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Geisteswissenschaften Sozialpsychologie – Soziale Einflüsse

15 KartenGeisteswissenschaftenatrio21.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was unterscheidet normativen von informationalem sozialem Einfluss? · Welc…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was unterscheidet normativen von informationalem sozialem Einfluss?

Rückseite

Normativer Einfluss dient der sozialen Akzeptanz (Gruppenzwang), informationaler der Richtigkeitsgewissheit bei Ambiguität (Informationsquelle).

STANDARD

Welches Phänomen untersuchte Solomon Asch in seinen Linienurteil-Experimenten?

Rückseite

Konformität: Probanden passten ihre offensichtlich falschen Urteile der Mehrheitsmeinung an, obwohl die richtige Antwort evident war.

STANDARD

Wie hoch war die Konformitätsrate in Aschs Standardversion mit einer einstimmigen Falschmehrheit?

Rückseite

Etwa 37 % der kritischen Versuche endeten in Konformität; 75 % der Probanden konformierten sich mindestens einmal.

STANDARD

Was zeigt die Autokinese-Studie von Muzafer Sherif über soziale Normenbildung?

Rückseite

In mehrdeutigen Situationen entwickeln Gruppen gemeinsame Referenzrahmen (Normen), die individuell internalisiert und weitergegeben werden.

STANDARD

Welche drei Faktoren erhöhen die Konformität nach Asch am stärksten?

Rückseite

Gruppengröße (bis 3-4), Einstimmigkeit der Mehrheit, öffentliche (nicht private) Antwortabgabe.

STANDARD

Was ist der Kernmechanismus der Foot-in-the-door-Technik?

Rückseite

Eine kleine initiale Bitte erhöht die Zustimmung zu einer größeren Folgebitte durch Selbstwahrnehmungskonsistenz ('Ich bin hilfsbereit').

STANDARD

Wie funktioniert die Door-in-the-face-Strategie und warum wirkt sie?

Rückseite

Eine extreme Erstbitte wird abgelehnt, die nachfolgende moderate Bitte wirkt dann als Konzession – Reziprozitätsnorm löst Zustimmung aus.

STANDARD

Was kennzeichnet die Low-ball-Technik im Unterschied zu Foot-in-the-door?

Rückseite

Zuerst wird eine attraktive Offerte gemacht, nach Zusage werden Kosten hinzugefügt; die Zusage bleibt durch Commitment bestehen.

STANDARD

Welches zentrale Ergebnis lieferte Stanley Milgrams Gehorsamsexperiment?

Rückseite

65 % der Probanden verabreichten bis zu 450 Volt, obwohl der 'Lernende' Schmerzen signalisierte – Gehorsam gegenüber Autorität überwiegt moralische Bedenken.

STANDARD

Nenne drei Situationsfaktoren, die den Gehorsam in Milgrams Variationen signifikant senkten.

Rückseite

Nähe zum Opfer, physische Abwesenheit des Experimentators, Vorhandensein eines widerspenstigen Modells (Verbündeter).

STANDARD

Wie erklärt Serge Moscovici Minderheitenbeeinflussung im Gegensatz zur Mehrheitskonformität?

Rückseite

Konsistente, selbstsichere Minderheiten erzeugen kognitive Konflikte, die zu latenter Einstellungsänderung (Konversion) statt öffentlicher Konformität führen.

STANDARD

Was versteht man unter Gruppendenken (Groupthink) nach Irving Janis?

Rückseite

Ein Entscheidungsfehler kohäsiver Gruppen, bei dem Konsensstreben realistische Alternativprüfung verdrängt – Symptome: Illusion der Unverletzlichkeit, Stereotypisierung Außengruppen.

STANDARD

Wodurch entsteht soziale Faulheit (Social Loafing) und wie lässt sie sich reduzieren?

Rückseite

Individuelle Leistungsbeiträge sind in Gruppen nicht identifizierbar; Reduktion durch individuelle Evaluierbarkeit, kleine Gruppen, hohe Aufgabenbedeutung.

STANDARD

Was beschreibt das Konzept der pluralistischen Ignoranz?

Rückseite

Mehrheit lehnt eine Norm privat ab, hält aber fälschlich andere für Befürworter – resultiert in öffentlicher Befolgung trotz privater Ablehnung.

STANDARD

Unterscheide injunktive von deskriptiven Normen anhand eines Beispiels.

Rückseite

Injunktiv: 'Man sollte Müll trennen' (Billigung). Deskriptiv: 'Die meisten trennen Müll' (Verbreitung). Beide steuern Verhalten unabhängig.

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