Rechtswissenschaft Strafrecht BT – Tötungsdelikte
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14 KartenWelche zwei Haupttatbestände regeln die vorsätzliche Tötung im StGB?
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Mord (§ 211 StGB) und Totschlag (§ 212 StGB) sind die zentralen Vorsatzdelikte; Mord erfordert zusätzlich ein Mordmerkmal.
Was unterscheidet Mord vom Totschlag tatbestandlich?
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Mord verlangt neben der Tötung mindestens ein Mordmerkmal (§ 211 Abs. 2 StGB), Totschlag kommt ohne Merkmale aus.
Nenne die drei Gruppen der Mordmerkmale nach herrschender Lehre.
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Tatumstände (Heimtücke, Grausamkeit), Tätereigenschaften (Habgier, niedrige Beweggründe) und Tatziel (Verdeckung, Ermöglichung).
Wann liegt Heimtücke (§ 211 Abs. 2 Var. 1 StGB) vor?
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Der Täter nutzt bewusst die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers aus, indem er dessen Vertrauen oder Unvorbereitetheit ausnutzt.
Was versteht man unter Grausamkeit als Mordmerkmal?
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Der Täter fügt dem Opfer besonders große Schmerzen oder Qualen zu, die über das zur Tötung Notwendige hinausgehen.
Wann handelt der Täter aus Habgier (§ 211 Abs. 2 Var. 3 StGB)?
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Wenn die Bereicherungsabsicht das beherrschende Motiv der Tat ist und der Täter den Tod als Mittel zur Vermögensverschiebung einsetzt.
Was sind niedrige Beweggründe als Mordmerkmal?
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Beweggründe, die nach allgemeinen sittlichen Wertmaßstäben auf tiefster Stufe stehen (z. B. Rache, Hass, Rassismus, sexuelle Befriedigung).
Wann liegt Tötung zur Verdeckung oder Ermöglichung einer anderen Straftat vor?
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Der Täter tötet, um eine andere Straftat zu ermöglichen oder deren Entdeckung zu verhindern – die fremde Tat muss zumindest versucht sein.
Welchen Strafrahmen sieht § 211 StGB für Mord vor?
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Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren, in besonders schweren Fällen lebenslange Freiheitsstrafe (§ 211 Abs. 1 StGB).
Welchen Strafrahmen hat der Totschlag (§ 212 StGB)?
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Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren, in minder schweren Fällen Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.
Was regelt § 213 StGB (Totschlag im minder schweren Fall)?
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Ermäßigung auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, wenn die Schuld erheblich gemindert ist (z. B. Affekthandlung).
Wann liegt Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB) vor?
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Wer eine Person auf deren ausdrückliches und ernstliches Verlangen tötet, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
Was kennzeichnet die fahrlässige Tötung (§ 222 StGB)?
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Der Täter verursacht den Tod durch fahrlässige Pflichtverletzung; Strafe: Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe.
Wie grenzt sich Körperverletzung mit Todesfolge (§ 227 StGB) vom Totschlag ab?
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Der Täter will nur die Körperverletzung, billigt den Tod aber nicht; Vorsatz nur bezüglich der Körperverletzung, Fahrlässigkeit bezüglich des Todeserfolgs.