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Geisteswissenschaften Psychologie – Entwicklungspsychologie Alter

15 KartenGeisteswissenschaftenatrio21.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was besagt das SOC-Modell von Baltes und Baltes? · Was versteht man unter …

Karten

15 Karten
STANDARD

Was besagt das SOC-Modell von Baltes und Baltes?

Rückseite

Selektive Optimierung mit Kompensation: Menschen wählen Ziele (Selektion), optimieren Ressourcen für deren Erreichung (Optimierung) und kompensieren Verluste durch alternative Strategien (Kompensation).

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Was versteht man unter der Sozioemotionalen Selektivitätstheorie nach Carstensen?

Rückseite

Bei begrenzter Zeitperspektive priorisieren ältere Menschen emotional bedeutungsvolle Ziele und soziale Partner, wodurch das soziale Netzwerk kleiner, aber emotional dichter wird.

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Wie unterscheiden sich fluide und kristalline Intelligenz im Alterungsverlauf?

Rückseite

Fluiden Intelligenz (neues Problemlösen, Verarbeitungsgeschwindigkeit) nimmt ab Mitte 20 stetig ab; kristalline Intelligenz (Wissen, Erfahrung) bleibt stabil oder steigt bis ins hohe Alter.

STANDARD

Was ist der Begriff 'Terminal Decline' in der Altersforschung?

Rückseite

Starker kognitiver und funktioneller Abbau in den letzten 3–5 Lebensjahren, unabhängig vom chronologischen Alter, oft als Vorbote des Todes verstanden.

STANDARD

Welche Rolle spielt die Verarbeitungsgeschwindigkeit nach Salthouse für kognitive Alterseffekte?

Rückseite

Verlangsamte Informationsverarbeitung erklärt einen großen Teil altersbedingter Defizite in Gedächtnis, Reasoning und fluiden Intelligenzaufgaben (Processing-Speed-Theorie).

STANDARD

Was beschreibt das HAROLD-Modell (Cabeza) zur Gehirnalterung?

Rückseite

Hemispheric Asymmetry Reduction in Older Adults: Ältere zeigen bilaterale präfrontale Aktivierung bei Gedächtnisaufgaben, jüngere eher lateralisierte – als Kompensation interpretiert.

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Was besagt die 'Use-it-or-lose-it'-Hypothese für kognitive Reserve?

Rückseite

Kontinuierliche kognitive Aktivität (Bildung, komplexe Berufe, Hobbys) baut Reserve auf, die klinische Symptome bei neuropathologischen Veränderungen verzögert.

STANDARD

Welche Gedächtnissysteme sind im Alter am stärksten betroffen?

Rückseite

Episodisches Gedächtnis (autobiografische Ereignisse) und Arbeitsgedächtnis zeigen deutliche Abnahmen; semantisches Gedächtnis und prozedurales Gedächtnis bleiben weitgehend erhalten.

STANDARD

Was versteht man unter 'Positivity Effect' im Alter?

Rückseite

Ältere Menschen erinnern und achten bevorzugt auf positive gegenüber negativen Informationen – ein motivational gesteuerter Aufmerksamkeits- und Gedächtnisbias.

STANDARD

Welche Persönlichkeitsmerkmale verändern sich laut Big Five im Alter typischerweise?

Rückseite

Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit nehmen zu; Neurotizismus nimmt ab; Extraversion und Offenheit sinken leicht – bekannt als 'Reifungseffekt'.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen primärer und sekundärer Kontrolle nach Heckhausen & Schulz?

Rückseite

Primäre Kontrolle: Umwelt aktiv verändern; sekundäre Kontrolle: eigenes Verhalten/Erwartungen an Umwelt anpassen – im Alter verschiebt sich Balance Richtung sekundärer Kontrolle.

STANDARD

Was besagt das Modell der Selektiven Optimierung mit Kompensation (SOK) für alltägliche Kompetenz?

Rückseite

Alltagskompetenz im Alter hängt nicht vom Fehlen von Defiziten ab, sondern von der Fähigkeit, Ziele selektiv zu fokussieren, Ressourcen zu optimieren und Verluste zu kompensieren.

STANDARD

Welche Schutzfaktoren fördern 'Successful Aging' nach Rowe und Kahn?

Rückseite

Geringe Krankheit/Behinderung, hohe kognitive/physische Funktionsfähigkeit, aktives soziales Engagement – alle drei Dimensionen müssen gemeinsam vorliegen.

STANDARD

Was beschreibt der Begriff 'Kognitive Reserve' (Stern)?

Rückseite

Individuelle Differenzen in der Verarbeitung von Hirnpathologie: Menschen mit höherer Reserve (Bildung, Komplexität) tolerieren mehr Pathologie vor klinischen Symptomen.

STANDARD

Wie wirkt sich körperliche Aktivität auf kognitive Alterungsprozesse aus?

Rückseite

Regelmäßiges aerobes Training verbessert exekutive Funktionen, erhöht hippocampales Volumen und BDNF-Spiegel, reduziert Demenzrisiko um ca. 30 %.

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