Geisteswissenschaften Psychologie – Einstellungen und Persuasion
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man in der Sozialpsychologie unter einer Einstellung? · Welch…
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15 KartenWas versteht man in der Sozialpsychologie unter einer Einstellung?
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Eine Einstellung ist eine relativ stabile Bewertung eines Objekts, einer Person oder eines Themas auf einer positiven-negativen Dimension.
Welche drei Komponenten umfasst das Drei-Komponenten-Modell der Einstellung nach Rosenberg und Hovland?
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Kognitive Komponente (Glaubenssätze), affektive Komponente (Gefühle) und behaviorale Komponente (Verhaltensabsichten).
Was besagt die Theorie der kognitiven Dissonanz nach Festinger?
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Inkonsistenzen zwischen Kognitionen erzeugen einen unangenehmen Erregungszustand (Dissonanz), den Menschen durch Einstellungsänderung reduzieren wollen.
Was zeigte das klassische Experiment von Festinger und Carlsmith (1959) zur kognitiven Dissonanz?
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Teilnehmer, die für 1 $ (geringe Rechtfertigung) eine langweilige Aufgabe als interessant beschrieben, änderten ihre Einstellung positiver als die 20-$-Gruppe (hohe Rechtfertigung).
Was ist das Elaboration-Likelihood-Modell (ELM) nach Petty und Cacioppo?
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Ein Dual-Prozess-Modell der Persuasion, das zwei Wege der Einstellungsänderung unterscheidet: zentrale Route (tiefe Verarbeitung) und periphere Route (heuristische Verarbeitung).
Wann erfolgt Persuasion über die zentrale Route im ELM?
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Bei hoher Motivation und Fähigkeit zur Verarbeitung: Argumente werden inhaltlich geprüft, Einstellungsänderung ist beständig und verhaltensrelevant.
Wann erfolgt Persuasion über die periphere Route im ELM?
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Bei niedriger Motivation oder Fähigkeit: Einstellungsänderung basiert auf Heuristiken (z. B. Attraktivität, Autorität), ist weniger beständig und weniger verhaltenswirksam.
Wie funktioniert die Fuß-in-der-Tür-Technik (Foot-in-the-door)?
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Zuerst wird eine kleine Bitte gestellt, der die meisten nachkommen; anschließend folgt die eigentliche größere Bitte – die Zusagewahrscheinlichkeit steigt durch Selbstwahrnehmung als hilfsbereit.
Wie funktioniert die Tür-ins-Gesicht-Technik (Door-in-the-face)?
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Zuerst wird eine extreme, wahrscheinlich abgelehnte Bitte gestellt; die folgende moderate Bitte wird dann häufiger akzeptiert (reziprokes Zugeständnis, Kontrasteffekt).
Was beschreibt die Low-Ball-Technik der Persuasion?
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Ein attraktives Angebot wird gemacht; nach Zusage werden Kosten erhöht oder Bedingungen verschlechtert – die Zusage bleibt oft bestehen durch Commitment und Selbstrechtfertigung.
Was besagt die Reaktanztheorie nach Brehm?
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Droht oder entfällt eine Verhaltensfreiheit, entsteht Reaktanz (motivationaler Zustand), die das verbotene Verhalten attraktiver macht und Wiederherstellung der Freiheit anregt.
Welche Faktoren erhöhen die Konsistenz zwischen Einstellung und Verhalten?
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Hohe Einstellungsstärke, hohe Zugänglichkeit, direkte Erfahrung, spezifische (nicht allgemeine) Einstellungen und geringe situative Zwänge.
Was ist der Yale-Ansatz (Hovland-Modell) der Persuasion?
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Klassisches Kommunikationsmodell: Wer (Quelle) sagt was (Botschaft) an wen (Empfänger) über welchen Kanal mit welcher Wirkung – Fokus auf Quellen-, Botschafts- und Empfängervariablen.
Was besagt die Inokulationstheorie nach McGuire?
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Einstellungen lassen sich gegen Persuasionsversuche "impfen", indem man schwache Gegenargumente präsentiert und widerlegt – stärkt Widerstandskraft durch kognitive Abwehrmechanismen.
Was besagt die Selbstwahrnehmungstheorie nach Bem zur Einstellungsbildung?
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Menschen schließen aus ihrem eigenen Verhalten auf ihre Einstellungen, besonders wenn innere Signale schwach oder mehrdeutig sind – alternative Erklärung zu kognitiver Dissonanz.