Geschichte Mittelalter – Hundertjähriger Krieg
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14 KartenWann und zwischen wem fand der Hundertjährige Krieg statt?
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1337 bis 1453 zwischen England und Frankreich um den französischen Thron und englische Besitzungen in Frankreich.
Welcher dynastische Auslöser führte zum Kriegsbeginn 1337?
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Karl IV. von Frankreich starb 1328 ohne männlichen Erben; Eduard III. von England beanspruchte als Enkel Philipps IV. den Thron, wurde aber zugunsten Philipps VI. übergangen.
In welche vier Hauptphasen unterteilt die Forschung den Konflikt?
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Édouardische Phase (1337–1360), Karolingische Phase (1369–1389), Lancastrische Phase (1415–1429), Endphase (1429–1453) mit französischem Sieg.
Warum gilt die Schlacht bei Crécy (1346) als Wendepunkt der Kriegsführung?
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Englische Langbogenschützen besiegten französische Ritterheere; der Sieg zeigte die Überlegenheit von Infanterie und Fernwaffen über den traditionellen Ritterkampf.
Welche politische Folge hatte die Schlacht von Poitiers (1356) für Frankreich?
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König Johann II. wurde gefangen genommen; der Friede von Brétigny (1360) zwang Frankreich zu großen Gebietsabtretungen und hohem Lösegeld.
Was regelte der Friede von Brétigny 1360?
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Eduard III. erhielt Aquitanien, Calais, Ponthieu als Vollbesitz; verzichtete im Gegenzug auf den französischen Thronanspruch – vorübergehend.
Wie wandelte Karl V. (der Weise) den Krieg ab 1369?
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Er vermeidet offene Schlachten, nutzt Guerillataktik und Belagerungen, gewinnt verlorene Gebiete zurück und stärkt die königliche Finanzverwaltung durch feste Steuern (Fouage).
Was entschied die Schlacht von Azincourt (1415) für Heinrich V. von England?
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Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit siegten englische Langbogenschützen; Heinrich V. wurde 1420 im Vertrag von Troyes als Thronfolger Frankreichs anerkannt.
Was besagte der Vertrag von Troyes (1420)?
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Heinrich V. heirate Katharina von Frankreich, regiere als Regent und folge Karl VI. nach; der Dauphin Karl wurde enterbt – England und Frankreich sollten vereint werden.
Welche Rolle spielte Jeanne d'Arc 1429–1431?
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Sie führte das französische Heer zur Belagerungsbrechung von Orléans, ermöglichte die Krönung Karls VII. in Reims und wandelte den Krieg zum nationalen Befreiungskampf.
Welche technische Neuerung entschied die Endphase ab 1430?
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Französische Feldartillerie (Kanonen) unter den Brüdern Bureau machte englische Burgen und Stellungen angreifbar, entschied Schlachten wie Formigny (1450) und Castillon (1453).
Warum markiert Castillon (1453) das Kriegsende?
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Französische Artillerie vernichtete das englische Entsatzheer; Bordeaux kapitulierte kurz darauf – England verlor alle Festlandbesitzungen außer Calais.
Wie veränderte der Krieg die innenpolitische Struktur Frankreichs?
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Karl VII. errichtete eine stehende Armee (Compagnies d'ordonnance), führte die permanente Taille (Steuer) ein und festigte die zentrale Königsgewalt gegen Feudalherren.
Welche Folgen hatte die Niederlage für England?
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Der Verlust der französischen Gebiete löste innere Machtkämpfe aus, die 1455 in die Rosenkriege zwischen York und Lancaster mündeten.