Geisteswissenschaften Psychologie – Diagnostik und Psychotherapie
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13 KartenWas versteht man unter psychologischer Diagnostik?
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Psychologische Diagnostik ist die systematische Erhebung und Auswertung von Merkmalen zur Beschreibung, Klassifikation und Vorhersage psychischer Eigenschaften und Störungen.
Welche beiden Klassifikationssysteme psychischer Störungen sind international führend?
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Die führenden Systeme sind die ICD-11 der WHO und das DSM-5 der American Psychiatric Association, beide nutzen deskriptive Diagnosekriterien.
Was unterscheiden Reliabilität und Validität eines Testverfahrens?
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Reliabilität bezeichnet die Messgenauigkeit (Wiederholbarkeit), Validität die Messrichtigkeit (ob der Test misst, was er messen soll).
Nenne drei gängige standardisierte Testverfahren der Psychologie.
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Beispiele sind der HAWIE-IV (Intelligenz), der NEO-PI-R (Persönlichkeit, Big Five) und der BDI-II (Depressionsschwere).
Welche Formen des klinischen Interviews gibt es?
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Man unterscheidet strukturierte (z. B. SCID), halbstrukturierte und unstrukturierte Interviews, die sich in Standardisierungsgrad und Flexibilität unterscheiden.
Was ist das Ziel der Verhaltensbeobachtung in der Diagnostik?
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Sie erfasst offenes Verhalten in natürlichen oder standardisierten Situationen, um Frequenz, Dauer und Topografie von Zielverhalten zu quantifizieren.
Wie wird Psychotherapie definiert?
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Psychotherapie ist die gezielte Behandlung psychischer Störungen durch psychologische Methoden, basierend auf einer therapeutischen Beziehung und wissenschaftlich fundierten Verfahren.
Was sind die Kernprinzipien der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT)?
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KVT zielt auf Veränderung dysfunktionaler Kognitionen und Verhaltensweisen durch kognitive Umstrukturierung, Verhaltensexperimente und Kompetenztraining ab.
Welche zentralen Konzepte kennzeichnen die psychodynamische Therapie?
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Unbewusste Konflikte, Übertragung, Gegenübertragung, Abwehrmechanismen und die Bearbeitung früher Beziehungserfahrungen stehen im Fokus.
Was versteht man unter klientenzentrierter Gesprächstherapie nach Rogers?
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Sie basiert auf bedingungsloser positiver Wertschätzung, Empathie und Kongruenz des Therapeuten, um Selbstaktualisierung des Klienten zu fördern.
Wann ist eine Psychotherapie indiziert und wann kontraindiziert?
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Indiziert bei klinisch signifikanten Störungen mit Leidensdruck; kontraindiziert bei akuter Suizidalität ohne Sicherheitsnetz, schwerer kognitiver Beeinträchtigung oder fehlender Motivation.
Welche ethischen Grundsätze gelten für Psychotherapeuten?
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Verschwiegenheitspflicht, informierte Einwilligung, Wohlwahren (Benefizienz), Schadensvermeidung (Nonmalefizienz), Autonomieerhalt und gerechte Zugangsgewährung.
Wie wird der Erfolg einer Psychotherapie evaluiert?
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Mittels standardisierter Symptomskalen (z. B. SCL-90-R), Remissionskriterien, Reliable Change Index und Follow-up-Messungen zur Stabilität der Verbesserung.