Zur Community

Geisteswissenschaften Psychologie – Gruppen und Konformität

15 KartenGeisteswissenschaftenatrio21.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Konformität in der Sozialpsychologie? · Was zeigte …

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man unter Konformität in der Sozialpsychologie?

Rückseite

Konformität ist die Anpassung von Verhalten oder Einstellungen an Gruppennormen, ausgelöst durch reale oder vorgestellte Gruppenpressure.

STANDARD

Was zeigte das Asch-Linienurteil-Experiment (1951)?

Rückseite

Teilnehmer gaben in 37 % der Kritischen Versuche eine offensichtlich falsche Mehrheitsmeinung wieder – Beleg für normative Konformität unter Gruppendruck.

STANDARD

Worin unterscheiden sich normative und informationelle soziale Einflussnahme?

Rückseite

Normative: Anpassung um sozialer Akzeptanz willen (öffentliche Konformität). Informationelle: Anpassung weil die Gruppe als Informationsquelle gilt (private Akzeptanz).

STANDARD

Was kennzeichnet das Phänomen Groupthink nach Janis?

Rückseite

Ein Streben nach Einmütigkeit in kohäsiven Gruppen überwiegt realistische Alternativprüfung – Symptome: Illusion der Unverwundbarkeit, Kollektivrationalisierung, Selbstzensur.

STANDARD

Welche drei Stufen der sozialen Einflussnahme beschrieb Kelman?

Rückseite

Compliance (öffentliche Anpassung ohne private Überzeugung), Identification (Anpassung an geschätzte Person/Gruppe), Internalization (echte Übernahme der Norm als eigene Überzeugung).

STANDARD

Was demonstrierte das Milgram-Experiment (1963) über Gehorsam?

Rückseite

65 % der Probanden verabreichten scheinbar tödliche Stromstöße auf Anweisung einer Autorität – Gehorsam gegenüber legitimer Autorität überwiegt moralische Bedenken.

STANDARD

Unter welchen Bedingungen gelingt Minderheitenbeeinflussung nach Moscovici?

Rückseite

Konsistenz, Selbstsicherheit, Unparteilichkeit und Flexibilität der Minderheit führen über Konversionsprozesse zu latenter Meinungsänderung bei der Mehrheit.

STANDARD

Was beschreibt Deindividuation in Gruppen?

Rückseite

Verlust individueller Selbstwahrnehmung und Verantwortungsgefühl in anonymen Gruppen – begünstigt normwidriges, impulsives Verhalten (z. B. Randale).

STANDARD

Was besagt der Social-Facilitation-Effekt nach Zajonc?

Rückseite

Anwesenheit anderer steigert Erregung: dominante (gut gelernte) Reaktionen werden verstärkt, nicht-dominante (neue/schwierige) gehemmt.

STANDARD

Was ist Social Loafing (Ringelmann-Effekt)?

Rückseite

Individuelle Leistungsabnahme in Gruppen bei additiven Aufgaben, da eigene Anstrengung nicht mehr eindeutig identifizierbar ist (Diffusion der Verantwortung).

STANDARD

Was zeigte das Stanford Prison Experiment (Zimbardo, 1971)?

Rückseite

Situative Rollenzuweisung (Wärter/Häftling) genügte, um brutale bzw. passive Verhaltensmuster hervorzurufen – Situation überwiegt Disposition.

STANDARD

Welche Faktoren erhöhen die Konformitätsbereitschaft?

Rückseite

Gruppengröße (bis 3-5), Einstimmigkeit, Kohäsion, öffentliches Antwortformat, schwierige Aufgabe, niedriges Selbstwertgefühl, kollektivistische Kultur.

STANDARD

Wie unterscheidet sich Gehorsam (Obedience) von Konformität?

Rückseite

Gehorsam: Verhaltensänderung auf direkte Anweisung hierarchisch überlegener Autorität. Konformität: Anpassung an Gleichrangige ohne explizite Aufforderung.

STANDARD

Was besagt die Reactanz-Theorie nach Brehm?

Rückseite

Bedrohung oder Verlust von Verhaltensfreiheiten löst einen aversiven Erregungszustand (Reactanz) aus, der Gegenverhalten zur Freiheitswiederherstellung motiviert.

STANDARD

Was versteht man unter Idiosynkrasie-Krediten (Hollander)?

Rückseite

Durch frühere Konformität erworbene "Credits", die es Gruppenmitgliedern erlauben, abweichendes Verhalten zu zeigen, ohne Sanktionen zu riskieren.

Weitere Karteikarten für Geisteswissenschaften

Lerne diese Karten mit Spaced Repetition

Kopiere das Deck kostenlos in deine Bibliothek und starte den Lernmodus mit dem FSRS-5 Algorithmus.