmäßig – mindestens jährlich – wiederholt werden.
Was regelt die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)?
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Sie regelt die Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln, den Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und die Organisation von Prüfungen (z. B. Druckbehälter, Aufzüge).
Welche Aufgabe hat die Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) nach ASiG?
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Sie berät den Arbeitgeber in Fragen des Arbeitsschutzes, unterstützt bei der Gefährdungsbeurteilung und wirkt bei der Unfalluntersuchung mit – sie hat keine Weisungsbefugnis.
Was versteht man unter dem Top-down-Prinzip der Verantwortung im Arbeitsschutz?
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Der Arbeitgeber trägt die Gesamtverantwortung und delegiert Aufgaben nach unten, aber die Verantwortung verbleibt bei der obersten Leitungsebene (Inhaber, Geschäftsführer).
Welche Grenzwerte regelt die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV)?
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Tägliche Lärmexposition: Oberer Auslösewert 85 dB(A), unterer 80 dB(A); Spitzenwert 137 dB(C). Für Vibrationen: Hand-Arm 5 m/s², Ganzkörper 1,15 m/s² (Auslösewerte).
Was fordert die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) für krebserzeugende Stoffe?
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Substitutionsgebot: Krebserzeugende Stoffe der Kategorie 1A/1B müssen durch weniger gefährliche Stoffe/Verfahren ersetzt werden, soweit technisch machbar.
Welche Pflichten hat der Arbeitgeber bei der Bereitstellung von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA)?
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PSA kostenlos bereitstellen, für bestimmungsgemäße Verwendung sorgen, Instandhaltung organisieren, Beschäftigte unterweisen und PSA-Benutzung durch Betriebsanweisung regeln.
Was muss bei einem meldepflichtigen Arbeitsunfall gemäß § 8 SGB VII geschehen?
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Unfallanzeige an den Unfallversicherungsträger innerhalb von 3 Tagen (tödlich: sofort), interne Unfalluntersuchung, Maßnahmen zur Verhütung ähnlicher Unfälle einleiten.
Wie wird der kontinuierliche Verbesserungsprozess (PDCA-Zyklus) im Arbeitsschutzmanagement angewendet?
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Plan: Ziele und Maßnahmen festlegen; Do: Maßnahmen umsetzen; Check: Wirksamkeit prüfen (Audits, Kennzahlen); Act: Abweichungen korrigieren, System verbessern – dann neuer Zyklus.