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Medizin Innere Medizin – Kardiomyopathien

15 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Wie definiert die ESC Kardiomyopathien? · Welche vier Haupttypen nennt die ESC-Klassifik…

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15 Karten
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Wie definiert die ESC Kardiomyopathien?

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Kardiomyopathien sind Myokarderkrankungen mit abnormer Herzstruktur oder -funktion, die nicht allein durch Koronararterienerkrankung, Hypertonie, Vitien oder kongenitale Herzerkrankungen erklärt werden.

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Welche vier Haupttypen nennt die ESC-Klassifikation 2008/2013?

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Dilatative (DCM), hypertrophe (HCM), restriktive (RCM) und arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (ARVC).

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Was charakterisiert die dilatative Kardiomyopathie (DCM) morphologisch und funktionell?

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Linksventrikuläre Dilatation mit systolischer Dysfunktion (EF < 45 %), normale Wanddicke, oft biventrikulär betroffen, Hauptursache für Herztransplantation.

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Welches Gen ist am häufigsten bei familiärer DCM mutiert?

Rückseite

TTN (Titin) – Truncating-Varianten finden sich bei ca. 20-25 % der familiären DCM-Fälle.

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Was definiert die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) echokardiografisch?

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Linksventrikuläre Hypertrophie (Wanddicke ≥ 15 mm) ohne andere Ursache (z. B. Hypertonie, Speicherkrankheit), oft asymmetrisch septal betont.

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Welcher Erbgang liegt der HCM meist zugrunde und welche Gene sind betroffen?

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Autosomal-dominant; Mutationen in Sarkomer-Proteingenen (MYH7, MYBPC3, TNNT2, TNNI3) in ca. 60 % der Fälle nachweisbar.

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Was ist das pathognomonische Echo-Merkmal der obstruktiven HCM (HOCM)?

Rückseite

Systolische anteriore Bewegung der Mitralklappe (SAM) mit linksventrikulärem Ausflusstrakt-Gradienten (≥ 30 mmHg in Ruhe oder ≥ 50 mmHg bei Provokation).

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Welche Füllungsstörung dominiert bei der restriktiven Kardiomyopathie (RCM)?

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Diastolische Dysfunktion mit restriktiver Füllungsdynamik: normale systolische Funktion, biatriale Dilatation, verdickte Vorhofwände, oft Granulome oder Amyloidablagerungen.

STANDARD

Nenne die zwei häufigsten Ätiologien der RCM in Mitteleuropa.

Rückseite

Amyloidose (AL-Typ, ATTR-Typ) und Sarkoidose.

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Was sind die Major Task-Force-Kriterien für ARVC (2010)?

Rückseite

Rechtsventrikuläre Aneurysmen/Akinesie, ε-Welle im EKG (V1-V3), pathogene Mutation in Desmosom-Genen (PKP2, DSP, DSG2, DSC2, JUP), familiäre Häufung.

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Wie präsentiert sich die Takotsubo-Kardiomyopathie typischerweise?

Rückseite

Akutes Koronarsyndrom-ähnliches Bild postmenopausaler Frauen nach emotionalem/physischem Stress, apikale Ballonierung (Takotsuto-Form), normale Koronararterien, reversible Wandbewegungsstörungen.

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Wann spricht man von einer Peripartum-Kardiomyopathie (PPCM)?

Rückseite

Neu auftretende Herzinsuffizienz mit EF < 45 % im letzten Schwangerschaftsmonat bis 5 Monate postpartal ohne andere identifizierbare Ursache.

STANDARD

Welche Basistherapie gilt für alle Herzinsuffizienz-Patienten mit DCM und reduzierter EF?

Rückseite

ACE-Hemmer/ARB/ARNI, Betablocker, MRA (Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonist), SGLT2-Inhibitor – Leitlinien-basierte quadruple Therapie.

STANDARD

Welche medikamentöse Therapie ist bei obstruktiver HCM (HOCM) First-Line?

Rückseite

Nicht-selektive Betablocker (z. B. Propranolol) oder Verapamil zur Gradientenreduktion und Symptomkontrolle; Disopyramid als Add-on.

STANDARD

Welche ICD-Indikation besteht primärprophylaktisch bei DCM?

Rückseite

EF ≤ 35 % trotz ≥ 3 Monate optimaler medikamentöser Therapie, NYHA II-III, Lebenserwartung > 1 Jahr (Klasse I, Level A).

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