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Medizin Pharmakologie – Pharmakodynamik und Rezeptortheorie

15 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was beschreibt die Pharmakodynamik im Gegensatz zur Pharmakokinetik? · Wie definiert man…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was beschreibt die Pharmakodynamik im Gegensatz zur Pharmakokinetik?

Rückseite

Pharmakodynamik beschreibt die Wirkung des Arzneistoffs auf den Organismus (Was macht das Medikament?), Pharmakokinetik den Verbleib im Körper (Was macht der Körper mit dem Medikament?).

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Wie definiert man einen Agonisten in der Rezeptortheorie?

Rückseite

Ein Agonist bindet an den Rezeptor und löst eine biologische Antwort aus – er besitzt Affinität und intrinsische Aktivität (Effizienz > 0).

STANDARD

Was unterscheidet einen partiellen Agonisten von einem Vollagonisten?

Rückseite

Ein partieller Agonist hat geringere intrinsische Aktivität: Er erreicht auch bei Sättigung aller Rezeptoren nur eine submaximale Effectstärke (Emax < Vollagonist).

STANDARD

Welche Eigenschaft kennzeichnet einen kompetitiven Antagonisten?

Rückseite

Er bindet reversibel am selben Ort wie der Agonist, verdrängt diesen und verschiebt die Dosis-Wirkungs-Kurve nach rechts – Emax bleibt erreichbar.

STANDARD

Was bewirkt ein nicht-kompetitiver Antagonist an der Dosis-Wirkungs-Kurve?

Rückseite

Er senkt die maximale Effektstärke (Emax) irreversibel oder allosterisch, ohne die Agonistenbindung direkt zu blockieren – Kurve wird nach unten gedrückt.

STANDARD

Was bedeutet der Begriff "Affinität" bei Rezeptor-Liganden-Interaktionen?

Rückseite

Affinität ist die Stärke der Bindung zwischen Ligand und Rezeptor, quantifiziert als Dissociationskonstante KD (Konzentration bei 50 % Rezeptorbesetzung).

STANDARD

Was beschreibt die Potenz (EC50) eines Agonisten?

Rückseite

EC50 ist die Konzentration, die 50 % der maximalen Wirkung (Emax) hervorruft – Maß für Potenz, nicht für Effizienz.

STANDARD

Wie unterscheidet sich Effizienz (Emax) von Potenz (EC50)?

Rückseite

Emax gibt die maximal erreichbare Wirkung an (intrinsische Aktivität), EC50 die Konzentration für halbe Maximaleffektstärke – zwei unabhängige Parameter.

STANDARD

Was versteht man unter therapeutischer Breite?

Rückseite

Quotient aus TD50 (toxische Dosis bei 50 %) und ED50 (effektive Dosis bei 50 %) – je größer, desto sicherer das Arzneimittel.

STANDARD

Welche vier Haupttypen von Signaltransduktion unterscheiden sich nach Rezeptorlokalisation und -mechanismus?

Rückseite

1. Ionenkanal-Rezeptoren (schnell), 2. G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (sekundäre Botenstoffe), 3. Enzymgekoppelte Rezeptoren (Tyrosinkinasen), 4. Intrazelluläre Rezeptoren (Genexpression).

STANDARD

Was ist ein inverser Agonist und wie wirkt er?

Rückseite

Er bindet an konstitutiv aktive Rezeptoren und reduziert die Basalaktivität unter das physiologische Niveau – negative intrinsische Aktivität.

STANDARD

Wie wirkt ein allosterischer Modulator im Unterschied zum orthosteren Liganden?

Rückseite

Er bindet an einer anderen Stelle, verändert Konformation und Affinität/Wirkung des orthosteren Liganden – kann verstärkend (PAM) oder hemmend (NAM) sein.

STANDARD

Was beschreibt das Konzept der "Spare Rezeptoren" (Rezeptorreserve)?

Rückseite

Maximale Wirkung wird bereits bei < 100 % Rezeptorbesetzung erreicht – EC50 liegt links von KD, was Signalverstärkung und hohe Empfindlichkeit ermöglicht.

STANDARD

Welche klinische Bedeutung hat Desensibilisierung (Tachyphylaxie)?

Rückseite

Wirkungsabfall bei wiederholter Gabe durch Rezeptor-Downregulation, Phosphorylierung oder Internalisierung – Dosisanpassung oder Therapiepause nötig.

STANDARD

Wie definiert man Quantalität in der Dosis-Wirkungs-Beziehung?

Rückseite

Quantale Dosis-Wirkungs-Kurven erfassen All-oder-Nichts-Effekte in Populationen (ED50, TD50, LD50) – Basis für therapeutischen Index.

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