Ingenieurwissenschaften Umwelttechnik – Kreislaufwirtschaft
Karteikarten zum Thema „Ingenieurwissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Kreislaufwirtschaft im ingenieurwissenschaftliche…
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15 KartenWas versteht man unter Kreislaufwirtschaft im ingenieurwissenschaftlichen Sinne?
Rückseite
Ein regeneratives System, das Ressourceneinsatz, Abfallentstehung und Emissionen durch langlebige Produkte, Reparatur, Wiederverwendung und Recycling minimiert und Stoffkreisläufe schließt.
Nenne die fünf Stufen der Abfallhierarchie nach KrWG/EU-Richtlinie in absteigender Priorität.
Rückseite
Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung (z. B. energetische), Beseitigung – rechtlich bindende Rangfolge für Abfallentscheidungen.
Worin unterscheidet sich die lineare von der zirkulären Wirtschaftsführung?
Rückseite
Lineare Wirtschaft folgt 'Take-Make-Waste', entnimmt Rohstoffe und deponiert Abfälle; zirkulär hält Produkte, Komponenten und Materialien auf höchstem Wertniveau im Kreislauf.
Was ist das Ziel des Stoffstrommanagements in der Umwelttechnik?
Rückseite
Quantitative Erfassung, Bewertung und Steuerung von Stoff- und Energieströmen in anthroopen Systemen zur Optimierung der Ressourceneffizienz und Reduktion Umweltbelastung.
Wie berechnet sich die Recyclingquote gegenüber der Verwertungsquote?
Rückseite
Recyclingquote: stofflich verwertete Masse / anfallende Abfallmasse; Verwertungsquote umfasst zusätzlich energetische Verwertung – Recyclingquote ist strengerer Indikator für Stoffkreislauf.
Was beschreibt das Konzept Urban Mining?
Rückseite
Die Betrachtung von Siedlungen, Infrastruktur und Deponien als anthropogene Rohstofflagerstätten, deren Metalle und Mineralien durch gezielte Rückgewinnung sekundär nutzbar gemacht werden.
Was regelt das Prinzip der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR)?
Rückseite
Hersteller tragen finanzielle und/oder organisatorische Verantwortung für das End-of-Life-Management ihrer Produkte – Anreiz für design for recycling und Rücknahmesysteme.
Worin besteht der Kern des Cradle-to-Cradle-Designprinzips?
Rückseite
Produkte werden so gestaltet, dass alle Materialien entweder als biologische Nährstoffe kompostierbar oder als technische Nährstoffe verlustfrei in industrielle Kreisläufe zurückführbar sind.
Unterscheide Downcycling und Upcycling anhand eines Beispiels.
Rückseite
Downcycling: PET-Flaschen zu Polyesterfasern (Qualitätsverlust); Upcycling: Altholz zu hochwertigen Möbeln (Wertsteigerung) – beide halten Material im Kreislauf, aber mit unterschiedlicher Wertentwicklung.
Welche Hauptziele verfolgt das EU-Kreislaufwirtschaftspaket (2018/2020)?
Rückseite
Erhöhung Recyclingquoten (Gemeinschaftsziele 2030: 65 % Siedlungsabfall, 70 % Verpackungen), Deponiereduktion auf <10 %, Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung, Ökodesign-Richtlinie.
Welche Frage beantwortet eine Lebenszyklusanalyse (LCA) im Kontext der Kreislaufwirtschaft?
Rückseite
Welche Umweltwirkungen (Klimawandel, Ressourcenverbrauch, Toxizität) entstehen über den gesamten Lebensweg eines Produkts – von Rohstoffgewinnung bis Entsorgung/Recycling?
Nenne drei Design-for-Recycling-Prinzipien für kunststoffreiche Produkte.
Rückseite
Monopolymer-Design statt Mehrschichtverbunde, lösbare Verbindungen (Schrauben statt Kleben), Vermeidung problematischer Additive (z. B. Flammschutzmittel) – ermöglichen sortenreine Recyclingfraktionen.
Was sind kritische Rohstoffe und warum sind sie für die Kreislaufwirtschaft relevant?
Rückseite
Rohstoffe mit hoher Versorgungsrisiko und wirtschaftlicher Bedeutung (z. B. Seltene Erden, Kobalt, Lithium) – Kreislaufwirtschaft sichert Versorgung durch Recycling und Substitution.
Wie unterstützt Industrie 4.0 die Umsetzung zirkulärer Geschäftsmodelle?
Rückseite
Sensorik, digitale Produktpässe und Blockchain ermöglichen Echtzeit-Tracking von Zustand, Lage und Materialzusammensetzung – Voraussetzung für Predictive Maintenance, Remanufacturing und effizientes Recycling.
Was beschreibt der Rebound-Effekt in der Kreislaufwirtschaft?
Rückseite
Effizienzgewinne (z. B. durch Recycling) senken Preise oder steigern Verfügbarkeit, was Gesamtverbrauch erhöht – zirkuläre Maßnahmen müssen absolute Ressourcenreduktion messen, nicht nur relative Quoten.