Geisteswissenschaften Psychologie – Motivation
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Wie definiert die Psychologie Motivation? · Was unterscheidet intrinsische…
Karten
14 KartenWie definiert die Psychologie Motivation?
Rückseite
Motivation ist der Prozess, der Verhalten initiiert, richtet, intensiviert und aufrechterhält – basierend auf Bedürfnissen, Erwartungen und Zielen.
Was unterscheidet intrinsische von extrinsischer Motivation?
Rückseite
Intrinsische Motivation entsteht aus der Tätigkeit selbst (Interesse, Freude), extrinsische durch externe Anreize wie Belohnungen, Noten oder soziale Anerkennung.
Welche fünf Stufen umfasst Maslows Bedürfnispyramide von unten nach oben?
Rückseite
Physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Individualbedürfnisse (Wertschätzung), Selbstverwirklichung – Defizitbedürfnisse müssen vor Wachstumsbedürfnissen befriedigt sein.
Nenne die drei Grundbedürfnisse der Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan.
Rückseite
Autonomie (Selbstbestimmung), Kompetenz (Wirksamkeitserleben) und soziale Eingebundenheit (Relatedness) – ihre Befriedigung fördert intrinsische Motivation und Wohlbefinden.
Was besagt die Erwartungswert-Theorie der Motivation?
Rückseite
Motivation = Erwartung (Subjektive Wahrscheinlichkeit des Erfolgs) × Wert (Attraktivität des Ergebnisses) – fehlt eine Komponente, sinkt die Motivation auf null.
Welche Bedingungen müssen Ziele laut Zielsetzungstheorie (Locke & Latham) erfüllen, um motivierend zu wirken?
Rückseite
Ziele müssen spezifisch, herausfordernd, aber erreichbar, akzeptiert und mit Feedback gekoppelt sein – vage "Do-your-best"-Ziele wirken schwächer.
Unterscheide nach Heckhausen und Gollwitzer die prädezisionale von der postdezionalen Phase.
Rückseite
Prädezional: Zielwahl durch Abwägen von Wunsch und Machbarkeit. Postdezional: Zielverfolgung durch Planen und Handeln – Volition überbrückt die Intention-Behavior-Lücke.
Welche drei Dimensionsen nutzt Weiner in der Attributionstheorie zur Erklärung von Erfolg und Misserfolg?
Rückseite
Locus (intern vs. extern), Stabilität (stabil vs. variabel) und Kontrollierbarkeit (beeinflussbar vs. nicht beeinflussbar) – prägen Folgeerwartungen und Emotionen.
Wann entsteht nach Csikszentmihalyi der Flow-Zustand?
Rückseite
Bei hoher Herausforderung bei gleichzeitig hohem Können, klaren Zielen, unmittelbarem Feedback und Verschmelzen von Handlung und Bewusstsein – Zeitgefühl geht verloren.
Was versteht Bandura unter Selbstwirksamkeitserwartung?
Rückseite
Die subjektive Überzeugung, eine Handlung erfolgreich ausführen zu können – gespeist aus eigenen Erfahrungen, Vicarious Learning, verbaler Überzeugung und physiologischen Signalen.
Welche zwei Motivkomponenten kombiniert das Erwartungswert-Modell der Leistungsmotivation (Atkinson)?
Rückseite
Hoffnung auf Erfolg (Motiv × Erwartung × Anreiz) und Furcht vor Misserfolg – das resultierende Ergebnis bestimmt Annäherungs- oder Vermeidungsverhalten.
Wie erklärt die Rubikon-Theorie den Übergang vom Wollen zum Tun?
Rückseite
Der "Rubikon" ist die Entscheidungsschwelle: Vorher dominiert deliberatives Abwägen (Mindset), danach implementales Planen und Handeln – Volition schützt die Intention vor Störungen.
Nenne drei Formen von Motivkonflikten nach Lewin.
Rückseite
Approach-Approach (zwei positive Ziele), Avoidance-Avoidance (zwei negative Alternativen), Approach-Avoidance (ein Ziel mit positiven und negativen Aspekten).
Welche Methoden nutzen Psychologen zur Messung impliziter Motive?
Rückseite
Thematischer Apperzeptionstest (TAT) oder Picture Story Exercise – projektive Verfahren, bei denen Geschichten zu Bildern Aufschluss über unbewusste Motive (Leistung, Macht, Anschluss) geben.