Medizin Pharmakologie – Chinolone und Aminoglykoside
Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Welches Enzym hemmen Chinolone bakterizid? · An welcher ribosomalen Untereinheit greifen…
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15 KartenWelches Enzym hemmen Chinolone bakterizid?
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Chinolone inhibieren die DNA-Gyrase (Topoisomerase II) und Topoisomerase IV, wodurch DNA-Replikation und -Transkription blockiert werden.
An welcher ribosomalen Untereinheit greifen Aminoglykoside an?
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Aminoglykoside binden irreversibel an die 30S-Untereinheit des bakteriellen Ribosoms und verursachen Fehllesen des mRNA-Codes.
Wie unterscheiden sich Chinolone der 1. und 4. Generation im Wirkungsspektrum?
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1. Generation (z. B. Nalidixsäure) wirkt nur gegen Gram-negative Stäbchen; 4. Generation (z. B. Moxifloxacin) deckt zusätzlich Anaerobier, Pneumokokken und Atypische ab.
Welcher Resistenzmechanismus ist bei Chinolonen am häufigsten?
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Punktmutationen im gyrA-Gen (DNA-Gyrase) und parC-Gen (Topoisomerase IV) verringern die Affinität des Antibiotikums zum Zielprotein.
Wie entsteht Resistenz gegen Aminoglykoside primär?
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Plasmidcodierte Acetyl-, Adenyl- und Phosphotransferasen modifizieren das Antibiotikum enzymatisch und verhindern die Ribosomenbindung.
Welche schwerwiegende Nebenwirkung ist typisch für Chinolone?
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Sehnenentzündungen bis hin zum Sehnenriss (besonders Achillessehne), begünstigt durch Kortison-Komedikation und hohes Alter.
Welche toxischen Hauptwirkungen zeigen Aminoglykoside dosisabhängig?
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Nephrotoxizität (tubuläre Nekrose) und Ototoxizität (vestibulär oder cochleär, oft irreversibel) sind die dose-limiting toxicities.
Warum sind Chinolone in der Schwangerschaft und Kindheit kontraindiziert?
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Tierversuche zeigten Gelenkknorpelschäden im Wachstum; daher verboten bei Schwangeren, Stillenden und Kindern unter 18 Jahren.
Bei welcher Vorerkrankung ist besondere Vorsicht bei Aminoglykosiden geboten?
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Bei vorbestehender Niereninsuffizienz oder gleichzeitiger Gabe nephrotoxischer Substanzen (z. B. Vancomycin, Diuretika) steigt das Nierenschädigungsrisiko stark an.
Für welche Erreger sind Chinolone der 2. Generation (z. B. Ciprofloxacin) First-Line?
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Pseudomonas aeruginosa, Enterobakterien, Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis – typisch für Harnwegs- und Atemwegsinfekte.
Wann werden Aminoglykoside heute noch systemisch eingesetzt?
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Bei schweren sepsisverdächtigen Infektionen durch multiresistente Gram-negative Erreger, oft in Kombination mit Beta-Lactamen zur Synergie.
Welche Synergie nutzen Chinolone mit Beta-Lactamen?
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Keine klassische Synergie; Chinolone werden eher als Monotherapie oder Sequentialtherapie eingesetzt, nicht primär zur Synergiebildung.
Wie unterscheidet sich die Pharmakokinetik: orale Bioverfügbarkeit von Chinolonen vs. Aminoglykosiden?
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Chinolone haben hohe orale Bioverfügbarkeit (>90 %), Aminoglykoside werden parenteral gegeben (orale Resorption <1 %).
Warum ist Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) bei Aminoglykosiden Standard?
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Schmales therapeutisches Fenster, große interindividuelle Clearance-Schwankungen und direkte Korrelation von Talspiegel mit Nephro-/Ototoxizität erfordern Spiegelkontrolle.
Welche Post-Antibiotika-Effekte zeigen beide Substanzklassen?
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Beide wirken konzentrationsabhängig mit langem Post-Antibiotika-Effekt (PAE), was einmal tägliche Gabe (Aminoglykoside) oder verlängerte Intervalle rechtfertigt.