Rechtswissenschaft BGB AT – Stellvertretung und Vollmacht
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15 KartenWas regelt § 164 Abs. 1 BGB?
Rückseite
§ 164 I BGB regelt die unmittelbare Stellvertretung: Der Vertreter handelt in fremdem Namen, die Willenserklärung wirkt unmittelbar für und gegen den Vertretenen.
Worin besteht der Unterschied zwischen Direkt- und Indirektvertretung?
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Bei der Direktvertretung (§ 164 I) handelt der Vertreter im fremden Namen; bei der Indirektvertretung (§ 164 II) im eigenen Namen, aber für fremde Rechnung.
Was ist eine Generalvollmacht?
Rückseite
Eine Generalvollmacht berechtigt den Bevollmächtigten zur Vornahme aller Rechtsgeschäfte, die der Vertretene selbst vornehmen könnte, also umfassende Vertretungsmacht.
Was versteht man unter einer Spezialvollmacht?
Rückseite
Eine Spezialvollmacht beschränkt die Vertretungsmacht auf ein bestimmtes einzelnes Rechtsgeschäft oder einen eng umgrenzten Geschäftskreis.
Welche Formvorschrift gilt für die Erteilung einer Vollmacht?
Rückseite
Die Vollmacht bedarf grundsätzlich keiner Form (§ 167 I BGB); sie kann formfrei erteilt werden, soweit nicht das zu vertretende Geschäft Formvorschriften unterliegt.
Was regelt § 167 Abs. 2 BGB zur Vollmachtsurkunde?
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Der Bevollmächtigte muss die Vollmachtsurkunde vorlegen, wenn der Geschäftsgegner dies verlangt; andernfalls kann dieser die Vertretung ablehnen.
Wie kann eine Vollmacht widerrufen werden?
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Die Vollmacht ist jederzeit widerruflich (§ 168 S. 1 BGB); der Widerruf muss dem Bevollmächtigten zugehen, wirkt gegenüber Dritten aber erst bei Bekanntwerden (§ 168 S. 2 BGB).
Was ist eine Anscheinsvollmacht?
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Die Anscheinsvollmacht entsteht, wenn der Vertretene den Anschein einer Vollmacht gesetzt hat und der Dritte darauf vertraut; sie schützt den gutgläubigen Geschäftspartner.
Wann liegt eine Duldungsvollmacht vor?
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Die Duldungsvollmacht entsteht, wenn der Vertretene weiß, dass ein anderer in seinem Namen handelt, dies duldet und der Dritte auf die Vertretungsmacht vertraut.
Was regelt § 177 BGB zum Vertrag des Vertreter ohne Vertretungsmacht?
Rückseite
§ 177 BGB: Der Vertrag eines Vertreter ohne Vertretungsmacht ist schwebend unwirksam; er wird wirksam, wenn der Vertretene ihn genehmigt.
Welche Rechte hat der Geschäftspartner beim Vertreter ohne Vertretungsmacht?
Rückseite
Der Geschäftspartner kann die Genehmigung binnen einer ihm gesetzten Frist verlangen (§ 177 II) oder bis zur Genehmigung vom Vertrag zurücktreten (§ 178).
Was besagt das Verbot der Insichgeschäfte in § 181 BGB?
Rückseite
§ 181 BGB verbietet dem Vertreter, mit sich im eigenen Namen ein Rechtsgeschäft vorzunehmen, es sei denn, es handelt sich um die Erfüllung einer Verbindlichkeit oder der Vertretene hat es gestattet.
Wie unterscheidet man Stellvertretung von Botenübermittlung?
Rückseite
Der Bote übermittelt nur eine fremde Willenserklärung ohne eigenen Entscheidungsfreiraum; der Vertreter handelt mit eigener Willensbildung im fremden Namen.
Wann erlischt die Vollmacht außer durch Widerruf?
Rückseite
Die Vollmacht erlischt zudem durch Tod des Bevollmächtigten, Eintritt der Geschäftsunfähigkeit, Zeitablauf, Erledigung des Geschäfts oder Entzug der Vertretungsmacht.
Was bedeutet Offenkundigkeit der Vollmacht gegenüber Dritten?
Rückseite
Die Vollmacht muss dem Geschäftspartner offengelegt werden (§ 164 I 2); unterbleibt die Offenlegung, wirkt die Erklärung für den Vertreter selbst, nicht für den Vertretenen.