Ingenieurwissenschaften Messtechnik – Messfehler und Kalibrierung
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15 KartenWas versteht man unter einem Messfehler?
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Der Messfehler ist die Differenz zwischen Messwert und wahrer Größe, die prinzipiell unbekannt bleibt.
Wodurch zeichnet sich ein systematischer Messfehler aus?
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Ein systematischer Fehler bleibt bei wiederholten Messungen konstant und lässt sich durch Korrektur rechnerisch beseitigen.
Wie verhält sich ein zufälliger Messfehler bei Wiederholungen?
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Zufällige Fehler streuen um den Mittelwert, ändern Vorzeichen und Betrag und lassen sich nur statistisch verringern.
Was sind grobe Fehler und wie behandelt man sie?
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Grobe Fehler entstehen durch Bedienfehler oder Defekte; sie sind aussortierbar und dürfen nicht in die Auswertung eingehen.
Wie unterscheiden sich absoluter und relativer Messfehler?
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Der absolute Fehler hat die Einheit der Messgröße, der relative ist dimensionslos als Quotient zum Messwert.
Was beschreibt die Messunsicherheit nach GUM?
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Die Messunsicherheit quantifiziert den Zweifel am Messergebnis als Intervall mit zugeordneter Wahrscheinlichkeit, meist k=2.
Wofür wird die Gaußsche Fehlerfortpflanzung angewendet?
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Sie berechnet die Ergebnisunsicherheit aus den Eingangsgößen-Unsicherheiten über partielle Ableitungen der Messfunktion.
Was ist der Unterschied zwischen Kalibrierung und Justierung?
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Kalibrierung ermittelt und dokumentiert die Messabweichung, Justierung greift konstruktiv ein, um die Abweichung zu verkleinern.
Was bedeutet Rückführbarkeit in der Messtechnik?
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Rückführbarkeit verbindet das Messergebnis über eine ununterbrochene Kalibrierkette mit nationalen oder internationalen Normalen.
Wie ist eine Kalibrierkette hierarchisch aufgebaut?
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Vom Primärnormal über Arbeitsnormal und Referenzgerät bis zum Prüfling – jeder Schritt erhöht die Unsicherheit.
Was bescheinigt eine DAkkS-Akkreditierung für Kalibrierlabore?
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Sie bestätigt technische Kompetenz nach DIN EN ISO/IEC 17025 und internationale Anerkennung der Kalibrierscheine.
Welche zwei Auswertungsarten für Unsicherheiten kennt das GUM?
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Typ A nutzt statistische Reihenauswertungen, Typ B sonstige Informationen wie Herstellerdaten oder Erfahrungswerte.
Wozu dient die Messgeräteüberwachung im Qualitätsmanagement?
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Sie stellt durch turnusmäßige Kalibrierung sicher, dass Messmittel die geforderten Toleranzen während der Nutzungsdauer einhalten.
Wie wirkt sich Temperatur auf Längenmessungen systematisch aus?
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Thermische Ausdehnung ändert die Messgröße proportional zum Temperaturunterschied und dem linearen Ausdehnungskoeffizienten.
Was versteht man unter der Auflösung eines Messgeräts?
Rückseite
Die Auflösung ist der kleinste Anzeigeschritt, den das Gerät unterscheiden kann, und begrenzt die Ablesegenauigkeit.