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Medizin Innere Medizin – Pankreatitis

15 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was definiert eine akute Pankreatitis nach den Atlanta-Kriterien 2012? · Nenne die zwei …

Karten

15 Karten
STANDARD

Was definiert eine akute Pankreatitis nach den Atlanta-Kriterien 2012?

Rückseite

Zwei von drei Kriterien: typische abdominelle Schmerzen, Lipase/Amylase >3-fach Obergrenze, bildgebende Befunde (CT/MRT) passend zur Pankreatitis.

STANDARD

Nenne die zwei häufigsten Ätiologien der akuten Pankreatitis in Mitteleuropa.

Rückseite

Gallensteine (ca. 40–50 %) und Alkoholmissbrauch (ca. 30 %); zusammen verantwortlich für ca. 80 % der Fälle.

STANDARD

Welche Labordiagnostik ist sensitiver und spezifischer für die akute Pankreatitis: Amylase oder Lipase?

Rückseite

Lipase ist sensitiver (95–100 % vs. 85–90 %) und spezifischer, da Amylase auch bei Speicheldrüsen- und Makroamylasämie erhöht sein kann.

STANDARD

Wann ist eine ERCP bei akuter biliärer Pankreatitis indiziert?

Rückseite

Bei simultaner Cholangitis oder persistierendem Gallenstein im Ductus choledochus mit Obstuktion – idealerweise innerhalb von 24–72 h, nicht routinemäßig bei unkompliziertem Verlauf.

STANDARD

Welche drei Schweregrade unterscheidet die revidierte Atlanta-Klassifikation 2012?

Rückseite

Mild (kein Organversagen, keine Komplikationen), Moderate (transientes Organversagen <48 h oder lokale Komplikationen), Severe (persistentes Organversagen >48 h).

STANDARD

Was misst der BISAP-Score und welche fünf Parameter fließen ein?

Rückseite

BISAP prognostiziert Mortalität und schweres Organversagen: BUN >25 mg/dl, Impaired mental status, SIRS, Age >60, Pleural effusion – jeder 1 Punkt, ≥3 = hohes Risiko.

STANDARD

Ab wann gilt ein Organversagen als persistenter Bestandteil schwerer akuter Pankreatitis?

Rückseite

Bei Dauer >48 Stunden; transient <48 h zählt nur zu moderat schwerer Form (rev. Atlanta-Klassifikation).

STANDARD

Welche initialen Flüssigkeitstherapie wird in den ersten 24 h bei akuter Pankreatitis empfohlen?

Rückseite

Aggressive Volumenresuscitation mit 250–500 ml/h Ringer-Lactat in den ersten 12–24 h, Zieldiurese >0,5 ml/kg/h, Hämokonzentration <44 %.

STANDARD

Was charakterisiert eine infizierte pankreatische Nekrose und wann wird interviert?

Rückseite

Gasblasen im Nekrosegebiet im CT oder positiver Feinnadelpunktat; Intervention (Step-up-Approach: Drainage → Nekrosektomie) erst ab Woche 4 (verkapselt), nicht in der frühen Phase.

STANDARD

Wann wird eine enterale Ernährung bei schwerer akuter Pankreatitis begonnen?

Rückseite

Innerhalb von 24–48 h nach Aufnahme naso-jejunal oder naso-gastrisch; parenteral nur bei Unverträglichkeit – enteral erhält Darmbarriere und senkt Infektionsrate.

STANDARD

Wie definiert sich die chronische Pankreatitis histologisch und klinisch?

Rückseite

Irreversible fibrotische Umwandlung des Pankreasgewebes mit Funktionsverlust (Exokrin: Maldigestion, Endokrin: Diabetes) und chronisch-rezidivierenden Schmerzen.

STANDARD

Was ist das Kriterium für eine exokrine Pankreasinsuffizienz bei chronischer Pankreatitis?

Rückseite

Fäkal-Elastase-1 <200 µg/g Stuhl (schwer <100 µg/g); Goldstandard ist Sekretin-stimulierter Pankreasfunktionstest, aber invasiv.

STANDARD

Welche Komplikationen der chronischen Pankreatitis erfordern eine interventionelle/operative Therapie?

Rückseite

Pseudozysten >6 cm oder symptomatisch, Ductus-stenosen mit Steinen (Schmerztherapie), biliäre Duodenalstenose, Venen-Thrombosen (Splenis/V. portae), Verdacht auf Karzinom.

STANDARD

Wie lautet die Indikation zur Cholezystektomie nach akuter biliärer Pankreatitis?

Rückseite

Im Indexspitalsaufenthalt (bei mildem Verlauf) oder innerhalb 2 Wochen nach Entlassung – verhindert Rezidivpankreatitis und Cholangitis.

STANDARD

Welche Medikamente sind als ursächlich für medikamenteninduzierte Pankreatitis klassifiziert (Klasse I nach Badalov)?

Rückseite

Azathioprin, 6-Mercaptopurin, Didanosin, Valproinsäure, Östrogene, Furosemid, Hydrochlorothiazid, Sulfonamide, Metronidazol, Tetracycline – Reexposition führt zu Rezidiv.

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