Geisteswissenschaften Psychologie – Gesprächsführung
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter aktivem Zuhören nach Rogers? · Welche Funktion hat …
Karten
15 KartenWas versteht man unter aktivem Zuhören nach Rogers?
Rückseite
Aufmerksames, wertfreies Verfolgen der Aussagen des Gegenübers mit verbalen und nonverbalen Signalen (Nickern, "Mhm"), Paraphrasieren und Spiegeln von Gefühlen, um Verständnis zu signalisieren.
Welche Funktion hat die Paraphrase in der Gesprächsführung?
Rückseite
Die Paraphrase fasst das Gesagte in eigenen Worten zusammen, prüft das Verständnis und signalisiert dem Klienten: "Ich habe dich gehört und verstanden."
Was ist der Unterschied zwischen offener und geschlossener Frage?
Rückseite
Offene Fragen (Wie, Was, Wodurch) laden zu freier Schilderung ein; geschlossene Fragen (Ja/Nein, Alternativen) grenzen Informationen ein und dienen der Klärung konkreter Fakten.
Wozu dient die zirkuläre Frage in der systemischen Gesprächsführung?
Rückseite
Sie fordert Perspektivwechsel: "Was würde Ihre Mutter sagen, woran sie merkt, dass es Ihnen besser geht?" – damit werden Beziehungsmuster und Unterschiede im Erleben sichtbar.
Was charakterisiert eine ich-Botschaft nach Gordon?
Rückseite
Ich-Beschreibung des eigenen Wahrnehmens, Fühlens und der konkreten Auswirkung („Ich nehme wahr, dass… und fühle mich… weil…“) ohne Bewertung des Gegenübers.
Wie geht man professionell mit Widerstand im Gespräch um?
Rückseite
Widerstand nicht konfrontieren, sondern annehmen (Pacing), erforschen („Was hält Sie zurück?“) und als Hinweis auf ungeklärte Bedürfnisse oder Ängste nutzen statt als Störung zu werten.
Was ist der Kern der motivierenden Gesprächsführung (Motivational Interviewing)?
Rückseite
Partnerschaftliche Haltung, Evokation von Change Talk (Argumente für Veränderung kommen vom Klienten), Rollen mit Widerstand, Stärkung der Selbstwirksamkeit – nicht Überzeugen, sondern Begleiten.
Welche Phasen durchläuft ein strukturiertes psychologisches Erstgespräch typischerweise?
Rückseite
1. Kontaktaufnahme & Rapport, 2. Anamnese/Problemdarstellung, 3. Diagnostische Klärung, 4. Zielvereinbarung, 5. Abschluss & nächste Schritte – mit flexiblen Übergängen.
Was bedeutet Kongruenz in der personzentrierten Gesprächsführung?
Rückseite
Übereinstimmung von Erleben, Bewusstsein und Kommunikation des Therapeuten – er ist „echt“, ohne professionelle Fassade, was Vertrauen und Modellfunktion fördert.
Wie unterscheidet sich Spiegeln von Paraphrasieren?
Rückseite
Spiegeln bezieht sich primär auf die emotionale Ebene ("Sie wirken traurig"), Paraphrasieren auf den kognitiven Inhalt ("Sie sagen, der Streit belastet Sie").
Was ist eine Skalierungsfrage und wozu dient sie?
Rückseite
Klient schätzt Problem/Ziel auf Skala 0–10 ein ("Wo stehen Sie heute?"), macht Fortschritte messbar, aktiviert Ressourcen ("Was müsste passieren, um von 3 auf 4 zu kommen?").
Welche nonverbalen Signale fördern die Gesprächsatmosphäre?
Rückseite
Offene Körperhaltung, angemessener Augenkontakt, nickendes Zuhören, stimmliche Ruhe, räumliche Nähe ohne Bedrängnis – signalisieren Aufmerksamkeit und Sicherheit.
Was versteht man unter Psychoedukation im Gespräch?
Rückseite
Vermittlung von Störungswissen, Behandlungsrationalen und Coping-Strategien in verständlicher Sprache – stärkt Krankheitseinsicht, Compliance und Selbstmanagement.
Wie beendet man ein Gespräch strukturiert?
Rückseite
Zusammenfassung der Kernpunkte, Vereinbarung konkreter nächsten Schritte (Hausaufgaben, Termin), emotionale Verankerung ("Was nehmen Sie mit?"), wertschätzender Abschied.
Was ist der Unterschied zwischen Konfrontation und Klärung?
Rückseite
Konfrontation weist auf Widersprüche hin ("Sie sagen X, aber tun Y") – Klärung erfragt Unklares wertfrei ("Was meinen Sie genau mit…?"). Konfrontation braucht tragfähige Beziehung.