Zur Community

Rechtswissenschaft Verwaltungsrecht – Polizei- und Ordnungsrecht

15 KartenRechtswissenschaftatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was unterscheidet Polizei- von Ordnungsrecht? · Wie lautet die Definition der…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was unterscheidet Polizei- von Ordnungsrecht?

Rückseite

Polizeirecht zielt auf Gefahrenabwehr (konkretisierte Gefahr), Ordnungsrecht auf präventive Regelung abstrakter Gefahren durch Verbote/Gebote (z. B. Versammlungs- oder Gaststättenrecht).

STANDARD

Wie lautet die Definition der abstrakten Gefahr?

Rückseite

Eine Situation, die nach allgemeiner Lebenserfahrung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einer Rechtsgutsverletzung führt, ohne dass es auf den Einzelfall ankommt.

STANDARD

Wann liegt eine konkrete Gefahr vor?

Rückseite

Wenn im Einzelfall bei objektiver Prognose mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schaden für ein geschütztes Rechtsgut eintreten wird, sofern nicht eingegriffen wird.

STANDARD

Nenne die vier Störerqualifikationen.

Rückseite

Handlungsstörer, Zustandsstörer, mittelbarer Störer, unmittelbarer Störer – jeweils nach Verursachungsbeitrag und Zurechnungszusammenhang differenziert.

STANDARD

Was kennzeichnet den Handlungsstörer?

Rückseite

Wer durch eigenes, freiwilliges, steuerbares Verhalten eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung herbeiführt (aktives Tun).

STANDARD

Was ist ein Zustandsstörer?

Rückseite

In dessen Verantwortungsbereich sich eine Gefahrenquelle befindet, die er beherrscht, ohne selbst tätig geworden zu sein (z. B. Grundstückseigentümer bei umsturzgefährdetem Baum).

STANDARD

Wann greift die polizeiliche Generalklausel?

Rückseite

Wenn keine Spezialnorm eingreift, eine konkrete Gefahr besteht und das Landespolizeigesetz die Generalklausel als Auffangtatbestand vorsieht (§ 3 I PolG BW, § 8 I PolG NRW).

STANDARD

Welche drei Stufen umfasst der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz?

Rückseite

Gelegentlichkeit (geeignet), Erforderlichkeit (mildestes Mittel), Angemessenheit (Verhältnismäßigkeit im engeren Sinne – Abwägung).

STANDARD

Was versteht man unter Ermessen im Polizeirecht?

Rückseite

Die Behörde darf bei Vorliegen der Voraussetzungen zwischen mehreren rechtmäßigen Maßnahmen wählen – fehlerhaft bei Ermessensnichtgebrauch, -überschreitung oder -fehlgebrauch.

STANDARD

Unterscheide Zwangsmittel von Zwangsmaßnahmen.

Rückseite

Zwangsmittel: physischer Kraftaufwand gegen Personen/Sachen (z. B. Handschellen). Zwangsmaßnahmen: Hoheitsakte mit Zwangscharakter (z. B. Platzverweis, Ingewahrsamnahme).

STANDARD

Was besagt der Grundsatz der Subsidiarität im Polizeirecht?

Rückseite

Polizei darf nur tätig werden, wenn andere Behörden oder Private die Gefahr nicht oder nicht rechtzeitig beseitigen können (Ultimaritätsprinzip).

STANDARD

Wann ist der Sofortvollzug einer Polizeimaßnahme zulässig?

Rückseite

Bei Gefahr im Verzug oder gesetzlicher Anordnung – die aufschiebende Wirkung von Widerspruch/Klage wird ausgeschlossen (§ 80 II VwGO i. V. m. Landespolizeigesetz).

STANDARD

Welche Rechtsgüter schützt das Polizei- und Ordnungsrecht?

Rückseite

Öffentliche Sicherheit (Rechtsordnung, subjektive Rechte, Unversehrtheit von Leben, Gesundheit, Freiheit, Eigentum) und öffentliche Ordnung (ungeschriebene Regeln des geordneten Zusammenlebens).

STANDARD

Was regelt das Versammlungsrecht als Teil des Ordnungsrechts?

Rückseite

Anmeldung, Durchführung und Auflösung öffentlicher Versammlungen – Schutz der Versammlungsfreiheit (Art. 8 GG) bei gleichzeitiger Gefahrenabwehr durch Auflagen.

STANDARD

Wie wirkt sich Art. 19 IV GG auf polizeiliche Maßnahmen aus?

Rückseite

Rechtsweggarantie: Gegen jeden hoheitlichen Eingriff muss der Rechtsweg offenstehen – auch bei sofortvollziehbaren Maßnahmen bleibt die nachträgliche gerichtliche Kontrolle gewahrt.

Lerne diese Karten mit Spaced Repetition

Kopiere das Deck kostenlos in deine Bibliothek und starte den Lernmodus mit dem FSRS-5 Algorithmus.