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Medizin Innere Medizin – Reizdarmsyndrom

14 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Wie wird das Reizdarmsyndrom (RDS) definiert? · Welche Kriterien müssen laut Rom-IV für …

Karten

14 Karten
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Wie wird das Reizdarmsyndrom (RDS) definiert?

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Das RDS ist eine funktionelle Darmerkrankung mit rezidivierenden Bauchschmerzen und veränderter Stuhlgewohnheit ohne nachweisbare organische Ursache.

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Welche Kriterien müssen laut Rom-IV für die Diagnose RDS erfüllt sein?

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Bauchschmerzen mind. 1 Tag/Woche in den letzten 3 Monaten, assoziiert mit mind. zwei: Besserung durch Defäkation, Änderung der Stuhlfrequenz, Änderung der Stuhlkonsistenz; Symptombeginn mind. 6 Monate vor Diagnose.

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In welche Subtypen wird das RDS nach Stuhlgangsmuster eingeteilt?

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RDS-D (Diarrhö-dominant), RDS-V (Verstopfung-dominant), RDS-M (gemischt), RDS-U (unklassifiziert) – basierend auf Bristol-Stuhlformskala bei abnormalen Stuhlgängen.

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Welche Alarmzeichen (Red Flags) sprechen gegen ein RDS und erfordern weitere Diagnostik?

Rückseite

Gewichtsverlust >5 %, nächtliche Symptome, Blut im Stuhl, Beginn nach dem 50. Lebensjahr, familiäre Belastung für CRC/CED, Fieber, Anämie, erhöhtes CRP.

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Welche Differentialdiagnosen müssen bei Verdacht auf RDS ausgeschlossen werden?

Rückseite

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Zöliakie, mikroskopische Kolitis, Laktoseintoleranz, Darmkarzinom, Divertikelerkrankung, endokrine Störungen (z. B. Hyperthyreose).

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Welche Basisdiagnostik wird bei RDS-Verdacht leitliniengerecht empfohlen?

Rückseite

Blutbild, CRP, TSH, Transaminasen, Elektrolyte, Stuhl auf okkultes Blut, Calprotectin, bei Diarrhö additionally Stuhlkultur, Clostridioides-difficile-Toxin, Parasitologie.

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Wann ist eine Koloskopie bei RDS-Verdacht indiziert?

Rückseite

Bei Alarmzeichen, Beginn nach 50 Jahren, positiver Familienanamnese für kolorektales Karzinom oder CED, erhöhtem Calprotectin, unklarer Diarrhö oder therapeutischem Versagen.

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Was versteht man unter der Darm-Hirn-Achse beim RDS?

Rückseite

Bidirektionale Kommunikation zwischen enterischem Nervensystem und ZNS über Vagusnerv, Immunsystem und Mikrobiom – Störungen führen zu Viszerosensibilität, Motilitätsänderungen und veränderter Schmerzverarbeitung.

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Welche Ernährungsintervention hat die höchste Evidenz bei RDS?

Rückseite

Eine niedrig-FODMAP-Diät (Fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccharide und Polyole) reduziert Blähungen, Schmerzen und Diarrhö bei 50–70 % der Patienten; Durchführung in 3 Phasen (Eliminierung, Reintroduction, Personalisierung).

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Welche medikamentöse Therapie wird bei RDS-D (diarrhö-dominant) empfohlen?

Rückseite

Loperamid als Bedarfsmedikation zur Stuhlindung; bei unzureichendem Ansprechen Rifaximin (nicht resorbierbares Antibiotikum) oder Eluxadolin (μ-Opioid-Rezeptor-Agonist/δ-Antagonist) nach Nutzen-Risiko-Abwägung.

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Welche Substanzen sind First-Line bei RDS-V (verstopfungsdominant)?

Rückseite

Lösliche Ballaststoffe (z. B. Flohsamenschalen), Macrogol (PEG) oder Prucaloprid (5-HT4-Agonist) bei therapierefraktärer Obstipation; Stimulanzien (Bisacodyl, Natriumpicosulfat) nur kurzfristig.

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Welche Rolle spielen Antidepressiva in der RDS-Therapie?

Rückseite

Trizyklische Antidepressiva (z. B. Amitriptylin 10–25 mg) bei Schmerzdominanz (RDS-D/M); SSRI bei komorbider Angst/Depression – wirken über zentrale Schmerzmodulation und Darmmotilität.

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Was ist der Placebo-Effekt beim RDS und wie hoch ist die Placebo-Ansprechrate in Studien?

Rückseite

Die Placebo-Ansprechrate liegt bei 30–50 %; sie spiegelt die starke Darm-Hirn-Interaktion und Erwartungseffekte wider – daher sind placebokontrollierte Studien essenziell für Wirksamkeitsnachweise.

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Wann gilt eine RDS-Therapie als erfolgreich?

Rückseite

Bei ≥30 % Reduktion der durchschnittlichen wöchentlichen Schmerzintensität UND Verbesserung der Stuhlkonsistenz (Bristol-Skala) über mind. 50 % der Behandlungswochen – definiert als 'Composite Responder' in Studien.

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