Künste Design – Musikgeschichte Epochen
Karteikarten zum Thema „Künste & Design“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Welche zeitlichen Grenzen hat das Mittelalter in der Musikgeschichte? · Was kenn…
Karten
15 KartenWelche zeitlichen Grenzen hat das Mittelalter in der Musikgeschichte?
Rückseite
Ca. 800–1400 n. Chr.; Gregorianik, frühe Mehrstimmigkeit (Organum) und Minnesang prägen diese Epoche.
Was kennzeichnet die Renaissance-Musik (ca. 1400–1600) stilistisch?
Rückseite
Vokale Polyphonie mit Imitationstechnik, modale Tonalität, textbezogene Komposition (Textausdeutung), a-cappella-Ideal.
Welche Neuerung brachte das Barock (ca. 1600–1750) für die Musiktheorie?
Rückseite
Durchsetzung der Dur-Moll-Tonalität, Generalbasspraxis, Affektenlehre und konzertantes Prinzip (Concerto grosso, Solo-Konzert).
Nenne drei zentrale Gattungen des Barock und je einen Hauptvertreter.
Rückseite
Oper (Monteverdi), Oratorium (Händel), Kantate und Passionen (Bach), Suite (Couperin), Konzert (Vivaldi).
Wodurch unterscheidet sich die Wiener Klassik (ca. 1750–1820) vom Barock?
Rückseite
Homophone Satzweise, Sonatenhauptsatzform, symmetrische Periodik, klarere Formgliederung, weniger Ornamentik, bürgerliches Konzertwesen.
Welche drei Komponisten bilden das Zentrum der Wiener Klassik?
Rückseite
Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven (Früh- und Mittelperiode).
Was versteht man unter der Sonatenhauptsatzform?
Rückseite
Dreiteilige Form (Exposition – Durchführung – Reprise) mit zwei thematischen Kontrastgruppen in verschiedenen Tonarten.
Welche ästhetischen Ideale prägen die Romantik (ca. 1820–1900)?
Rückseite
Subjektivität, Unendlichkeitstreben, Naturbezug, Programmatik, chromatische Harmonik, Erweiterung der Formen und Orchesterapparate.
Unterscheide zwischen absoluter und Programmmusik in der Romantik.
Rückseite
Absolute Musik folgt rein musikalischer Logik (z. B. Brahms-Sinfonien); Programmmusik illustriert außermusikalische Inhalte (z. B. Berlioz' Symphonie fantastique, Liszts Sinfonische Dichtungen).
Welche Rolle spielt Richard Wagner für die Musikgeschichte?
Rückseite
Gesamtkunstwerk-Idee, Leitmotivtechnik, unendliche Melodie, extreme Chromatik (Tristan-Akkord) als Vorgriff auf Atonalität.
Was kennzeichnet den Impressionismus in der Musik (Debussy, Ravel)?
Rückseite
Klangfarbe als Strukturprinzip, Ganzton- und Kirchentonleitern, parallele Akkordfolgen, Auflösung funktionaler Harmonik, suggestiver Titel.
Wodurch definiert sich die Zweite Wiener Schule (Schönberg, Berg, Webern)?
Rückseite
Freie Atonalität (ab ca. 1908), spätere Zwölftontechnik (Reihenkomposition), Aufgabe der Tonalität, kurze, aphoristische Formen.
Was versteht man unter Zwölftontechnik?
Rückseite
Komposition mit einer festen Reihenfolge aller zwölf Halbtöne (Reihe), die als Prime, Retrograde, Inversion, Retrograde Inversion erscheint.
Nenne wichtige Strömungen der Musik nach 1945.
Rückseite
Serielle Musik (Stockhausen, Boulez), Aleatorik (Cage), Minimal Music (Reich, Glass), Spektralmusik (Grisey, Murail), Neue Einfachheit (Henze, Rihm).
Wie unterscheidet sich Minimal Music von der seriellen Musik?
Rückseite
Minimal Music nutzt repetitive Patterns, langsame Prozesse, tonale Zentren und pulsierenden Rhythmus; Serielle Musik organisiert alle Parameter (Höhe, Dauer, Dynamik) nach Reihen.