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Geisteswissenschaften Politikwissenschaft – Wahlen und Wahlsysteme

15 KartenGeisteswissenschaftenatrio23.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter einem Wahlsystem? · Worin unterscheidet sich Mehrhe…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man unter einem Wahlsystem?

Rückseite

Ein Wahlsystem ist die Gesamtheit der Regeln, nach denen Wählerstimmen in Parlamentssitze umgerechnet werden – einschließlich Wahlrecht, Stimmabgabe und Auszählverfahren.

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Worin unterscheidet sich Mehrheitswahl von Verhältniswahl?

Rückseite

Bei Mehrheitswahl gewinnt der Kandidat mit den meisten Stimmen im Wahlkreis (Einmandatswahlkreis), bei Verhältniswahl erhalten Parteien Sitze proportional zu ihrem Stimmenanteil (Mehrmandatswahlkreise).

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Welche Funktion erfüllt die Sperrklausel bei Verhältniswahlen?

Rückseite

Die Sperrklausel (z. B. 5 % bei Bundestagswahlen) schließt Parteien von der Sitzzuteilung aus, um Fragmentierung zu verhindern und regierungsfähige Mehrheiten zu sichern.

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Was sind Überhangmandate und wie entstehen sie?

Rückseite

Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei mehr Direktmandate gewinnt, als ihr nach Zweitstimmenanteil zustehen – diese Mandate bleiben der Partei zusätzlich erhalten.

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Wie funktionieren Ausgleichsmandate im deutschen Bundestag?

Rückseite

Ausgleichsmandate kompensieren Überhangmandate anderer Parteien, damit die Sitzverteilung dem Zweitstimmenverhältnis entspricht – der Bundestag vergrößert sich entsprechend.

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Was ist der Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme bei der Bundestagswahl?

Rückseite

Die Erststimme wählt den Direktkandidaten im Wahlkreis (Mehrheitswahl), die Zweitstimme bestimmt den Anteil der Partei an den Sitzen (Verhältniswahl).

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Nach welchem Verfahren werden Bundestagssitze seit 2009 verteilt?

Rückseite

Seit 2009 nutzt der Bundestag das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren (Divisorverfahren mit Standardrundung), das kleinen Parteien gegenüber dem früheren Hare/Niemeyer-Verfahren leicht begünstigt.

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Was besagt das Duvergersche Gesetz über Mehrheitswahlsysteme?

Rückseite

Das Duvergersche Gesetz prognostiziert, dass Mehrheitswahl in Einerwahlkreisen tendenziell Zweiparteiensysteme begünstigt, während Verhältniswahl Mehrparteiensysteme fördert.

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Was versteht man unter Kumulation und Panaschieren?

Rückseite

Kumulation: Mehrere Stimmen für einen Kandidaten. Panaschieren: Stimmenvergabe an Kandidaten verschiedener Listen. Beide sind bei offenen Listen (z. B. Kommunalwahlen in Hessen) möglich.

STANDARD

Welche Grundsätze gelten für das Wahlrecht nach Art. 38 GG?

Rückseite

Allgemein, unmittelbar, frei, gleich, geheim – jeder Wahlberechtigte hat eine Stimme gleicher Erfolgswertigkeit, ohne Zwang oder Einflussnahme.

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Was ist negative Stimmgewichtung und warum ist sie verfassungswidrig?

Rückseite

Negative Stimmgewichtung tritt auf, wenn mehr Zweitstimmen für eine Partei zu weniger Sitzen führen können – das BVerfG erklärte dies 2008 für verfassungswidrig (Verstoß gegen Gleichheit der Wahl).

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Wie werden Wahlkreise für die Bundestagswahl eingeteilt?

Rückseite

Deutschland wird in 299 Wahlkreise gegliedert, die nach Bevölkerungszahl annähernd gleich groß sein sollen – Abweichungen bis 15 % (Ausnahme 25 %) sind zulässig.

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Was regelt das Wahlrechtsreformgesetz 2023 für den Bundestag?

Rückseite

Die Reform 2023 begrenzt den Bundestag auf 630 Sitze, streicht Überhang- und Ausgleichsmandate vollständig und macht die Zweitstimme für die Sitzzuteilung allein entscheidend.

STANDARD

Was ist der effektive Schwellenwert bei Verhältniswahlen?

Rückseite

Der effektive Schwellenwert liegt oft höher als die formale Sperrklausel – er hängt von Wahlkreisgröße und Parteienzahl ab und bestimmt realistisch, ab welchem Stimmenanteil ein Mandat sicher ist.

STANDARD

Wie wirkt sich ein geschlossenes Listenwahlrecht auf die Wählerentscheidung aus?

Rückseite

Bei geschlossenen Listen (z. B. Bundestagswahl) können Wähler nur die Partei wählen, nicht die Reihenfolge der Kandidaten beeinflussen – Parteivorstände kontrollieren die Personalauswahl.

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