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Rechtswissenschaft Gesellschaftsrecht – AG und Aktienrecht

15 KartenRechtswissenschaftatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was ist die rechtliche Definition der Aktiengesellschaft (AG)? · Welche Minde…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was ist die rechtliche Definition der Aktiengesellschaft (AG)?

Rückseite

Die AG ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Grundkapital in Aktien zerlegt ist und die nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen haftet (§ 1 AktG).

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Welche Mindestvoraussetzungen gelten für die Gründung einer AG?

Rückseite

Mindestgrundkapital 50.000 €, notariell beurkundete Satzung (§ 23 AktG), Zeichnung aller Aktien, Erbringung der Mindesteinlagen, Bestellung von Vorstand und Aufsichtsrat, Anmeldung zum Handelsregister.

STANDARD

Welche drei Organe hat jede AG zwingend?

Rückseite

Hauptversammlung (§ 118 AktG), Vorstand (§ 76 AktG) und Aufsichtsrat (§ 95 AktG) – die Dreiorganisationsstruktur ist gesetzlich zwingend und nicht abdingbar.

STANDARD

Wie wird der Vorstand bestellt und welche Aufgaben hat er?

Rückseite

Bestellung durch Aufsichtsrat für max. 5 Jahre (§ 84 AktG). Leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich, vertritt sie nach außen und führt die Geschäfte (§ 76 AktG).

STANDARD

Welche Aufgaben und Befugnisse hat der Aufsichtsrat?

Rückseite

Überwacht die Geschäftsführung, bestellt und kontrolliert den Vorstand, prüft den Jahresabschluss und legt ihn der Hauptversammlung vor (§§ 111, 170 AktG). Bei > 500 Arbeitnehmern paritätisch mitbestimmt.

STANDARD

Wann und wie wird die Hauptversammlung einberufen?

Rückseite

Mindestens jährlich (ordentliche HV) binnen 8 Monaten nach Geschäftsjahresende (§ 121 AktG). Einberufung durch Vorstand unter Bekanntmachung im Bundesanzeiger mit 30-tägiger Frist (§ 121 Abs. 3 AktG).

STANDARD

Wie hoch muss das Grundkapital einer AG mindestens sein und wie ist es eingeteilt?

Rückseite

Mindestgrundkapital 50.000 € (§ 7 AktG). Zerlegt in Nennbetragsaktien (fester Nennbetrag) oder Stückaktien (kein Nennbetrag, rechnerischer Anteil). Nennbetrag mindestens 1 €.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen genehmigtem und bedingtem Kapital?

Rückseite

Genehmigtes Kapital: Vorstand darf mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu 50 % erhöhen (§ 202 AktG). Bedingtes Kapital: Erhöhung nur bei Eintritt bestimmter Bedingungen (z. B. Wandelanleihen, § 192 AktG).

STANDARD

Welche Mehrheiten sind für eine Kapitalherabsetzung erforderlich?

Rückseite

Beschluss der Hauptversammlung mit 75 % des vertretenen Grundkapitals (§ 222 AktG). Gläubigerschutz durch öffentliche Bekanntmachung und gesonderte Aufforderung zur Anmeldung (§ 225 AktG).

STANDARD

Welche Hauptaktienarten kennt das AktG und worin unterscheiden sie sich?

Rückseite

Stammaktien: volle Stimm- und Dividendenrechte. Vorzugsaktien: meist kein Stimmrecht, dafür bevorzugte Dividende (§ 139 AktG). Auch Mehrstimmrechtsaktien möglich (nur nicht börsennotierte AGs, § 134 AktG).

STANDARD

Welche Kernrechte hat ein Aktionär in der Hauptversammlung?

Rückseite

Teilnahmerecht, Stimmrecht (§ 134 AktG), Auskunftsrecht (§ 131 AktG), Antragsrecht (§ 122 AktG), Widerspruchsrecht zur Protokollierung (§ 130 AktG) und Anfechtungsrecht bei Beschlussmängeln (§ 243 AktG).

STANDARD

Was regelt der Beherrschungsvertrag und wann kommt er zustande?

Rückseite

Vertrag zwischen herrschendem und abhängigem Unternehmen (§ 291 AktG). Abhängige AG unterstellt ihre Geschäftsführung der Weisung des herrschenden Unternehmens. Bedarf 75%-Mehrheit in der HV der abhängigen AG und Eintragung im Handelsregister.

STANDARD

Was ist ein Gewinnabführungsvertrag und welche Voraussetzungen gelten?

Rückseite

Abhängige AG verpflichtet sich, ihren ganzen Gewinn an das herrschende Unternehmen abzuführen (§ 291 AktG). Ausgleichszahlung an Minderheitsaktionäre (angemessene Barabfindung). Auch hier 75%-Mehrheit und Eintragung erforderlich.

STANDARD

Welche Publizitätspflichten trifft eine AG nach Abschluss des Geschäftsjahres?

Rückseite

Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht (§ 242 HGB), Prüfung durch Abschlussprüfer (§ 316 HGB), Feststellung durch Aufsichtsrat/Hauptversammlung (§ 172 AktG), Offenlegung im Bundesanzeiger (§ 325 HGB).

STANDARD

Wie läuft eine Satzungsänderung bei der AG ab?

Rückseite

Beschluss der Hauptversammlung mit 75 % des vertretenen Grundkapitals (§ 179 AktG). Notarielle Beurkundung und Anmeldung zum Handelsregister zur Wirksamkeit (§ 181 AktG).

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