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Rechtswissenschaft Strafrecht AT – Rechtswidrigkeit und Rechtfertigung

14 KartenRechtswissenschaftatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter Rechtswidrigkeit im Strafrecht? · An welcher Stelle im…

Karten

14 Karten
STANDARD

Was versteht man unter Rechtswidrigkeit im Strafrecht?

Rückseite

Rechtswidrigkeit liegt vor, wenn ein tatbestandsmäßiges Handeln nicht durch einen Rechtfertigungsgrund gerechtfertigt ist – also rechtlich missbilligt wird.

STANDARD

An welcher Stelle im Strafrechtsaufbau wird die Rechtswidrigkeit geprüft?

Rückseite

Die Rechtswidrigkeit ist die zweite Prüfungsstufe nach der Tatbestandsmäßigkeit und vor der Schuld.

STANDARD

Welche Rechtfertigungsgründe kennt das StGB ausdrücklich?

Rückseite

Das StGB regelt ausdrücklich Notwehr (§ 32), Notstand (§ 34) und Einwilligung (§ 228); weitere ergeben sich aus Gesetzen oder Rechtsprechung.

STANDARD

Wann liegt ein rechtfertigender Notwehrfall nach § 32 StGB vor?

Rückseite

Notwehr setzt einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff voraus, der durch eine erforderliche und verhältnismäßige Verteidigungshandlung abgewehrt wird.

STANDARD

Was caracteriza einen ‚gegenwärtigen Angriff‘ im Sinne des § 32 StGB?

Rückseite

Ein Angriff ist gegenwärtig, wenn er unmittelbar bevorsteht, bereits andauert oder noch fortdauert – nicht mehr bloße Vorbereitung.

STANDARD

Was versteht man unter Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit der Notwehrhandlung?

Rückseite

Erforderlich ist das mildeste gleich wirksame Mittel; verhältnismäßig bedeutet, dass das geschützte Rechtsgut das verletzte Rechtsgut mindestens gleichwertig ist.

STANDARD

Welches subjektive Element verlangt die Notwehr neben dem Verteidigungswillen?

Rückseite

Der Täter muss in Verteidigungsabsicht handeln – also den Angriff abwehren wollen, nicht nur rechtlich gedeckt sein.

STANDARD

Was regelt § 32 Abs. 2 StGB (Putativnotwehr)?

Rückseite

Wer einen Angriff irrtümlich für real hält und ‚verteidigt‘, handelt straflos, wenn der Irrtum unvermeidbar war; bei vermeidbarem Irrtum Vorsatz-/Fahrlässigkeitsprüfung.

STANDARD

Wie unterscheidet sich der rechtfertigende Notstand (§ 34 StGB) von der Notwehr?

Rückseite

Notstand schützt Rechtsgüter vor einer Gefahr (nicht Angriff) durch Schädigung eines fremden Rechtsguts; es gilt ein strenger Rechtsgutsvergleich.

STANDARD

Wann ist eine Notstandshandlung nach § 34 StGB erforderlich?

Rückseite

Die Handlung muss das einzige oder jedenfalls mildeste Mittel zur Gefahrenabwehr sein; mehrere gleich geeignete Mittel: freie Wahl.

STANDARD

Welche Voraussetzungen muss eine wirksame Einwilligung nach § 228 StGB erfüllen?

Rückseite

Die Einwilligung muss frei, ernstlich, vor der Tat, vom Verfügungsberechtigten erklärt werden und darf nicht gegen die guten Sitten verstoßen.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen rechtfertigendem (§ 34) und entschuldigendem Notstand (§ 35 StGB)?

Rückseite

§ 34 rechtfertigt die Tat bei Rechtsgutsüberwiegen; § 35 entschuldigt nur, wenn der Täter das überragende Rechtsgut nicht opfern konnte (unzumutbar).

STANDARD

Was besagt § 33 StGB zur übersteigenden Notwehr?

Rückseite

Überschreitet der Täter die Notwehrgrenzen aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken, wird er nicht bestraft – die Tat bleibt rechtswidrig, aber straflos.

STANDARD

Wie wirkt sich eine Garantenstellung auf die Rechtfertigung durch Notwehr aus?

Rückseite

Der Garant darf Notwehr für das geschützte Rechtsgut ausüben; bei Notstand muss er fremde Rechtsgüter eher schonen als das eigene.

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