Medizin Innere Medizin – Diabetes mellitus und Folgeerkrankungen
Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was definiert Diabetes mellitus Typ 1 pathophysiologisch? · Welcher HbA1c-Wert gilt als …
Karten
15 KartenWas definiert Diabetes mellitus Typ 1 pathophysiologisch?
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Autoimmunvermittelter Zerstörung der Betazellen im Pankreas mit absolutem Insulinmangel, meist in jungem Alter manifest.
Welcher HbA1c-Wert gilt als diagnostischer Cut-off für Diabetes mellitus?
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HbA1c ≥ 6,5 % (48 mmol/mol) bestätigt die Diagnose Diabetes mellitus bei Vorliegen entsprechender Symptome oder Wiederholung.
Nenne die drei klassischen Hauptsymptome eines neu manifesten Diabetes mellitus.
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Polydipsie, Polyurie und Gewichtsverlust durch hyperglykämiebedingte osmotische Diurese und katabolen Stoffwechsel.
Welche mikrovasculären Spätkomplikationen gehören zum diabetischen Spätschaden?
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Diabetische Retinopathie, Nephropathie und Neuropathie – verursacht durch chronische Hyperglykämie und Endothelfunktionsstörung.
Ab welchem Albumin-Ausscheidungswert im Urin spricht man von einer diabetischen Nephropathie?
Rückseite
Mikroalbuminurie: 30–300 mg/24 h (oder 20–200 µg/min); Makroalbuminurie: > 300 mg/24 h als Zeichen manifester Nephropathie.
Welches Screening auf diabetische Retinopathie wird bei Typ-2-Diabetes empfohlen?
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Jährliche ophthalmologische Funduskopie ab Diagnosestellung, bei Typ-1-Diabetes ab 5 Jahre nach Manifestation.
Was kennzeichnet das diabetische Fußsyndrom nach Wagner-Klassifikation Grad 3?
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Tiefe Ulzeration mit Abszessbildung, Osteomyelitis oder Gelenkinfektion – hochgradig amputationsgefährdet.
Welches orale Antidiabetikum ist First-Line-Therapie beim Typ-2-Diabetes ohne Kontraindikationen?
Rückseite
Metformin als Monotherapie – senkt hepatische Gluconeogenese, verbessert Insulinsensitivität, gewichtsneutral bis -reduzierend.
Wann ist bei Typ-2-Diabetes eine initiale Insulintherapie indiziert?
Rückseite
Bei symptomatischer Hyperglykämie, HbA1c > 10 %, metabolischer Entgleisung (Ketoazidose) oder Kontraindikationen gegen orale Antidiabetika.
Welche SGLT-2-Hemmer zeigen kardiovaskulären und nephrologischen Benefit unabhängig von der HbA1c-Senkung?
Rückseite
Empagliflozin, Dapagliflozin und Canagliflozin reduzieren Hospitalisierung bei Herzinsuffizienz und Nephropathie-Progression.
Was ist der Unterschied zwischen diabetischer Ketoazidose (DKA) und hyperosmolarem hyperglykämischem Syndrom (HHS)?
Rückseite
DKA: Typ 1, Ketonazidose, pH < 7,3; HHS: Typ 2, extreme Hyperglykämie > 600 mg/dl, Hyperosmolarität, keine relevante Ketonurie.
Welche Ziel-HbA1c wird bei jüngeren Typ-2-Diabetikern ohne Komorbiditäten angestrebt?
Rückseite
HbA1c < 7,0 % (53 mmol/mol) zur Prävention mikrovaskulärer Komplikationen bei akzeptablem Hypoglykämierisiko.
Welche Blutdruckzielwerte gelten für Diabetiker mit Proteinurie laut Leitlinie?
Rückseite
Systolisch < 130 mmHg, diastolisch < 80 mmHg – ACE-Hemmer oder Sartan als First-Line wegen nephroprotektiver Wirkung.
Was versteht man unter dem "Dawn-Phänomen" beim Diabetes?
Rückseite
Physiologischer morgendlicher Blutzuckeranstieg 3–8 Uhr durch Kortisol, Wachstumshormon und Glukagon bei unzureichender Insulinwirkung.
Welche Laborkonstellation ist typisch für eine diabetische Ketoazidose?
Rückseite
Hyperglykämie > 250 mg/dl, Ketonurie/Ketonämie, pH < 7,3, Bicarbonat < 15 mmol/l, Anionenlücke erhöht.