Medizin Physiologie – Elektrokardiogramm Grundlagen
Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was misst ein Elektrokardiogramm (EKG)? · Welche drei Standardableitungen bilden das Ein…
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15 KartenWas misst ein Elektrokardiogramm (EKG)?
Rückseite
Das EKG misst die summierten elektrischen Potentialänderungen aller Herzmuskelzellen während der Depolarisation und Repolarisation über Körperoberflächen-Elektroden ab.
Welche drei Standardableitungen bilden das Einthoven-Dreieck?
Rückseite
Die Standardableitungen I (rechtser Arm–linker Arm), II (rechtser Arm–linkes Bein) und III (linker Arm–linkes Bein) spannen das Einthoven-Dreieck auf.
Wie lauten die einpoligen Extremitätenableitungen nach Goldberger?
Rückseite
aVR (rechter Arm), aVL (linker Arm) und aVF (linkes Bein) sind verstärkte einpolige Ableitungen mit indifferenter Wilson-Elektrode als Nullpunkt.
Welche Brustwandableitungen nach Wilson existieren und wo werden sie platziert?
Rückseite
V1 bis V6: V1/V2 4. ICS rechts/links sternal, V4 5. ICS mittellklavikulär, V3 zwischen V2/V4, V5/V6 horizontal auf V4-Niveau anterior-/mittellaxär.
Was stellt die P-Welle im EKG dar?
Rückseite
Die P-Welle entspricht der Depolarisation beider Vorhöfe, dauert maximal 110 ms und ist in Ableitung II positiv, in aVR negativ.
Welche physiologische Dauer hat das PR-Intervall?
Rückseite
Das PR-Intervall (Beginn P-Welle bis Beginn QRS-Komplex) dauert 120–200 ms und spiegelt die AV-Knoten-Leitzeit wider.
Was kennzeichnet den physiologischen QRS-Komplex?
Rückseite
Der QRS-Komplex (Ventrikeldepolarisation) ist schmal (< 120 ms), in I und V6 positiv, in aVR negativ und zeigt physiologisch qR- oder Rs-Muster.
Was repräsentiert die T-Welle und wie ist ihre Polartität?
Rückseite
Die T-Welle zeigt die Ventrikelrepolarisation, ist in I, II, V3–V6 positiv, in aVR negativ und kongruent zum QRS-Hauptspitz.
Wie wird die Herzfrequenz im Sinusrhythmus aus dem EKG berechnet?
Rückseite
HF = 300 / Anzahl großer Kästchen zwischen zwei R-Spitzen (bei 50 mm/s Papiergeschwindigkeit) oder 60 / RR-Intervall in Sekunden.
Welche Kriterien definieren einen Sinusrhythmus?
Rückseite
Regelmäßige P-Wellen vor jedem QRS, P in II positiv, PR 120–200 ms konstant, Frequenz 60–100/min, PQRS-T kongruent.
Was versteht man unter dem QT-Intervall und wie wird es korrigiert?
Rückseite
QT-Intervall: Beginn QRS bis Ende T-Welle. Korrigiert nach Bazett: QTc = QT / √RR (in Sekunden); normal < 440 ms (Männer), < 460 ms (Frauen).
Wann liegt ein ST-Hebungsinfarkt (STEMI) vor?
Rückseite
ST-Hebung ≥ 1 mm in zwei kontiguen Extremitätenableitungen oder ≥ 2 mm in zwei kontiguen Brustwandableitungen (V2–V3 bei Männern ≥ 2,5 mm).
Wie erkennt man einen Rechtschenkelblock im EKG?
Rückseite
QRS ≥ 120 ms, rsR'-Muster in V1/V2 (M-förmig), breite S-Welle in I/V6, sekundäre ST-T-Änderungen diskordant zum QRS-Hauptspitz.
Welche Achstypen unterscheidet man im hexaxialen Referenzsystem?
Rückseite
Normalachse –30° bis +90°, Linkstyp –30° bis –90°, Rechtstyp +90° bis +180°, Extremrechtstyp +180° bis –90° (nach Einthoven/Goldberger).
Was zeigt ein Linkslagemuster (S1Q3T3) im EKG an?
Rückseite
S-Welle in I, Q-Welle und T-Negativierung in III – unspezifisches Zeichen für Rechtsherzbelastung, z. B. bei Lungenembolie oder COPD.