Biologie Verhaltensbiologie – Tierverhalten
Karteikarten zum Thema „Naturwissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was sind Tinbergens vier Fragen der Verhaltensbiologie? · Was versteht man u…
Karten
15 KartenWas sind Tinbergens vier Fragen der Verhaltensbiologie?
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Kausation (Mechanismus), Ontogenese (Entwicklung), Funktion (Adaptiver Wert), Phylogenese (Evolutionäre Geschichte).
Was versteht man unter einem angeborenen Verhalten (Instinkt)?
Rückseite
Verhalten, das ohne vorherige Erfahrung vollständig ausgebildet ist und genetisch determiniert abläuft.
Was ist ein fixer Aktionsmuster (Fixed Action Pattern)?
Rückseite
Stereotype, artspezifische Verhaltensfolge, die durch einen Schlüsselreiz ausgelöst wird und bis zum Ende abläuft.
Was ist der Unterschied zwischen Schlüsselreiz und Auslösemechanismus?
Rückseite
Schlüsselreiz ist der externe Auslöser; der angeborene Auslösemechanismus (IRM) ist die interne neuronale Schaltung, die ihn filtert und das FAP startet.
Was charakterisiert die Prägung (Imprinting) nach Lorenz?
Rückseite
Unumkehrbares Lernen in einer sensiblen Phase früh in der Entwicklung, artspezifisch und ohne offensichtliche Belohnung.
Wodurch unterscheidet sich klassische von operanter Konditionierung?
Rückseite
Klassisch: Reflex wird an neutralen Reiz gekoppelt (Pawlow). Operant: Verhalten wird durch Konsequenz (Belohnung/Strafe) verändert (Skinner).
Was besagt Hamiltons Regel zur Kinselektion?
Rückseite
Altruismus lohnt sich genetisch, wenn r × B > C gilt: Verwandtschaftsgrad × Nutzen für Empfänger > Kosten für Akteur.
Was ist der Unterschied zwischen gegenseitigem Altruismus und Kinselektion?
Rückseite
Gegenseitiger Altruismus basiert auf Reziprozität zwischen Nicht-Verwandten (Tit-for-Tat), Kinselektion auf genetischer Verwandtschaft.
Wie erklärt die Spieltheorie die Evolution stabiler Strategien (ESS)?
Rückseite
Eine Strategie ist evolutionär stabil, wenn sie gegen jede Mutantenstrategie resistent ist – keine Abweichung bringt höheren Fitnessgewinn.
Was versteht man unter Honest Signaling in der Tierkommunikation?
Rückseite
Signale, die zuverlässig Qualität oder Absicht anzeigen, da Täuschung zu kostspielig oder durch Kosten (Handicap-Prinzip) verhindert wird.
Welche Funktion hat territoriales Verhalten evolutionär?
Rückseite
Sichert exklusiven Zugang zu Ressourcen (Nahrung, Partner, Nistplätze) und erhöht so die individuelle Fortpflanzungserfolg.
Was unterscheidet monogame von polygynen Paarungssystemen?
Rückseite
Monogamie: ein Männchen, ein Weibchen pro Brutzeit. Polygynie: ein Männchen paart sich mit mehreren Weibchen, oft bei ungleicher Elterninvestition.
Was beschreibt das Ideal Free Distribution-Modell?
Rückseite
Tiere verteilen sich auf Habitatflecken so, dass die durchschnittliche Fitness pro Individuum in allen besetzten Flecken gleich ist.
Wie wirkt sich der Allee-Effekt auf kleine Populationen aus?
Rückseite
Bei niedriger Dichte sinkt die Fitness (z. B. Partnerfindung, Kooperation), was das Aussterberisiko überproportional erhöht.
Was ist der Unterschied zwischen Proximat- und Ultimatausursachen beim Verhalten?
Rückseite
Proximat: Wie funktioniert der Mechanismus jetzt? (Physiologie, Entwicklung). Ultima: Warum hat sich das Verhalten evolviert? (Fitnessvorteil, Selektion).