Medizin Neurologie Psychiatrie – Schizophrenie
Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Wie definiert die ICD-11 Schizophrenie? · Welche Positivsymptome sind leitend für die Di…
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14 KartenWie definiert die ICD-11 Schizophrenie?
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Die ICD-11 definiert Schizophrenie als psychotische Störung mit anhaltenden positiven, negativen und kognitiven Symptomen über mindestens einen Monat.
Welche Positivsymptome sind leitend für die Diagnose?
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Leitende Positivsymptome sind Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Ich-Störungen und formale Denkstörungen, die mindestens einen Monat andauern.
Welche Negativsymptome kennzeichnen die Schizophrenie?
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Typische Negativsymptome sind Affektverflachung, Antriebsmangel, Spracharmut, soziale Rückzugstendenz und Anhedonie, die oft vor Psychosebeginn auftreten.
Welche kognitiven Defizite treten bei Schizophrenie auf?
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Betroffen sind Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen, Verarbeitungsgeschwindigkeit und soziale Kognition, was die Alltagsfunktion stark einschränkt.
Wie hoch ist die Lebenszeitprävalenz der Schizophrenie?
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Die Lebenszeitprävalenz liegt bei etwa 0,3 bis 0,7 Prozent der Bevölkerung, mit Erstmanifestation typischerweise im frühen Erwachsenenalter.
Was besagt die Dopaminhypothese zur Schizophrenie?
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Die Hypothese postulatiert eine hyperdopaminerge Transmission im mesolimbischen System (Positivsymptome) und hypodopaminerge Transmission im mesokortikalen System (Negativsymptome).
Welche genetischen Risikofaktoren bestehen für Schizophrenie?
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Heritabilität beträgt ca. 80 Prozent; Risikogene betreffen Neurotransmission, synaptische Plastizität und Immunsystem, jedoch kein einzelnes Gen determinierend.
Welche Differentialdiagnosen sind bei Psychose abzugrenzen?
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Wichtige Differentialdiagnosen: affektive Psychosen, schizoaffektive Störung, substanzinduzierte Psychose, organische Psychosen, Persönlichkeitsstörungen und autistische Spektrumsstörungen.
Welche Antipsychotika sind First-Line bei akuter Schizophrenie?
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Atypische Antipsychotika wie Olanzapin, Risperidon, Quetiapin oder Aripiprazol werden wegen besserer Verträglichkeit gegenüber Typischen First-Line eingesetzt.
Wie lange sollte die Erhaltungstherapie nach Erstepisode dauern?
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Leitlinien empfehlen nach Erstepisode mindestens ein bis zwei Jahre Erhaltungstherapie, bei Rezidiven lebenslange Prophylaxe.
Welche psychosozialen Interventionen verbessern den Outcome?
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Kognitive Verhaltenstherapie, Familientherapie, soziales Kompetenztraining und Supported Employment reduzieren Rezidive und verbessern Funktionsniveau signifikant.
Welche metabolischen Nebenwirkungen erfordern Monitoring unter Antipsychotika?
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Regelmäßige Kontrolle von Gewicht, Taillenumfang, Blutzucker, Lipidprofil und Prolaktin ist essenziell, da atypische Antipsychotika metabolisches Syndrom begünstigen.
Was bedeutet ‚Treatment-Resistant Schizophrenie‘ (TRS)?
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TRS liegt vor, wenn zwei adäquate Antipsychotika-Versuche über je sechs Wochen bei ausreichender Dosierung nicht ansprechen – dann Clozapin-Indikation.
Wie wirkt sich Clozapin auf die Mortalität bei Schizophrenie aus?
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Clozapin senkt die Gesamtmortalität und Suizidrate bei therapieresistenter Schizophrenie signifikant, erfordert aber wöchentliches Blutbildmonitoring wegen Agranulozytose-Risiko.