Wirtschaftswissenschaften VWL Mikro – Externe Effekte
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14 KartenWas ist ein externer Effekt (Externatität) in der Mikroökonomie?
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Ein externer Effekt liegt vor, wenn die Produktion oder der Konsum eines Gutes das Wohlergehen Dritter beeinflusst, ohne dass dies über Marktpreise kompensiert wird.
Wie unterscheiden sich negative und positive Externatitäten?
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Negative Externatitäten erzeugen externe Kosten (z. B. Umweltverschmutzung), positive Externatitäten erzeugen externe Nutzen (z. B. Impfungen, Bildung).
Was bedeuten die Abkürzungen MPC, MSC, MPB und MSB?
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MPC = Marginal Private Cost, MSC = Marginal Social Cost, MPB = Marginal Private Benefit, MSB = Marginal Social Benefit.
Wie verhalten sich MSC und MPC bei einer negativen Produktions-Externatität?
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MSC liegt über MPC, da zu den privaten Grenzkosten die externen Grenzkosten addiert werden: MSC = MPC + MEC.
Warum führt eine negative Externatität zu einem Marktversagen?
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Der Marktgleichgewichtspreis berücksichtigt nur private Kosten, sodass die Gleichgewichtsmenge höher ist als die sozial optimale Menge – es entsteht ein Wohlverlust (Deadweight Loss).
Was ist eine Pigou-Steuer und welchen Zweck erfüllt sie?
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Eine Pigou-Steuer ist ein Mengensteuer in Höhe der externen Grenzkosten (MEC) am sozialen Optimum; sie internalisiert die Externatität, indem sie private Kosten auf soziale Kosten anhebt.
Wie wirkt eine Pigou-Subvention bei positiven Konsum-Externatitäten?
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Sie senkt den effektiven Preis für Konsumenten um den externen Grenznutzen (MEB), sodass die private Nachfragekurve auf die soziale Nutzenkurve (MSB) verschoben wird.
Was besagt das Coase-Theorem zur Lösung von Externatitäten?
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Bei vollständigen Eigentumsrechten und vernachlässigbaren Transaktionskosten verhandeln Betroffene effizient – das Ergebnis ist unabhängig von der initialen Rechteverteilung pareto-optimal.
Warum scheitert die Coase-Lösung in der Praxis oft?
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Hohe Transaktionskosten (viele Betroffene, Informationsasymmetrien), unklare Eigentumsrechte und Hold-out-Probleme verhindern effiziente Verhandlungen.
Was bedeutet Internalisierung einer Externatität?
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Internalisierung bedeutet, dass der Verursacher die externen Kosten (oder Nutzen) in seine Entscheidungsrechnung einbezieht – durch Steuern, Subventionen, Rechtehandel oder Regulierung.
Wie bestimmt man die sozial optimale Menge bei einer negativen Externatität grafisch?
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Sozial optimum: Schnittpunkt von MSC und Nachfragekurve (MPB = MSB bei reiner Produktions-Externatität). Marktmenge: Schnittpunkt von MPC und Nachfrage.
Was ist der Unterschied zwischen einer Emissionssteuer und einem Zertifikatehandel (Cap-and-Trade)?
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Emissionssteuer fixiert den Preis (Steuersatz), Menge ergibt sich endogen. Zertifikatehandel fixiert die Gesamtmenge (Cap), Preis entsteht über Handel der Zertifikate.
Wann liegt ein Netzwerk-Externaleffekt vor?
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Der Nutzen eines Gutes für einen Nutzer steigt mit der Anzahl der anderen Nutzer (z. B. Telefonnetze, soziale Medien, Software-Standards).
Warum sind öffentliche Güter ein Sonderfall externer Effekte?
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Öffentliche Güter sind nicht-ausschließbar und nicht-rivalisch – ihre Nutzung erzeugt positive Externatitäten für alle, wodurch private Märkte sie unterbereitstellen (Trittbrettfahrerproblem).