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Rechtswissenschaft Strafrecht AT – Schuld und Schuldfähigkeit

15 KartenRechtswissenschaftatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter dem Schuldbegriff im Strafrecht? · Welche drei Element…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man unter dem Schuldbegriff im Strafrecht?

Rückseite

Schuld ist der persönliche Vorwurf, der Täter handelt vorsätzlich oder fahrlässig, war schuldfähig und ohne Entschuldigungsgrund.

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Welche drei Elemente umfasst die Schuldprüfung?

Rückseite

Vorsatz oder Fahrlässigkeit, Schuldfähigkeit des Täters zum Tatzeitpunkt, Fehlen von Entschuldigungsgründen.

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Was regelt § 20 StGB?

Rückseite

Schuldunfähigkeit: Wer bei Begehung der Tat wegen krankhafter seelischer Störung, tiefgreifender Bewusstseinsstörung oder Schwachsinns unfähig ist, das Unrecht einzusehen oder danach zu handeln, handelt schuldlos.

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Was regelt § 21 StGB?

Rückseite

Verminderte Schuldfähigkeit: Die Fähigkeit, das Unrecht einzusehen oder danach zu handeln, war durch einen der in § 20 genannten Gründe erheblich gemindert – Strafmilderung möglich.

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Wann liegt Schuldunfähigkeit wegen krankhafter seelischer Störung vor?

Rückseite

Bei krankhafter, nicht nur vorübergehender Störung der seelischen Tätigkeit (z. B. Schizophrenie, schwere Depression), die die Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit vollständig aufhebt.

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Was ist der Unterschied zwischen § 20 und § 21 StGB?

Rückseite

§ 20: vollständige Aufhebung der Schuldfähigkeit → straflos. § 21: erhebliche, aber nicht vollständige Beeinträchtigung → Strafrahmenverschiebung nach § 49 Abs. 1 StGB.

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Wie wird die Schuldfähigkeit im Prüfungsschema geprüft?

Rückseite

Zuerst biologische Reife (Mindestalter 14 Jahre), dann pathologische Störung (§ 20/21 StGB), danach Ausschluss der Schuldunfähigkeit durch freiwillige Herbeiführung (§ 323a StGB analog).

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Was versteht man unter Vorsatz im Strafrecht?

Rückseite

Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung: Der Täter hält die Verwirklichung für möglich (Wissenselement) und will sie herbeiführen (Willenselement).

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Welche Vorsatzformen unterscheidet die Rechtsprechung?

Rückseite

Dolus directus 1. Grades (Zielvorsatz), dolus directus 2. Grades (sicherer Wissensvorsatz), dolus eventualis (Eventualvorsatz).

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Was ist dolus directus 1. Grades?

Rückseite

Der Täter zielt direkt auf die Verwirklichung des Tatbestands ab – es ist sein bewusster Wille, den Erfolg herbeizuführen.

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Was ist dolus eventualis?

Rückseite

Der Täter hält die Tatbestandsverwirklichung für möglich und nimmt sie billigend in Kauf, ohne direkt darauf hinzuarbeiten.

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Was versteht man unter Fahrlässigkeit?

Rückseite

Der Täter verletzt die im Verkehr erforderliche Sorgfalt, indem er die Folgen nicht vorher sieht, obwohl er sie hätte vorhersehen können und müssen.

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Welche Fahrlässigkeitsformen unterscheidet man?

Rückseite

Einfache Fahrlässigkeit (Sorgfaltspflichtverletzung), grobe Fahrlässigkeit (besonders schwere Verletzung, Unvorhersehbarkeit für jedermann), bewusste Fahrlässigkeit (Täter vertraut darauf, dass Erfolg ausbleibt).

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Was sind Entschuldigungsgründe im Schuldrecht?

Rückseite

Umstände, die zwar Unrecht und Schuld dem Grunde nach vorliegen lassen, den Täter aber persönlich nicht vorwerfbar machen (z. B. unvermeidbarer Verbotsirrtum, übergesetzlicher Notstand).

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Nenne Beispiele für Entschuldigungsgründe.

Rückseite

Unvermeidbarer Verbotsirrtum (§ 17 StGB), übergesetzlicher Notstand, unüberwindbarer Irrtum über Entschuldigungsgründe, hypnotischer Zwang, pathologische Affektsteigerung.

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