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Rechtswissenschaft EU-Recht – Rechtsquellen und Institutionen

15 KartenRechtswissenschaftatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was gehört zum Primärrecht der EU? · Nenne die fünf Rechtsakte des Sekundärre…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was gehört zum Primärrecht der EU?

Rückseite

Die Verträge (EUV, AEUV), Protokolle, Anhänge sowie die Charta der Grundrechte – sie bilden die verfassungsrechtliche Grundlage der Union.

STANDARD

Nenne die fünf Rechtsakte des Sekundärrechts nach Art. 288 AEUV.

Rückseite

Verordnungen, Richtlinien, Beschlüsse, Empfehlungen und Stellungnahmen – nur die ersten drei sind rechtlich bindend.

STANDARD

Wodurch unterscheidet sich eine Verordnung von einer Richtlinie?

Rückseite

Verordnungen gelten unmittelbar in allen Mitgliedstaaten; Richtlinien binden nur das Ziel, die Umsetzung bleibt den Mitgliedstaaten überlassen.

STANDARD

Wann entfaltet eine Richtlinie unmittelbare Wirkung?

Rückseite

Bei versäumter oder fehlerhafter Umsetzungsfrist, wenn die Bestimmung unbedingt, hinreichend bestimmt und inhaltlich präzise ist (Vertikalwirkung).

STANDARD

Welche sieben Organe zählt Art. 13 EUV auf?

Rückseite

Europäisches Parlament, Europäischer Rat, Rat der EU, Europäische Kommission, Gerichtshof der EU, EZB, Europäischer Rechnungshof.

STANDARD

Welches Organ verfügt über das Initiativmonopol bei Gesetzgebung?

Rückseite

Die Europäische Kommission – sie allein kann Gesetzesvorschläge einbringen (Art. 17 EUV), Ausnahmen nur bei Verträgen.

STANDARD

Wie setzt sich der Rat der EU zusammen?

Rückseite

Je ein Minister pro Mitgliedstaat, zusammengesetzt nach Politikbereichen (z. B. ECOFIN, Agrar) – nicht zu verwechseln mit Europäischem Rat.

STANDARD

Was ist das ordentliche Gesetzgebungsverfahren (Art. 294 AEUV)?

Rückseite

Gemeinsame Beschlussfassung von Parlament und Rat auf Kommissionsvorschlag – Standardverfahren für die meisten Politikbereiche.

STANDARD

Wann gilt das Zustimmungsverfahren statt des ordentlichen Verfahrens?

Rückseite

Bei sensiblen Bereichen: Mitgliedschaft, Assoziierungsabkommen, Bürgerrechte, Diskriminierungsverbote, Finanzrahmen – Parlament stimmt nur zu/lehnt ab.

STANDARD

Was besagt der Grundsatz der Vorrangigkeit des Unionsrechts?

Rückseite

Unionsrecht geht vor nationalem Recht (auch Verfassungsrecht), soweit die Union zuständig ist – etabliert durch Rs. Costa/ENEL (1964).

STANDARD

Was versteht man unter unmittelbarer Geltung (Direktwirkung)?

Rückseite

Einzelne können Unionsrecht vor nationalen Gerichten geltend machen, wenn die Norm klar, bedingungslos und nicht umsetzungsbedürftig ist.

STANDARD

Welche Aufgabe hat der Europäische Rat?

Rückseite

Gibt die allgemeinen politischen Zielvorstellungen und Prioritäten vor – besteht aus Staats-/Regierungschefs, Präsident(in) und Kommissionspräsident(in).

STANDARD

Für was ist der Gerichtshof der EU (EuGH) primär zuständig?

Rückseite

Auslegung und Geltung des Unionsrechts, Vorabentscheidungsersuchen nationaler Gerichte (Art. 267 AEUV), Vertragsverletzungsverfahren.

STANDARD

Was regelt der Grundsatz der Subsidiarität (Art. 5 EUV)?

Rückseite

Die Union handelt nur, wenn Ziele auf nationaler Ebene nicht ausreichend verwirklicht werden können, auf Unionsebene aber besser gelingen.

STANDARD

Welche Kontrolle übt das Parlament über die Kommission aus?

Rückseite

Wahl der Kommissionspräsident(in), Billigung des Kollegiums, Misstrauensvotum (Zweidrittelmehrheit), Anhörungen, schriftliche/mündliche Anfragen.

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