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Medizin Pharmakologie – Glukokortikoide

14 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was ist der primäre Wirkmechanismus von Glukokortikoiden auf zellulärer Ebene? · Welche …

Karten

14 Karten
STANDARD

Was ist der primäre Wirkmechanismus von Glukokortikoiden auf zellulärer Ebene?

Rückseite

Diffusion durch Zellmembran, Bindung an intrazellulären Glukokortikoid-Rezeptor, Translokation in den Zellkern und Modulation der Genexpression (genomisch).

STANDARD

Welche nicht-genomischen Effekte zeigen Glukokortikoide?

Rückseite

Membranassoziierte Rezeptor-Bindung führt innerhalb Minuten zu Vasokonstriktion, Hemmung der Phospholipase A2 und Stabilisierung von Lysosomenmembranen.

STANDARD

Wie hemmen Glukokortikoide die Entzündungsreaktion auf molekularer Ebene?

Rückseite

Induktion von Annexin A1 (Lipocortin-1), das Phospholipase A2 hemmt und somit Arachidonsäure-Freisetzung sowie Prostaglandin-/Leukotrien-Synthese blockiert.

STANDARD

Welche immunsuppressiven Effekte sind klinisch relevant?

Rückseite

Reduktion von Zytokin-Produktion (IL-1, IL-2, TNF-α), Verminderung der T-Zell-Proliferation, Apoptose-Induktion in Lymphozyten und Eosinopenie durch Demargination.

STANDARD

Nenne die metabolischen Hauptnebenwirkungen systemischer Glukokortikoidtherapie.

Rückseite

Hyperglykämie durch Gluconeogenese-Förderung und Insulinresistenz, zentrale Fettumverteilung, Muskelschwäche (Proteinkatabolismus) und negative Stickstoffbilanz.

STANDARD

Welche knochenbezogenen Nebenwirkungen treten unter Langzeittherapie auf?

Rückseite

Osteoporose durch Osteoblasten-Hemmung, Osteoklasten-Aktivierung, verminderte Kalziumresorption und Hypogonadismus – Frakturrisiko steigt bereits nach 3 Monaten.

STANDARD

Was versteht man unter dem Cushing-Syndrom als Nebenwirkung?

Rückseite

Klinisches Bild mit Mondgesicht, Stiernacken, zentraler Adipositas, Striae rubrae, Akne, Hirsutismus, Hypertonie und psychischen Veränderungen.

STANDARD

Welche Indikationen bestehen für die systemische Glukokortikoidtherapie?

Rückseite

Akute Asthmaexazerbation, COPD-Schub, Rheumatoide Arthritis-Schub, Morbus Crohn/Colitis ulcerosa-Schub, Autoimmunerkrankungen, Transplantatabstoßung, Zerebrales Ödem.

STANDARD

Nenne absolute Kontraindikationen für systemische Glukokortikoide.

Rückseite

Keine absoluten Kontraindikationen bei lebensbedrohlichen Indikationen. Relative: Aktive Tuberkulose, systemische Pilzinfektionen, unbehandelte Hypertonie/Diabetes, Osteoporose mit Frakturen.

STANDARD

Wie erfolgt das korrekte Absetzschema bei Langzeittherapie > 3 Wochen?

Rückseite

Langsame Dosisreduktion alle 1-2 Wochen um 10-20 % der Erhaltungsdosis, unter 10 mg Prednisolon-Äquivalent langsamer (z. B. 1 mg/Monat), Kontrolle der HPA-Achsen-Erholung.

STANDARD

Welchen Unterschied gibt es zwischen Prednisolon und Dexamethason bezüglich Mineralocorticoid-Wirkung?

Rückseite

Prednisolon hat schwache mineralocorticoide Aktivität (Natriumretention, Kaliumverlust), Dexamethason praktisch keine – daher bei Ödemen/Herzinsuffizienz Dexamethason bevorzugt.

STANDARD

Was ist der biologisch äquivalente Umrechnungsfaktor von Prednisolon zu Hydrocortison?

Rückseite

4 mg Hydrocortison entsprechen 1 mg Prednisolon (Faktor 4). Dexamethason ist 25-30-fach potenter als Hydrocortison.

STANDARD

Wie wirkt sich eine systemische Glukokortikoidtherapie auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse aus?

Rückseite

Negativer Feedback auf CRH und ACTH führt zur Atrophie der Zona fasciculata der Nebennierenrinde – nach Absetzen vorübergehende Nebenniereninsuffizienz möglich.

STANDARD

Welche topischen Darreichungsformen gibt es und wo liegt ihr Vorteil?

Rückseite

Inhalativa (Asthma/COPD), Nasensprays (Rhinitis), Salben/Cremes (Dermatosen), Augentropfen, Rektalschaum (Colitis) – hohe lokale Wirksamkeit bei minimaler systemischer Resorption.

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