Geisteswissenschaften Psychologie – Persönlichkeit und Big Five
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was sind die Big Five der Persönlichkeitspsychologie? · Welche sechs Facet…
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15 KartenWas sind die Big Five der Persönlichkeitspsychologie?
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Fünf breite Dimensionsfaktoren: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit, Neurotizismus (OCEAN), die die Persönlichkeitsstruktur umfassend beschreiben.
Welche sechs Facetten gehören zur Dimension Offenheit (Openness)?
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Phantasie, Ästhetik, Gefühle, Handlungen, Ideen, Werte – zusammen bilden sie die Offenheit für Erfahrungen.
Was misst die Dimension Gewissenhaftigkeit (Conscientiousness) im Kern?
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Selbstdisziplin, Ordnungsliebe, Pflichtbewusstsein, Leistungsstreben, Überlegtheit und Kompetenz – steuert zielgerichtetes, planvolles Verhalten.
Welche Facetten kennzeichnen Extraversion im Big-Five-Modell?
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Wärme, Geselligkeit, Durchsetzungsvermögen, Aktivität, Abenteuerlust, positive Emotionen – spiegeln soziale Energie und Anregungssuche wider.
Was versteht man unter Verträglichkeit (Agreeableness) in den Big Five?
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Vertrauen, Geradlinigkeit, Altruismus, Nachgiebigkeit, Bescheidenheit, Zärtlichkeit – beschreibt kooperatives, prosoziales Interaktionsverhalten.
Welche sechs Facetten umfasst Neurotizismus (Neuroticism)?
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Ängstlichkeit, Feindseligkeit, Depressivität, Selbstbewusstsein, Impulsivität, Verletzlichkeit – erfassen emotionale Instabilität und Stressanfälligkeit.
Wie wird das Big-Five-Modell standardisiert erfasst?
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Über das NEO-PI-R (Neuroticism-Extraversion-Openness Personality Inventory Revised) mit 240 Items, das alle 30 Facetten zuverlässig misst.
Wie stabil sind die Big Five über die Lebensspanne?
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Rangordnungsstabilität nimmt bis zum mittleren Erwachsenenalter zu (r ≈ .70 über 10 Jahre), mittlere Niveaus verändern sich: Neurotizismus sinkt, Gewissenhaftigkeit steigt.
Sind die Big Five kulturell universell gültig?
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Ja, die Faktorstruktur repliziert sich in über 50 Kulturen, wobei die Ausprägungsniveaus kulturell variieren – etischer Ansatz bestätigt.
Welche Hauptkritikpunkte gibt es am Big-Five-Modell?
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Keine Theorie, nur Deskription; fehlen wichtige Merkmale (z. B. Ehrlichkeit/ Demut – HEXACO); lexikalischer Ansatz blendet nicht-sprachliche Phänomene aus.
Wie gut sagen Big Five Verhalten in Alltagssituationen voraus?
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Moderate Korrelationen (r ≈ .30–.40) mit aggregiertem Verhalten; Einzelhandlungen schwächer vorhergesagt – Person-Situation-Interaktion beachten.
Wie hängen Big Five mit Persönlichkeitsstörungen zusammen?
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Extreme Ausprägungen korrelieren: z. B. hohes Neurotizismus + niedrige Verträglichkeit → Borderline; niedrige Gewissenhaftigkeit + niedrige Verträglichkeit → Antisozial.
Wie hoch ist die Heritabilität der Big Five?
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Zwillingstudien zeigen 40–60 % genetische Varianzaufklärung pro Dimension; Nicht-geteilte Umwelt erklärt den Rest, geteilte Umwelt nahezu null.
Was unterscheidet ein Persönlichkeitsmerkmal (Trait) von einem Zustand (State)?
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Traits sind zeitstabile, situationsübergreifende Dispositionen (Big Five); States sind vorübergehende, situationsabhängige affektive/kognitive Reaktionen.
Welches Modell erweitert die Big Five um einen sechsten Faktor?
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HEXACO fügt Ehrlichkeit-Bescheidenheit (Honesty-Humility) hinzu – besser für antisoziales, manipulatives Verhalten vorhersagend.