Ingenieurwissenschaften Bauwesen – Bodenmechanik
Karteikarten zum Thema „Ingenieurwissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was beschreibt die Bodenmechanik im Bauwesen? · Nach welchem System werd…
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14 KartenWas beschreibt die Bodenmechanik im Bauwesen?
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Bodenmechanik untersucht das mechanische Verhalten von Böden unter Belastung: Spannungsverteilung, Verformung, Festigkeit und Strömung – Grundlage für Gründungen, Stützbauwerke und Erddämme.
Nach welchem System werden Böden nach Korngröße klassifiziert?
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Nach DIN 18196 / ISO 14688 in Ton (<0,002 mm), Schluff (0,002–0,063 mm), Sand (0,063–2 mm), Kies (2–63 mm) und Steine (>63 mm).
Was gibt der Proctor-Versuch an?
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Der Proctor-Versuch ermittelt die optimale Wassergehalt und die maximale Trockendichte eines Bodens bei definierter Verdichtungsarbeit – Maßstab für die Baustellenkontrolle.
Wie wird der Durchlässigkeitsbeiwert kf bestimmt?
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Im Labor durch Konstant- oder Gefälleversuch (DIN 18130), im Feld durch Pumpversuche oder Lugeon-Test – kf beschreibt die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu leiten.
Was besagt die Boussinesq-Formel für Spannungsverteilung?
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Sie berechnet die vertikale Zusatzspannung σz unter einer Punktlast in einem homogenen, isotropen, linear-elastischen Halbraum – Grundlage für Setzungsrechnungen flacher Fundamente.
Welche Setzungsarten unterscheidet man bei Gründungen?
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Sofortsetzung (elastisch, unverzögert), Primärsetzung (Konsolidation, Porenwasserabfluss) und Sekundärsetzung (Kriechen, Nachkonsolidation) – summiert zur Gesamtsetzung.
Wie lautet das Mohr-Coulomb-Bruchkriterium für Scherfestigkeit?
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τ = c + σ' · tan φ – Scherfestigkeit τ setzt sich aus Kohäsion c und Reibungswinkel φ bei gegebener effektiver Normalspannung σ' zusammen.
Was unterscheidet aktive von passiver Erdpressung?
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Aktive Erdpressung (Ka) wirkt bei Wandbewegung vom Bauwerk weg (Mobilisierung), passive (Kp) bei Bewegung in den Boden (Widerstand) – Kp > Ka.
Nach welcher Theorie wird die Tragfähigkeit flacher Fundamente berechnet?
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Nach Terzaghi (1943) oder Meyerhof: Tragfähigkeit qf = c·Nc + q·Nq + 0,5·γ·B·Nγ mit Tragfähigkeitsbeiwerten Nc, Nq, Nγ als Funktion von φ.
Wann werden Pfahlgründungen gegenüber Flachgründungen gewählt?
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Bei gering tragfähigen Oberböden, hohen Lasten, Setzungsbegrenzung, Horizontallasten oder Auftrieb – Pfähle leiten Lasten in tiefere, tragfähigere Schichten ab.
Was beschreibt die Terzaghi-Konsolidationstheorie?
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Eindimensionale Porenwasserabfuhr in wassergesättigten Tonen: Setzung über Zeit durch Abbau von Überdruckporenwasserdruck – gesteuert durch Konsolidationsbeiwert cv.
Wie prüft man die Böschungsstabilität nach Bishop?
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Kreiszylinderverfahren: Zerlegung in Schnitte, Momentengleichgewicht um Kreismittelpunkt – iterativ lösbar, genauer als Fellenius, Standard für homogene Böschungen.
Was ist ein Strömungsnetz und wofür nutzt man es?
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Grafische Lösung der Laplace-Gleichung: Strömungslinien und Potentiallinien schneiden sich orthogonal – bestimmt Sickerwasserverlauf, hydraulische Gradienten und Sohlgleiten.
Welche Verbauarten gibt es für tiefe Baugruben?
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Berliner Verbau (Bohrpfähle + Bohlen), Schlitzwand, Spundwand, Nagelwand – oft mit Verankerungen (Temporär: Erdanker, Dauerhaft: Zugstäbe) gegen Erd- und Wasserdruck.