Rechtswissenschaft Sachenrecht – Eigentumserwerb an Grundstücken
Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Welche drei Akte sind für den Eigentumserwerb an einem Grundstück erforderlic…
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15 KartenWelche drei Akte sind für den Eigentumserwerb an einem Grundstück erforderlich?
Rückseite
Einigung (Kaufvertrag), Auflassung (§ 925 BGB) und Eintragung ins Grundbuch (§ 873 BGB).
Was versteht man unter Auflassung im Sachenrecht?
Rückseite
Die vor dem Grundbuchamt abzugebende Erklärung, mit der sich Eigentümer und Erwerber über den Eigentumsübergang einigen (§ 925 BGB).
Wann entsteht das Eigentum am Grundstück bei der Auflassung?
Rückseite
Mit der Eintragung des Erwerbers als Eigentümer im Grundbuch, nicht bereits mit der Auflassungserklärung.
Was ist der Unterschied zwischen Einigung und Auflassung?
Rückseite
Einigung ist der schuldrechtliche Vertrag (§ 433 BGB), Auflassung die dingliche Einigung vor dem Grundbuchamt (§ 925 BGB).
Welche Formvorschrift gilt für die Auflassung?
Rückseite
Die Auflassung muss vor dem Grundbuchamt erklärt werden (§ 925 S. 1 BGB), notarielle Beurkundung des Kaufvertrags genügt nicht.
Was bewirkt die Eintragung im Grundbuch?
Rückseite
Sie vollzieht den Eigentumsübergang und begründet das neue Eigentum (§ 873 BGB); ohne Eintragung kein Eigentumserwerb.
Was versteht man unter gutgläubigem Erwerb vom Nichtberechtigten bei Grundstücken?
Rückseite
Erwerb des Eigentums durch Eintragung im Vertrauen auf die Richtigkeit des Grundbuchs, obwohl der Veräußerer nicht Eigentümer war (§ 892 BGB).
Welche Voraussetzungen müssen für den gutgläubigen Erwerb nach § 892 BGB vorliegen?
Rückseite
Eintragung des Erwerbers, Rechtsschein durch Grundbuch, Gutgläubigkeit (Unkenntnis der Unrichtigkeit), keine grobe Fahrlässigkeit.
Wann ist der Erwerber nach § 892 BGB nicht mehr gutgläubig?
Rückseite
Bei Kenntnis der Unrichtigkeit des Grundbuchs oder grober Fahrlässigkeit (z. B. bei offenkundigen Widersprüchen).
Was ist ein Erbbaurecht und wie wird es erworben?
Rückseite
Ein grundstücksgleiches Recht zur Bebauung fremden Grundstücks; Erwerb durch Einigung, Auflassung und Eintragung als Erbbaurecht (§ 3 ErbbauRG).
Welche Rolle spielt das Grundbuch bei der Publizität des Grundstückseigentums?
Rückseite
Es vermittelt öffentlichen Glauben (§ 891 BGB): Eintragungen gelten als richtig, bis das Gegenteil bewiesen ist.
Was ist der Unterschied zwischen Voreintragung und Eigentumsumschreibung?
Rückseite
Voreintragung sichert den Rang (§ 883 BGB), Eigentumsumschreibung vollzieht den Übergang (§ 873 BGB).
Wann erlischt das Eigentum am Grundstück?
Rückseite
Durch Übertragung auf einen anderen (Einigung, Auflassung, Eintragung) oder Aufgabe (§ 928 BGB), nicht durch bloßen Zeitablauf.
Was besagt der Grundsatz der Typenzwang im Sachenrecht für Grundstücke?
Rückseite
Eigentum und beschränkte dingliche Rechte (Grunddienstbarkeiten, Reallasten, Hypotheken, Erbbaurechte) sind abschließend im Gesetz geregelt.
Wie wird das Eigentum an einem Grundstück bei Erbfall erworben?
Rückseite
Durch Universalsukzession (§ 1922 BGB) geht das Eigentum mit dem Erbfall über; Eintragung im Grundbuch ist konstitutiv für Dritte, nicht für den Erben.