Zur Community

Ingenieurwissenschaften Bauwesen – Bauphysik

16 KartenIngenieurwissenschaftenatrio25.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Ingenieurwissenschaften“ · 16 Karten · von atrio. Beispiele: Was beschreibt der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) und in welcher Ei…

Karten

16 Karten
STANDARD

Was beschreibt der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) und in welcher Einheit?

Rückseite

Der U-Wert gibt den Wärmestrom pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturdifferenz an, Einheit: W/(m²·K). Je kleiner, desto besser die Dämmwirkung.

STANDARD

Wie berechnet sich der U-Wert aus den Wärmewiderständen eines Bauteils?

Rückseite

U = 1 / (R_si + Σ R_i + R_se), wobei R_i = d_i / λ_i für jede Schicht und R_si, R_se die inneren/äußeren Wärmeübergangswiderstände sind.

STANDARD

Was ist der Taupunkt und warum ist er bauphysikalisch kritisch?

Rückseite

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Luft bei gegebener Feuchte gesättigt ist. Unterschreitet eine Bauteiloberfläche diesen Wert, kondensiert Wasser – Schimmelrisiko.

STANDARD

Welche Bedingung muss erfüllt sein, um Tauwasserbildung im Bauteilquerschnitt zu vermeiden (Glaser-Verfahren)?

Rückseite

Der Sättigungsdampfdruck an jeder Stelle im Querschnitt muss größer oder gleich dem tatsächlichen Dampfdruck sein – keine Überschreitung der Sättigungskurve.

STANDARD

Was versteht man unter der Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl μ (mu) eines Baustoffs?

Rückseite

μ gibt an, wie viel mal größer der Diffusionswiderstand des Materials im Vergleich zu einer gleich dicken Luftschicht ist. Dimensionslos, typisch 5–100.000.

STANDARD

Wie lautet der sd-Wert und woraus setzt er sich zusammen?

Rückseite

sd = μ · d (Dicke in Metern). Er entspricht der Luftschichtdicke mit gleichem Diffusionswiderstand, Einheit: Meter. Ermöglicht Vergleich verschiedener Materialien.

STANDARD

Was bewertet das bewertete Schalldämmmaß R'w und wie unterscheidet es sich von Rw?

Rückseite

R'w ist das im Gebäude gemessene Schalldämmmaß inklusive Flankenübertragung, Rw das Laborwert ohne Flanken. R'w ist praxisnäher, meist 3–8 dB niedriger.

STANDARD

Welche Frequenzbereiche sind für den Trittschallschutz nach DIN 4109 maßgeblich?

Rückseite

Der bewertete Trittschallpegel L'n,w bezieht sich auf 100–3150 Hz. Tieffrequente Anteile (<100 Hz) werden separat als L'n,w + CI,50-2500 bewertet.

STANDARD

Was ist eine Wärmebrücke und wie wird sie bauphysikalisch quantifiziert?

Rückseite

Eine Wärmebrücke ist ein Bauteilbereich mit erhöhtem Wärmedurchgang. Quantifiziert durch den linearen Wärmebrückenzusatz Ψ (Psi) in W/(m·K) oder den äquivalenten U-Wert.

STANDARD

Welchen Grenzwert für die Luftdichtheit (n50-Wert) fordert das GEG für Gebäude mit Lüftungsanlage?

Rückseite

n50 ≤ 1,5 1/h (Luftwechsel pro Stunde bei 50 Pa Differenzdruck). Ohne Lüftungsanlage gilt n50 ≤ 3,0 1/h. Gemessen per Blower-Door-Test.

STANDARD

Wie wird der sommerliche Wärmeschutz nach DIN 4108-2 nachgewiesen?

Rückseite

Über die Überhitzungsgradstunden (Gh) im kritischen Raum: Gh ≤ 500 Kh (leichte Bauweise) bzw. ≤ 750 Kh (massive Bauweise) oder durch Sonneneintragsberechnung mit Reduktionsfaktoren.

STANDARD

Was beschreibt der g-Wert (Gesamtdurchlassgrad) von Verglasungen?

Rückseite

Der g-Wert gibt den Anteil der auftreffenden solaren Strahlungsenergie an, der in den Raum gelangt (direkt + sekundärer Wärmeeintrag). Wertebereich 0–1, typisch 0,3–0,6.

STANDARD

Nach welcher Norm werden Baustoffe in Euroklassen zum Brandverhalten eingestuft?

Rückseite

DIN EN 13501-1. Klassen A1, A2 (nicht brennbar), B–F (brennbar), ergänzt durch Rauchentwicklung (s1–s3) und brennendes Abtropfen (d0–d2).

STANDARD

Was ist der primäre Energiebedarf Qp und welche Rolle spielt er im GEG?

Rückseite

Qp = Endenergiebedarf × Primärenergiefaktoren (f_P) je Energieträger. Er ist der zentrale Kennwert für die Gebäudeeffizienz nach GEG und Basis für den Energieausweis.

STANDARD

Wie wirkt sich die Rohdichte eines Baustoffs auf Schallschutz und Wärmeschutz gegensätzlich aus?

Rückseite

Hohe Rohdichte verbessert den Schallschutz (Massegesetz), verschlechtert aber meist den Wärmeschutz (höhere λ). Leichte Baustoffe dämmen Wärme besser, Schall schlechter.

STANDARD

Was versteht man unter dem hygrothermischen Verhalten eines Bauteils?

Rückseite

Das gekoppelte Wärme- und Feuchtetransportverhalten: Temperaturgradienten treiben Dampfdiffusion, Feuchte ändert λ und Speicherkapazität, Phasenwechsel (Kondensation) setzen Freisetzungswärme frei.

Weitere Karteikarten für Ingenieurwissenschaften

Lerne diese Karten mit Spaced Repetition

Kopiere das Deck kostenlos in deine Bibliothek und starte den Lernmodus mit dem FSRS-5 Algorithmus.