Geisteswissenschaften Politikwissenschaft – Parteiensysteme
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was definiert ein Parteiensystem nach Sartori? · Welche drei Haupttypen un…
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14 KartenWas definiert ein Parteiensystem nach Sartori?
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Die Zahl der relevanten Parteien und ihre Interaktionsmuster (Konkurrenz, Koalitionsfähigkeit, ideologische Distanz) bestimmen den Systemtyp.
Welche drei Haupttypen unterscheidet Sartori bei Parteiensystemen?
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Einparteiensystem, Zweiparteiensystem und Mehrparteiensystem – differenziert nach Anzahl relevanter Parteien und Konkurrenzstruktur.
Was kennzeichnet ein predominantes Einparteiensystem?
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Eine Partei dominiert dauerhaft (>50% Sitze), Opposition existiert legal, aber ohne reale Machtperspektive (z. B. Indien bis 1977, Südafrika ANC).
Wann spricht Sartori von einem Zweiparteiensystem?
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Zwei Parteien teilen sich fast alle Sitze, wechseln sich in der Regierung ab, dritte Parteien bleiben marginal (z. B. USA, UK klassisch).
Was unterscheidet moderaten Pluralismus von polarisiertem Pluralismus?
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Moderater Pluralismus: 3-5 Parteien, Mitte stark, Koalitionen zentripetal. Polarisierter Pluralismus: >5 Parteien, Anti-System-Parteien, zentrifugale Konkurrenz (z. B. Italien 1948-1992).
Was besagt Duvergers Gesetz (mechanischer Effekt)?
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Mehrheitswahlrecht begünstigt große Parteien, bestraft kleine – führt tendenziell zu Zweiparteiensystemen (Duverger 1954).
Was ist der psychologische Effekt nach Duverger?
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Wähler meiden kleine Parteien aus Furcht vor verschenkter Stimme (strategisches Wählen), Parteien fusionieren oder lösen sich auf.
Wie wirkt Verhältniswahlrecht auf das Parteiensystem?
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Fördert proportionale Repräsentation, ermöglicht kleinen Parteien den Einzug, führt zu Mehrparteiensystemen und Koalitionsregierungen.
Was misst der Pedersen-Index (Volatilität)?
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Summe der absoluten Stimmenanteilsänderungen aller Parteien zwischen zwei Wahlen, geteilt durch zwei – misst Systemstabilität.
Was besagt die Kartellparteien-These von Katz und Mair?
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Etablierte Parteien kolludieren, um staatliche Ressourcen (Finanzierung, Medienzugang) zu sichern und Neuparteien den Zugang zu erschweren.
Welche vier Spaltungen nennt Lipset/Rokkan als Basis westlicher Parteiensysteme?
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Zentrum-Peripherie, Staat-Kirche, Land-Stadt, Arbeit-Kapital – historisch gewachsene Konfliktlinien, die Parteiensysteme 'einfrieren'.
Wie berechnet man die effektive Parteienzahl nach Laakso/Taagepera?
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N = 1 / Σ(p_i²), wobei p_i der Sitz-/Stimmenanteil der Partei i ist – gewichtet große Parteien stärker.
Was unterscheidet Fragmentierung von Polarisierung eines Parteiensystems?
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Fragmentierung = Zahl relevanter Parteien (effektive Parteienzahl). Polarisierung = ideologische Distanz zwischen den extremsten relevanten Parteien.
Was kennzeichnet das Westminster-Modell nach Lijphart gegenüber dem Konsensmodell?
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Zweiparteiensystem, Einparteienregierung, Mehrheitswahl, parlamentarische Souveränität – majoritär, nicht konsensual.