Medizin Innere Medizin – Tuberkulose
Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Welcher Erreger verursacht die Tuberkulose beim Menschen? · Über welchen Übertragungsweg…
Karten
15 KartenWelcher Erreger verursacht die Tuberkulose beim Menschen?
Rückseite
Mycobacterium tuberculosis, ein säurefester, aerob wachsender Stäbchenbakterium aus dem M.-tuberculosis-Komplex.
Über welchen Übertragungsweg erfolgt die Infektion primär?
Rückseite
Aerogen durch Inhalation infektiöser Tröpfchenkerne beim Husten, Sprechen oder Niesen offener Lungentuberkulose-Patienten.
Was unterscheidet die Primärtuberkulose von der Sekundärtuberkulose?
Rückseite
Primärtuberkulose ist die Erstinfektion mit Ghon-Herd und Lymphknotenbefall; Sekundärtuberkulose entsteht durch Reaktivierung oder Reinfiktion, meist apikal.
Welche Leitsymptome zeigt die offene Lungentuberkulose?
Rückseite
Husten über drei Wochen, hämoptoisches Auswurf, Nachtschweiß, Gewichtsverlust, subfebrile Temperaturen und Allgemeinschwäche.
Welche Mikroskopiemethode dient dem direkten Erregernachweis im Sputum?
Rückseite
Ziehl-Neelsen-Färbung oder Aurora-Rhodamin-Färbung zeigen säurefeste Stäbchen; Sensitivität ca. 50–60 % bei offener TB.
Was ist der Goldstandard der Tuberkulose-Diagnostik?
Rückseite
Kultur auf Löwenstein-Jensen- oder flüssigem Medium (MGIT) mit Identifizierung und Resistenztestung – Dauer 2–8 Wochen.
Welchen Vorteil bietet die PCR-basierte Diagnostik (z. B. Xpert MTB/RIF)?
Rückseite
Ergebnis in unter zwei Stunden, gleichzeitiger Nachweis von M. tuberculosis und Rifampicin-Resistenz mit hoher Sensitivität.
Wann wird der Interferon-Gamma-Release-Assay (IGRA) gegenüber dem Tuberkulin-Hauttest bevorzugt?
Rückseite
Bei BCG-Geimpften, da IGRA keine Kreuzreaktivität mit Impfstämmen zeigt und nur einmalig Blutabnahme erfordert.
Welche röntgenologischen Befunde sind typisch für die postprimäre Lungentuberkulose?
Rückseite
Infiltrate, Kavernen und Fibrosen vorzugsweise in den oberen Lappen und Segmenten 6 und 10 mit Kontrastmittelaufnahme.
Aus welchen Phasen besteht das WHO-Standardtherapieschema für neu diagnostizierte Tuberkulose?
Rückseite
Initialphase 2 Monate: Rifampicin, Isoniazid, Pyrazinamid, Ethambutol (HRZE); Fortsetzungsphase 4 Monate: Rifampicin, Isoniazid (HR).
Wie wird Multidrug-resistente Tuberkulose (MDR-TB) definiert?
Rückseite
Resistenz gegen mindestens Rifampicin und Isoniazid – die beiden wirksamsten Erstlinientherapeutika.
Welche zusätzlichen Resistenzen kennzeichnen extensiv resistente Tuberkulose (XDR-TB)?
Rückseite
MDR-TB plus Resistenz gegen ein Fluorchinolon und mindestens ein injizierbares Reserveantibiotikum (Amikacin, Capreomycin, Kanamycin).
Welche schwerwiegende Nebenwirkung erfordert bei Isoniazid die prophylaktische Gabe von Pyridoxin?
Rückseite
Periphere Neuropathie durch Vitamin-B6-Mangel – Prophylaxe mit 10–25 mg Pyridoxin täglich bei Risikopatienten.
Welche Hepatotoxizität ist bei Rifampicin und Isoniazid gemeinsam gefürchtet?
Rückseite
Medikamenteninduzierte Leberschädigung bis zum akuten Leberversagen – Leberwerte engmaschig kontrollieren (alle 2–4 Wochen initial).
Wie gestaltet sich die Nachsorge von Kontaktpersonen eines offenen Tuberkulose-Falls?
Rückseite
Umgebungsuntersuchung: IGRA/Tuberkulin-Test, Röntgen-Thorax, bei Konversion oder Symptomen Chemoprophylaxe (z. B. 3 Monate HR oder 4 Monate R).