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Medizin Neurologie Psychiatrie – Demenz und Alzheimer

15 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Wie wird Demenz klinisch definiert? · Welche zwei Hauptpathomechanismen kennzeichnen die…

Karten

15 Karten
STANDARD

Wie wird Demenz klinisch definiert?

Rückseite

Erworbener, persistierender kognitiver Abbau (Gedächtnis plus mindestens eine weitere Domäne), der die Alltagsfähigkeit einschränkt und nicht durch Delir oder andere Störungen erklärbar ist.

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Welche zwei Hauptpathomechanismen kennzeichnen die Alzheimer-Krankheit?

Rückseite

Extrazelluläre Beta-Amyloid-Plaques und intrazelluläre Neurofibrillenbündel aus hyperphosphoryliertem Tau-Protein führen zu Neuronenverlust und synaptischer Dysfunktion.

STANDARD

Nach welchen Kriterien wird die Alzheimer-Demenz diagnostiziert (NIA-AA 2011)?

Rückseite

Klinisches Demenzsyndrom plus pathophysiologischer Nachweis: niedriger Liquor-Aβ42, erhöhter p-Tau sowie temporoparietale Hypometabolie im FDG-PET oder Hippocampusatrophie im MRT.

STANDARD

Welche drei Stadien der Alzheimer-Krankheit unterscheidet man?

Rückseite

Präklinisch (nur Biomarker positiv), milde kognitive Beeinträchtigung (MCI) mit intakter Alltagsfunktion, Demenzstadium (leicht, mittel, schwer) mit ADL-Einschränkung.

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Welche Medikamente sind in Deutschland zur symptomatischen Alzheimer-Therapie zugelassen?

Rückseite

Acetylcholinesterasehemmer (Donepezil, Rivastigmin, Galantamin) für leicht bis mittel, Memantin (NMDA-Antagonist) für mittel bis schwer; Kombination möglich.

STANDARD

Was unterscheidet die vaskuläre Demenz klinisch von der Alzheimer-Demenz?

Rückseite

Schubweiser Verlauf mit neurologischen Ausfallszeichen (Pyramidenbahnzeichen, Gangstörung), subkortikale Ischämieläsionen im MRT und früher exekutive Dysfunktion vor Gedächtnisstörung.

STANDARD

Welches Leitsymptom kennzeichnet die Demenz bei Lewy-Körperchen (DLB)?

Rückseite

Fluktuierende Kognition mit ausgeprägten Aufmerksamkeitsschwankungen, wiederkehrende visuelle Halluzinationen und Parkinsonismus – oft vor oder parallel zur Demenz.

STANDARD

Welche frontotemporale Demenz-Variante zeigt primär Verhaltensänderungen?

Rückseite

Verhaltensvariante (bvFTD): Desinhibition, Apathie, Empathieverlust, stereotypisches Verhalten, Hyperoralität – bei relativ erhaltener Gedächtnisleistung und frontotemporaler Atrophie.

STANDARD

Welcher Liquorbefund spricht für Alzheimer-Demenz?

Rückseite

Erniedrigtes Aβ42, erhöhtes Gesamt-Tau und erhöhtes p-Tau181 – das Verhältnis Aβ42/Aβ40 erhöht die Spezifität gegenüber reiner Altersatrophie.

STANDARD

Welche nicht-medikamentösen Maßnahmen sind leitlinienempfohlen bei Demenz?

Rückseite

Kognitives Training, körperliche Aktivität, Ergotherapie zur Alltagskompetenz, Unterstützung pflegender Angehöriger, Umgebungsanpassung, Behandlung komorbider Depression und Schmerzen.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen MCI und Demenz?

Rückseite

MCI: objektive kognitive Beeinträchtigung ohne signifikante ADL-Einschränkung; Demenz: zusätzlich Beeinträchtigung der instrumentellen und/oder basalen Aktivitäten des täglichen Lebens.

STANDARD

Welcher genetische Risikofaktor ist am stärksten mit sporadischer Alzheimer-Krankheit assoziiert?

Rückseite

APOE-ε4-Allel: Heterozygotie verdreifacht, Homozygotie verzwölffacht das Erkrankungsrisiko und senkt das Manifestationsalter.

STANDARD

Wie unterscheidet man Alzheimer-Demenz von Depression im Alter (Pseudodemenz)?

Rückseite

Depression: affektive Symptome, Antriebsmangel, kognitive Beschwerden > objektiver Befund, oft schnelle Verschlechterung; Alzheimer: langsame Progression, Anosognosie, hippocampale Atrophie.

STANDARD

Welche Bildgebung ist Goldstandard zum Ausschluss behandelbarer Demenzursachen?

Rückseite

MRT-Schädel (T1, T2, FLAIR) zur Detektion von Raumforderungen, Subduralhämatomen, Normaldruckhydrocephalus, vaskulären Läsionen und Atrophiemustern.

STANDARD

Was versteht man unter der Amyloid-Kaskade-Hypothese?

Rückseite

Aβ-Aggregation löst Tau-Pathologie, neuroinflammatorische Prozesse, synaptiven Verlust und schließlich Neuronenuntergang aus – zentrale pathogenetische Theorie der Alzheimer-Krankheit.

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