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Rechtswissenschaft Erbrecht – Testament und Verfügungen

15 KartenRechtswissenschaftatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Welche Testamentsformen kennt das BGB? · Welche Formvorschriften gelten für d…

Karten

15 Karten
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Welche Testamentsformen kennt das BGB?

Rückseite

Das BGB kennt das eigenhändige Testament (§ 2247), das notarielle Testament (§ 2232) und das gemeinschaftliche Testament (§ 2265) für Ehegatten/Lebenspartner.

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Welche Formvorschriften gelten für das eigenhändige Testament?

Rückseite

Der Erblasser muss den gesamten Text handschriftlich verfassen, unterschreiben und Ort sowie Datum hinzufügen (§ 2247 BGB).

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Was ist ein notarielles Testament und wie wird es errichtet?

Rückseite

Der Erblasser erklärt seinen letzten Willen mündlich vor einem Notar oder übergibt eine geschriebene Erklärung; der Notar beurkundet dies (§ 2232 BGB).

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Was versteht man unter einem gemeinschaftlichen Testament?

Rückseite

Ehegatten oder Lebenspartner errichten ein Testament gemeinsam; ein Partner schreibt es handschriftlich, beide unterschreiben (§ 2265 BGB).

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Was ist der Unterschied zwischen Erbeinsetzung und Vermächtnis?

Rückseite

Der Erbe wird Rechtsnachfolger des gesamten Nachlasses (§ 1922), der Vermächtnisnehmer erwirbt nur einen schuldrechtlichen Anspruch auf einen Gegenstand (§ 1939).

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Wann liegt ein Erbvertrag vor und welche Form verlangt das Gesetz?

Rückseite

Ein Erbvertrag ist ein schuldrechtlicher Vertrag über die Erbfolge; er bedarf der notariellen Beurkundung mit gleichzeitiger Anwesenheit beider Teile (§ 2276 BGB).

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Wie kann ein Testament widerrufen werden?

Rückseite

Durch Errichtung eines neuen Testaments, durch Vernichtung der Urkunde mit Aufhebungswillen oder durch notarielle Erklärung (§ 2253, § 2255 BGB).

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Was bewirkt die Wiedereinsetzung eines früheren Testaments?

Rückseite

Wird ein späteres Testament wirksam widerruft, lebt das frühere Testament wieder auf, sofern nicht ein anderer Wille anzunehmen ist (§ 2258 BGB).

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Wer sind pflichtteilsberechtigte Personen?

Rückseite

Abkömmlinge, Eltern und der überlebende Ehegatte/Lebenspartner (§ 2303 BGB); entferntere Verwandte sind nicht pflichtteilsberechtigt.

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Wie hoch ist der Pflichtteil im Verhältnis zum gesetzlichen Erbteil?

Rückseite

Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils (§ 2303 Abs. 1 Satz 2 BGB).

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Wann kann der Pflichtteil entzogen werden?

Rückseite

Nur bei schweren Verfehlungen gegen den Erblasser (z. B. Versuch gegen das Leben, schwere Misshandlung), nicht bei bloßer Entfremdung (§ 2333 BGB).

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Was regelt das Berliner Testament klassischerweise?

Rückseite

Ehegatten setzen sich gegenseitig zu Alleinerben ein und bestimmen gemeinsame Abkömmlinge als Schlusserben nach dem Längstlebenden.

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Was ist die Trennungslösung beim Berliner Testament?

Rückseite

Der überlebende Ehegatte wird Vorerbe, die Kinder Nacherben; der Überlebende kann über den Nachlass nur eingeschränkt verfügen (§ 2113 BGB).

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Was versteht man unter Enterbung und wie wirkt sie?

Rückseite

Enterbung schließt einen gesetzlichen Erben von der Erbfolge aus; sie erfolgt durch Testament oder Erbvertrag, der Pflichtteil bleibt jedoch bestehen (§ 1938 BGB).

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Wann ist ein Testament formunwirksam und welche Folge tritt ein?

Rückseite

Bei Fehlen der gesetzlichen Form (z. B. maschinenschriftlich ohne Unterschrift) ist das Testament nichtig; die gesetzliche Erbfolge tritt ein (§ 2247, § 2232 BGB).

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