Rechtswissenschaft Strafrecht BT – Diebstahl und Unterschlagung
Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was ist der Kern des Diebstahlstatbestands nach § 242 StGB? · Wann liegt eine…
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15 KartenWas ist der Kern des Diebstahlstatbestands nach § 242 StGB?
Rückseite
Diebstahl ist die widerrechtliche Wegnahme einer fremden beweglichen Sache mit Zueignungsabsicht, um sie sich oder einem Dritten zuzueignen.
Wann liegt eine ‚fremde‘ Sache im Sinne des § 242 StGB vor?
Rückseite
Eine Sache ist fremd, wenn sie im Allein- oder Miteigentum eines anderen steht; Mitbesitz reicht nicht, wenn der Täter Alleinbesitzer ist.
Was versteht man unter ‚Gewahrsamsbruch‘ beim Diebstahl?
Rückseite
Gewahrsamsbruch ist das Aufheben des fremden Gewahrsams und die Begründung neuen, nicht notwendig eigenen Gewahrsams über die Sache.
Wann ist die Wegnahme beim Diebstahl vollendet?
Rückseite
Die Wegnahme ist vollendet, sobald der Täter die Sache in seinen Gewahrsam gebracht hat – also der fremde Gewahrsam gebrochen und neuer begründet ist.
Was gehört zur Zueignungsabsicht beim Diebstahl?
Rückseite
Zueignungsabsicht umfasst den Vorsatz zur Entziehung (zumindest vorübergehend) und die Zueignung (auch nur vorübergehende Inbesitznahme als Eigentümer).
Welche Qualifikationstatbestände des Diebstahls regelt § 243 StGB?
Rückseite
§ 243 StGB qualifiziert: bandenmäßiger Diebstahl, Waffen- oder Werkzeugführung, Einbruch, Diebstahl aus Kirchen, Kraftfahrzeugen oder von Geldautomaten.
Was regelt der schwere Diebstahl nach § 244 StGB?
Rückseite
Schwerer Diebstahl liegt bei gewerbsmäßigem Handeln, bandenmäßigem Diebstahl mit Waffen oder bei Diebstahl mit Waffenführung vor – Mindeststrafe 1 Jahr.
Was ist der Tatbestand der Unterschlagung nach § 246 StGB?
Rückseite
Unterschlagung ist die Zueignung einer fremden beweglichen Sache, die dem Täter anvertraut wurde oder die er durch Fund, Irrtum oder Zufall erlangt hat.
Worin besteht der Unterschied zwischen Diebstahl und Unterschlagung?
Rückseite
Beim Diebstahl bricht der Täter fremden Gewahrsam (Wegnahme), bei der Unterschlagung hat er bereits rechtmäßigen Gewahrsam und nutzt ihn zur Zueignung aus.
Wann liegt Veruntreuung (§ 266 StGB) statt Unterschlagung vor?
Rückseite
Veruntreuung setzt voraus, dass der Täter aufgrund eines Rechtsverhältnisses (z. B. Auftrag, Gesetz) zur Vermögensverwaltung befugt ist und diese Befugnis missbraucht.
Ist der Versuch des Diebstahls strafbar?
Rückseite
Ja, der Versuch ist nach § 23 Abs. 1 StGB strafbar; versuchter Diebstahl liegt vor, wenn der Täter zum Gewahrsamsbruch ansetzt, ihn aber nicht vollendet.
Was regelt § 248a StGB (Diebstahl geringwertiger Sachen)?
Rückseite
Bei Diebstahl geringwertiger Sachen (bis ca. 50 €) wird nur auf Antrag verfolgt, sofern kein öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht.
Kann man sich an einer eigenen Sache wegen Diebstahls strafbar machen?
Rückseite
Nein, Diebstahl setzt fremde Sache voraus; bei Alleineigentum des Täters fehlt das Tatbestandsmerkmal ‚fremd‘ – Ausnahme: Miteigentum mit fremdem Gewahrsam.
Was ist der Unterschied zwischen Zueignungsabsicht und Bereicherungsabsicht?
Rückseite
Zueignungsabsicht erfordert Entziehungs- und Zueignungsvorsatz; Bereicherungsabsicht (bei Untreue) verlangt nur Vermögensvorteil für sich oder Dritte ohne Entziehungswille.
Wann endet der Diebstahl und wann beginnt die Hehlerei (§ 259 StGB)?
Rückseite
Der Diebstahl endet mit der Vollendung der Wegnahme; Hehlerei setzt voraus, dass die Sache aus einer vollendeten Vortat (Diebstahl, Raub etc.) stammt und der Täter sie veräußert oder verwertet.