Medizin Neurologie Psychiatrie – Migräne und Kopfschmerz
Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Wie definiert die ICHD-3 eine Migräneattacke ohne Aura? · Welche Kriterien kennzeichnen …
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14 KartenWie definiert die ICHD-3 eine Migräneattacke ohne Aura?
Rückseite
Mindestens 5 Attacken mit 4–72 h Dauer, einseitig, pulsierend, mittelstark bis stark, durch Routineaktivität verschlimmert, plus Übelkeit oder Photo- und Phonophobie.
Welche Kriterien kennzeichnen die Migräneaura laut ICHD-3?
Rückseite
Vollständig reversible neurologische Symptome (visuell, sensoriell, Sprachstörungen), die sich über ≥5 Minuten entwickeln und ≤60 Minuten dauern, gefolgt von Kopfschmerz.
Was besagt die 5-4-3-2-1-Faustregel für Migräne ohne Aura?
Rückseite
5 Attacken, 4–72 Stunden Dauer, 3 von 4 Merkmalen (einseitig, pulsierend, mittelstark-stark, verschlimmert durch Bewegung), 2 Begleitsymptome (Übelkeit/Erbrechen, Photo- und Phonophobie), 1 Ausschluss anderer Ursachen.
Wodurch unterscheidet sich der Spannungskopfschmerz klinisch von der Migräne?
Rückseite
Beidseitig, drückend-ziehend, leicht bis mittelstark, nicht durch Routineaktivität verschlimmert, keine Übelkeit, maximal Photo- oder Phonophobie (nicht beides).
Welche triasartigen Symptome sind charakteristisch für den Clusterkopfschmerz?
Rückseite
Streng einseitige, extrem starke periorbitale Schmerzen (15–180 Min), ipsilateral autonome Begleitsymptome (Tränenfluss, Nasenlaufen, Ptosis, Miosis) und Unruhe/Agitation.
Wofür steht das Akronym SNOOP10 in der Kopfschmerz-Diagnostik?
Rückseite
Systemische Symptome, Neurologische Defizite, Onset sudden/thunderclap, Older age (>50), Pattern change, Postural aggravation, Precipitated by Valsalva, Papilledema, Progressive, Pregnancy.
Wie sieht das Stufenschema der Migräne-Akuttherapie laut DGN-Leitlinie aus?
Rückseite
Stufe 1: NSAR (Ibuprofen 400–600 mg, Aspirin 1000 mg) + Antiemetikum; Stufe 2: Triptane (z. B. Sumatriptan 50 mg s.c./oral); Stufe 3: Kombination oder Lasmiditan/Gepante bei Kontraindikationen.
Ab welcher Attackenhäufigkeit wird eine Migräneprophylaxe empfohlen?
Rückseite
Ab ≥3 Attacken pro Monat, bei signifikanter Beeinträchtigung der Lebensqualität, bei Kontraindikationen/Versagen der Akuttherapie oder speziellen Migräneformen (z. B. hemiplegische Migräne).
Welche Substanzgruppen stehen für die Migräneprophylaxe zur First-Line-Wahl?
Rückseite
Beta-Blocker (Metoprolol, Propranolol), Topiramat, Valproat, Flunarizin, Amitriptylin sowie seit 2022 CGRP-Antikörper (Erenumab, Fremanezumab, Galcanezumab) und Gepante (Atogepant).
Wie wird der medikamentenübergebrauchsbedingte Kopfschmerz (MÜK) definiert?
Rückseite
Kopfschmerz an ≥15 Tagen/Monat bei regelmäßigem Übergebrauch von Akutmedikation (>10 Tage/Monat Triptane/Opioide/Kombinationen, >15 Tage/Monat NSAR) über >3 Monate.
Was ist die Akuttherapie der Wahl beim Clusterkopfschmerz?
Rückseite
100 % Sauerstoff (12–15 l/min über Gesichtsmaske, 15–20 Min) sowie subkutanes Sumatriptan 6 mg; orale Triptane wirken zu langsam.
Welche Substanz gilt als Prophylaxe-Standard beim episodischen Clusterkopfschmerz?
Rückseite
Verapamil (240–480 mg/Tag, EKG-Kontrolle QT-Zeit) als First-Line; alternativ Kortison als Brückenprophylaxe bis Verapamil wirkt.
Wodurch unterscheidet sich die Migräne mit Hirnstammaura von der vestibulären Migräne?
Rückseite
Hirnstammaura: mindestens 2 Hirnstammsymptome (Dysarthrie, Vertigo, Tinnitus, Hypakusis, Diplopie, Ataxie, Bewusstseinsstörung). Vestibuläre Migräne: Schwindel als führendes Aura-Äquivalent ohne weitere Hirnstammsymptome.
Was definiert den Status migraenosus und wie wird er therapiert?
Rückseite
Migräneattacke >72 Stunden ohne schmerzfreies Intervall >4 Stunden. Therapie: intravenöses Metamizol/NSAR + Antiemetikum, ggf. Kortison (Prednisolon 100 mg i.v. über 3–5 Tage) oder Triptan-i.v.-Therapie.